KolumneSeelenglück

Seelenglück – meine kleinen Glücksmomente trotz Abschied

Seelenglück | 36. Wo 26

Ich glaube, wir übersehen viel zu oft unser Seelenglück. Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die einen ganz normalen Tag plötzlich viel schöner machen. Ein freundliches Wort, ein besonderer Moment, Zeit mit Menschen, die uns guttun.

Nichts Großes und trotzdem tut es uns gut.

Genau das möchte ich jede Woche hier festhalten: diese kleinen und großen Momente, die mich glücklich machen. Vielleicht ist dann auch der eine oder andere dabei, bei dem ihr mitlächelt, euch mitfreut oder denkt, Mensch, das habe ich auch erlebt.

Und darum sind sie wahlweise das Salz in der Suppe oder die Kirsche auf der Sahne.

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Seelenglück: Meine Glücklichmacher in dieser Woche

In dieser Woche galt es zunächst zwei Abschiede zu verdauen. Der eine ist so banal wie normal, fällt mir aber in jedem Jahr ein wenig schwer: Der Abschied vom Sommer. Denn dass der Herbst immer lauter klopft, das merke ich schon daran, dass ich mich nachts öfter richtig zudecken muss. Ich versuche, in Kleidung und Gefühl noch ganz viel Sommer festzuhalten, aber ich mache mich bereit für das, was kommt. Und auch im Herbst gibt es ja schöne Dinge.

Der zweite Abschied war erneut von meinem Mann, der wieder einmal unterwegs ist, dieses Mal etwas länger als sonst. Aber das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Seelenglück auch in dieser Woche wieder aktiv dabei war.

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Ein Guten Morgen in einer unerwarteten Situation

Ihr wisst ja, dass ich gerne Menschen anlächle, die mir entgegenkommen. Als ich in dieser Woche morgens auf dem Weg zur Garage war, begegnete ich einer Frau mit Hund, die mir ein fröhliches Guten Morgen entgegen schmetterte. Ich, vollkommen perplex, lächelte sie an und sagte, dass mir das in dieser Straße noch nie passiert sei. Woraufhin wir beide lachen mussten und uns einen schönen Tag wünschten.

Da habe ich wieder einmal gemerkt, dass diese Welt durch freundliche Gesten noch freundlicher wird.

Ein Familienpuzzle mit Burger und Fußball

Die Familie hat sich an diesem Tag ein bisschen zusammengepuzzelt. Erst war der Große für ein verspätetes Frühstück da, dann kam der Kleine zum Fußball und danach sind wir, ohne meinen gerade verabschiedeten Mann, noch mit dem Tochterkind einen Burger essen gegangen. Ich sage euch, es ist gar nicht so leicht, an einem Sonntag in Bremen ein Restaurant zu finden. Aber dieses hat geöffnet, Service und Burger sind prima und wir hatten einen lustigen Abend.

Also eben jenes Seelenglück, das, wenn man alle diese Kleinigkeiten zusammenzählt, ganz schön groß ist.

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Eine Mittagspause draußen – die letzte für diesen Sommer?

Das Wetter hat ab Mittag noch einmal den Sommer gezeigt und ich habe meine Mittagspause direkt nach draußen verlegt. Ich denke, ihr könnt sehen, wie glücklich mich das gemacht hat. Auch wenn in diesem Sommer die höchst anstrengenden Tauben unsere Terrasse wie ihr Refugium betrachten und natürlich hinterher nicht sauber machen.

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Roter Lippenstift macht fröhlich – immer

Nächtliche Ruhestörung durch eine Wespe, ein bisschen Grübelei, Unlust zu diversen Dingen, der Tag fing nicht soo gut an. Aber getreu dem Motto ‚Never no Lipstick‘ habe ich das Rot hervorgeholt, mir einen Kaffee gemacht und die To-do-Liste kurz sich selbst überlassen. Und siehe da, beim Anblick des Lippenstiftabdrucks dachte ich: Dieser Tag wird gut.

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Trotz Abschiedsschmerz – Kürbisbrot gibt es nur im Herbst

Da auch ich ja vor dem Herbst nicht davonlaufen kann, suche ich mir schon jetzt die Rosinen des Herbstes heraus. Kürbisbrot gehört ohne Zweifel dazu. Und wenn ich es nicht selbst backe, dann gibt es das Lieblingsbrot von einem Bäcker hier. Wenn das auf der Zunge zergeht, dann ist das ein seelenglücklicher Moment.

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Eine Einkaufsverlängerung mit Glow

Kann ein Einkauf im Drogeriemarkt Seelenglück auslösen? Ja, er kann. Dieses Mal war es aber nicht der Einkauf selbst (es waren nur nützliche Dinge), es war dieser Moment, kurz bevor ich in unsere Straße abbiegen muss.

Die Sonne lugte durch die Wolken, die Blätter leuchteten Grün und so habe ich den Heimweg entlang des Wassers ein bisschen verlängert. Meine Arme beim Schleppen auch. Aber dieses Glitzern, die laue Luft und dieser Moment der Stille waren es absolut wert.

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Laugenbrötchen mit Avocado und Feta-Rührei

Klar, ich könnte immer essen, was ich möchte. Aber wenn mein Mann da ist, essen wir, soweit es geht, zusammen und dasselbe. Ist er unterwegs, dann ist es mein Speiseplan. Und dieses Laugenbrötchen mit Feta-Rührei aus dem Kochbuch inspiriert ist so köstlich. Zusammen mit der Avocado war das ein Strohwitwen-Abendessen nach meinem Geschmack.

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Endlich ein Buch ausgelesen

Kennt ihr das auch, dass euch ein Buch super gefällt und ihr dennoch nicht vorankommt? Bei diesem Buch ging es mir so. Ich liebe Spionageromane, das Buch ist super geschrieben. Aber es hatte Längen, bis es am Schluss so viel Fahrt aufnahm, dass ich meinen Vormittag umgeplant habe. Und dann am Ende stolz und glücklich war, es ausgelesen zu haben.

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Was mich diese Woche bei mir hängengeblieben ist

  • Essen kann glücklich machen, trotz Vermissen
  • Ich liebe es zu lesen (keine neue Tatsache, aber ich feiere mich für mein Durchhaltevermögen)
  • Freundlichkeit zwischen Menschen macht nachhaltig glücklich
  • Der Abschied vom Sommer bringt Kürbisbrot
  • Man muss manchmal einfach den Moment beim Schopf packen, egal, ob der Weg dann länger dauert und die Arme länger werden oder die To-do-Liste für die Sonne eine Pause einlegt.

Manchmal braucht es also gar keinen besonderen Menschen oder Tag. Manchmal reicht ein freundliches Guten Morgen eines fremden Menschen.

Tschüss August, hallo September, ich freue mich auf dich

In diesem September wird hier einiges los sein und ich hoffe, dass ich euch wieder mitnehmen und einiges davon ins Seelenglück schreiben kann. Denn so sehr mir der echte Sommer fehlen wird, mit Glow und Sonne im Herzen hat auch der Herbst feine Seiten.

Seid ihr schon auf dem Sprung in den Herbst? Was hat euch in dieser Woche glücklich gemacht?

Alles Liebe,

Eure Nicole

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