
Mein erstes echtes Herbstoufit in diesem Jahr hat ganz nebenbei ein Upgrade durch ein Trendteil bekommen. Geplant war dieses für mich farbenfrohe Outfit nämlich ein bisschen anders. Aber der Shoppinggott hatte andere Pläne.
Zu meiner neuen Jacke kam ich über Umwege und trotzdem war es ein schöner Zufall. Warum Anprobieren dann Geld kostet, das wisst ihr ja schon aus dem Seelenglück.
Jetzt schauen wir uns den Look einmal genauer an. Denn mit dem Herbst verändert sich meine Lust auf bestimmte Farben, Materialien und Kombinationen.

Was macht aus einem Outfit für mich ein Herbstoutfit?
Nachdem wir uns ja nun einige Wochen mit Transitional Outfits beschäftigt haben, ist er nun nicht nur kalendarisch, sondern auch draußen angekommen: der Herbst. Zeit also, euch jetzt echte Herbstoutfits zu zeigen.
In meinen wöchentlichen Outfitinspirationen findet ihr wie gewohnt verschiedene Looks. Hier, beim Outfit der Woche, erzähle ich euch von einzelnen Kombinationen, besonderen Kleidungsstücken und den kleinen Geschichten dahinter.
Was macht für mich ein Herbstoutfit aus?
- festere, wärmende Materialien
- Herbstfarben, gerne auch mit fröhlichen Farbtupfern
- Loafer, Sneaker oder auch wieder Stiefeletten
- Bei richtig frischen Temperaturen die ersten blickdichten Strumpfhosen
- dickere Pullover und Strickjacken
- Und Jeans, die jetzt wieder eine besonders wichtige Rolle spielen
Und ja, ich mache später immer noch ein paar kleine Unterschiede zu Winterlooks, wo ich dann die ganz warmen Oberteile und Strickkleider hervorhole.
Wachsjacke, roter Cardigan und Jeans: Mein Herbstoufit mit einem Trendteil
Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Trends. Ich schaue sie mir gerne an, mache aber längst nicht jeden mit. Wachsjacken gehören in diesem Herbst zu den Trendteilen – und ich gebe zu: Die mag ich.
In grauer Vorzeit besaß ich schon einmal eine Wachsjacke von dem berühmten britischen Original. Sie war toll, lang, schwer und hatte diesen unverwechselbaren Wachsgeruch. Ich habe sie heiß geliebt.
Warum ich sie irgendwann aussortiert habe? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht fällt es mir ja noch ein. Zur neuen Jacke kommen wir gleich noch einmal.
Mein erstes Herbstoutfit hatte ich jedenfalls ursprünglich mit einem kräftigen Rotton und meinem Trenchcoat geplant. Doch dann zog die Wachsjacke bei mir ein und der Look bekam spontan eine andere Richtung.
Und so habe ich die einzelnen Teile kombiniert.

Die weite Jeans – vielseitig
Die weite Jeans mag ich aus vielen Gründen sehr. Der erste und wichtigste Grund ist, dass ich sie praktisch das ganze Jahr tragen kann. Sie ist etwas verkürzt also cropped. Das mag ich gerade bei weiten Hosen sehr gern, weil ich dann mit ihnen nicht den Boden wische.
Hier ist die Länge ideal, sodass man sie auch mit Socken gut tragen kann, was auch meiner selbst ausgerufenen Sockenchallenge sehr entgegenkommt.
Der Stoff ist schön fest, aber durch den weiten Schnitt und das Kordelband bleibt die Hose wunderbar bequem.

Die hellblaue Bluse mit Streifen – ein vielseitiges Basic
Diese Bluse ist aus leicht glänzendem Stoff gefertigt und fließend geschnitten. Sie passt natürlich ideal zu der Jeans und eben auch dem roten Cardigan. Durch ihren legeren Schnitt lässt sie sich vielseitig stylen: locker über dem Bund getragen, half-tucked oder ganz eingesteckt.
Auch mit einem dünnen Gürtel macht sie eine gute Figur. Durch den legeren Schnitt kann man an kühleren Tagen auch etwas darunter tragen, ein Langarmshirt oder einen dünnen Rolli.
Sie ist wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, wie vielseitig ein einzelnes Kleidungsstück am Ende sein kann.

