
Eine Liebeserklärung an das Lesen, die findest du in dem Buch: Eine Seite noch. Meike Winnemuth erzählt in ihrem Buch, was das Lesen ihr bedeutet, was es mit ihr macht und warum sie es so schön findet.
Dieses Buch ist aber nicht nur eine schnöde Aufzählung, warum Lesen so toll ist, es ist mehr und geht viel tiefer. Ich erzähle euch heute von einem besonderen Leseglück und was das Lesen für mich ist.

Eine Seite noch? Das geht bei mir nicht
Das Buch beginnt damit, dass wir auf der Flurbank von Meike Winnemuth Platz nehmen. Diese Bank nutzt sie zum Schuhe anziehen und zum.. Lesen. Denn direkt gegenüber steht ein großes Bücherregal aus dem sie sich, je nach Laune, während des Schuheanziehens ein Buch herauszieht, um die berühmte eine Seite noch zu lesen.
Dieser Anfang des Buches und dass wir sie auf ihrer Lesereise begleiten dürfen, weckt schon die Freude darauf zu erfahren, was und wie sie liest.
Für mich ist es undenkbar, zu viele Bücher gleichzeitig zu lesen oder eben nur die in diesem Buch so oft zitierte eine Seite. Ich lese immer ganze Kapitel, weil ich diese Abschlüsse brauche.

Kapitel zu lesen ist nicht leicht in diesem Buch
Eine Seite noch hat vergleichsweise lange Kapitel, nämlich einzelne Monate. Diese sind aber in gut zu trennende Abschnitte unterteilt, was ich als Kapitel betrachtet habe.
Das Lesefieber von Meike Winnemuth
Sie liest gefühlt einfach alles, nach meinem Empfinden am liebsten Klassiker, besonders gerne Thomas Mann. Und sie liest wirklich einfach überall: Auf der Yogamatte, beim Schuheanziehen, in Bücherclubs und gerne im Lesesessel, Bett oder Sofa.
Die letzten drei und unterwegs in Verkehrsmitteln sind auch meine liebsten Leseplätze. Und natürlich im Urlaub auf der Liege.
Das Schöne an ihrem Buch ist, dass es so geschrieben ist, als würde man in dieser Zeit neben ihr herlaufen und ihre Leseerlebnisse teilen. Sie teilt mit uns ihre gelesenen Zitate und auch ihre Empfindungen.
Obwohl sie selbst für meine Begriffe sehr tiefgründig liest, animiert sie jeden, einfach zu lesen, was einem selbst gefällt, unabhängig vom Genre und der Länge.
Genau dabei begleiten wir sie und sie hat mir ein bisschen Lust auf Tolstois Krieg und Frieden gemacht. Aber werde ich es lesen? Wahrscheinlich nicht.
Ebenso teile ich mit ihr die Erkenntnis, dass unsere Lebenslesezeit zu kurz ist, um ein Buch, das uns nicht mitnimmt, zu Ende zu lesen.

Erkenntnisse über das Lesen
- Gelesene Buchstaben bleiben besser haften als wenn man Hörbücher hört, auch wenn die gleichen Areale im Gehirn getriggert werden. Die Autorin praktiziert beides.
- Lesen kann das Leben sehr bereichern
- Jeder Mensch liest anders, verarbeitet und versteht das Gelesene anders, daher entwickelt sie den Satz: Auch wenn zwei Menschen dasselbe Buch lesen, wirkt es oft wie zwei verschiedene Bücher
- Jeder Mensch konsumiert das Lesen anders: Die einen lesen in Kapiteln, andere lesen ganze Bücher auf einmal, andere unterbrechen Bücher und lesen andere dazwischen.
Wie ich das Lesen empfinde
Ich lese wirklich viel, seit ich lesen kann, und was mit Pitje Puck begann, ging über mein absolutes Lieblingsbuch während meiner späteren Kindheit ‚Ein Mädchen tanzt ins Leben‘ von Tina Caspari, über TKKG bis hin zu Klassikern in meinem Deutschleistungskurs.
Später habe ich sehr lange fast ausschließlich Krimis und Thriller gelesen, dann habe ich mich mit Stefan Zweig auseinandergesetzt, um dann bei Biografien und historischen Büchern, auch mit fiktionalem Hintergrund zu landen.
Ich habe jüngst mein erstes Buch einer japanischen Autorin gelesen. Zwei Genres haben es jedoch nie in meinen Lesestapel geschafft: Sci-Fi und Fantasy/Mystery. Dazu werde ich mich wohl auch nicht mehr durchringen.
Lesen ist für mich das Abtauchen in Welten, die ich so sonst nicht bereisen kann. Ich lerne Personen kennen, die es so nicht gibt oder die ich niemals treffen würde.
Richtig gute Bücher begeistern mich mit Bildern, die es mir ermöglichen, die Szene deutlich vor mir zu sehen.

Was mir an dem Buch gefallen hat
In dem Buch ‚Eine Seite noch‘ hatten die Autorin und ich zwei Autorinnenüberschneidungen. Na gut, drei. Denn Jane Austens Stolz und Vorurteil habe ich ebenso gelesen. Das Buch hat mich dennoch auf eine faszinierende Reise mitgenommen, die mich angestossen hat, doch einmal über Hörbücher nachzudenken, mich darüber zu freuen, dass wir beide so gerne haptisch lesen.
Die Inspiration, sich hin und wieder ein Buch einfach so zu greifen, finde ich interessant. Denn ich lese Bücher für gewöhnlich zu Ende, bevor ich zum nächsten Buch greife. Und sehr häufig gebe ich sie danach weiter.

Meike Winnemuth nimmt uns auf eine spannende Reise mit, die aufzeigt, wie vielfältig das Lesen ist, und was es uns in unserem Alltag bereichert.
Und zum guten Schluß: Es ist ein mit ganz viel Liebe gestaltetes Buchcover und ich konnte zwischendurch den Tee riechen. Denn Wein trinke ich beim Lesen nie, ihr?
Eine Seite noch- ich bleibe bei Kapiteln
Auch wenn ich hier teilweise bei Seiten unterbrochen habe, ich werde bei Kapiteln bleiben, so das Buch es auch zulässt. Ich habe diesen Einblick und die Begleitung der Autorin sehr gemocht.
Was liest du am liebsten? Hast du das eine Lieblingsbuch?
Alles Liebe,
Eure Nicole
Werbung: Der Link zum Buch ist ein reiner Hinweis. Ich verdiene nichts daran und wurde nicht für diesen Beitrag bezahlt. Herzlichen Dank an den Penguin-Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben und für die freundliche und zuverlässige Zusammenarbeit.






Deine und meine „Lesekarriere“ ist ähnlich. Bei diesem Buch hat mir auch besonders gefallen, dass ich das Gefühl hatte, mit der Autorin durch das Buch zu streifen. Ich habe einige der genannten Bücher gelesen, aber auch nur einen Bruchteil.
Wenn ich abends alleine bin und lese, trinke ich gerne Wein dabei.
Ich lese zwar nicht immer bis zum Kapitelende, aber schon auch gerne bis zu einem kleinen Abschluss, mindestens einem Absatzende.
Einen sonnigen Tag wünscht dir
Ines
Moin liebe Nicole,
ich konnte lesen, lange bevor ich zur Schule kam – dementsprechend habe ich in Kindheit unzählige und bis zum Aufkommen des Internets immer noch viele Stunden mit Büchern verbracht.
Ab etwa Mitte meiner 30er nahm das ab und bis vor ca. einem Jahr hatte ich mir, social media sei Dank, die Konzentrationsfähigkeit weggeballert. Am Stück lesen konnte ich nur noch im Urlaub, im Alltag gingen nur kurze Einheiten. Ich habe es akzeptiert, wenn auch mit gewissem Ärger auf mich selbst.
Und endlich, Ende 2024, habe ich mich selbst überzeugt, mich wieder mehr meinem einstmals liebsten Hobby zu widmen und seither habe ich immer ein Buch am Start. Wenn ich weiß, dass ich müde und unkonzentriert bin, nehme ich mir bereits bekannte Leichtleselektüre aus dem Regal – immer noch besser als vor einer Serie aus irgendeiner Mediathek zu versumpfen – damit ich den Flow nicht unterbreche.
Ich lese bevorzugt skandinavische Krimis und Familiengeschichten – habe mir letztens aufgrund einer Bemerkung in einem anderen Blog nochmal die Familie Buddenbrook vorgenommen und fand es trotz winziger Schrift auf 600 Seiten erneut erstaunlich flüssig und interessant. Danach allerdings brauchte ich etwas ganz Leichtes!
Für die nächste Zeit habe ichhauptsächlich Hjorth und Rosenfeldt geplant und werde die Serie um Sebastian Bergman von vorne beginnen und bis zum aktuellsten Band weitermachen. Damit bin ich eine Weile beschäftigt und dann schauen wir mal. Unser Bücherregal gibt genug her, sodass ich auch ohne Neuanschaffungen gut beschäftigt bin.
Ich lese ungern Romane, in denen seitenlange Eindrücke und Emotionen sich mit ebenso unendlichen Landschaftsbeschreibungen abwechseln und bringe so etwas entweder nicht zuende oder lese nur noch quer.
Italienische und französische Settings fangen mich in aller Regel auch nicht ein, keine Ahnung warum. Vielleicht weil ich die Namen meist nicht so eingängig finde.
So, nun muss ich aber den Hund an die frische Luft führen – hab du einen schönen Tag mit Lektüre nach deinem Gusto.
LG
Marie
Guten Morgen Nicole, ich hatte mal vier Bücher auf einmal gelesen, die Themen waren verschieden. Manchmal hatte ich Lust auf dieses Thema, ein anderes Mal auf jenes Thema. Ich kann das also nachvollziehen.
Lesen bereichert und gibt viele Einblicke. Ich liebe das.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude beim Lesen, liebe Grüße Tina