Der rote Cardigan – das Experiment hat eine Modeheimat gefunden
Der rote Cardigan war ein Spontankauf. Ich wollte einfach einmal ausprobieren, ob ich als Nicht-Rot-Liebhaberin vielleicht doch zu überzeugen bin.
Das Ergebnis seht ihr hier. Mir gefällt der Cardigan jedenfalls, auch an mir selbst. Und ich fühle mich darin immer ein kleines bisschen frischer.
Es hat sich gelohnt, diesem Kleidungsstück eine Chance einzuräumen. Auch wenn die Farbe nicht unbedingt in mein eigenes Farbschema passt.

Rote Socken – ohne Botschaft
Roten Socken wird ja oft auch eine politische Bedeutung zugeschrieben. Meine kommen ganz unpolitisch daher, sie sind vielmehr Teil meiner lockeren Sockenchallenge für diesen Herbst.
Ich habe mir nämlich vorgenommen, bei meinem relativ eintönigen Farbkatalog, es bei den Socken ein bisschen blitzen zu lassen. Das mache ich aber nur, wenn ich Loafer trage und die bunten Socken auch wirklich zum Outfit passen.
Die braunen Loafer – eine sanfte Ergänzung
Zu diesem Herbstlook habe ich ganz bewusst meine braunen Loafer gewählt. Ich wollte farblich ein wenig in meiner vertrauten Farbfamilie bleiben und den kräftigen Akzenten etwas Ruhe entgegensetzen.
Schwarze Loafer hätten ebenfalls funktioniert. Auch Sneaker wären eine gute Alternative, die ich persönlich allerdings nicht mit bunten Socken kombinieren würde.
Die Loafer werden mit der Zeit übrigens immer bequemer. Nur mein gekaufter Fersenschutz aus der Drogerie macht mir gerade keine Freude: Er löst sich ständig wieder ab. Man kann eben nicht alles haben.

Die Accessoires – Hummer und roter Lippenstift
Meine Kirschenarmbänder waren mir ein bisschen zu sommerlich. Hummer dagegen hat ja quasi das ganze Jahr Saison. Ich finde die Armbänder sehr schön zu dem Look. Mein Lippenstift in Tomatenrot bildet ebenso eine fröhliche Ergänzung.

Last but not least – die Wachsjacke
Tadaa, ich präsentiere: mein Trendteil, die Wachsjacke.
Das Thema Wachsjacke erinnert mich an Feldspaziergänge, britischen Landadel und diesen typischen Wachsgeruch.
Als ich in Münster war, erzählte mir meine Freundin, dass sie sich ein Exemplar zugelegt hat. Und mein Modeherz dachte sich: Das behalten wir mal im Hinterkopf.
Wie schnell die Idee tatsächlich Wirklichkeit werden würde, war mir da noch gar nicht klar. Nun, es ist passiert. Die schönsten Modedinge passieren manchmal genau dann, wenn man nicht mit ihnen rechnet.
Meine neue Wachsjacke riecht übrigens nicht nach Wachs. Sie ist dezent herbstlich gefüttert und wunderbar leicht. Die Farbe trifft genau mein Beuteschema, und auch der Schnitt gefällt mir auf Anhieb.
Und nun ist das hier mein erstes, aber ganz sicher nicht mein letztes Outfit mit ihr. Ich freue mich schon darauf, euch weitere Kombinationen zu zeigen.

Der Herbstlook und wann ich ihn tragen würde
Ich habe diesen Look auf einer Zugreise getragen, was ausgesprochen praktisch war. Denn durch die langärmelige Bluse und den Cardigan konnte ich bei wechselhaften Temperaturen schnell etwas an- und ausziehen.
Wo ich diesen Look noch tragen würde?
- Im Büro, denn durch die Bluse und die Loafer ist das für mich bürotauglich
- Zu einem informellen Essen, einem Treffen oder Kaffeetrinken
- Bei einem Spaziergang, eventuell würde ich dann die Loafer gegen Sneaker tauschen
Ich fühle mich in diesem Outfit rundherum wohl: Es ist schick, fröhlich, klassisch und nichts engt ein. Und ich friere darin nicht und kann dennoch noch eine Schicht ablegen.

Da ist für mich das gelungene Alltagsoutfit: Es passt zu mir, ich gefalle mir und es begleitet mich den ganzen Tag.
Was war dein erstes echtes Herbstoutfit? Gefällt dir diese Kombination aus Wachsjacke, Jeans und Rot?
Alles Liebe,
Eure Nicole
Affiliate*: Der Look zum Nachstylen (Bluse, Wachsjacke, Hose COS,Socken und Loafer aktuell**)
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Also die roten Socken finde ich klasse, liebe Nicole! Für jemanden, der sich sonst eher farblich zurückhält, sind die roten Socken eine ziemliche Überraschung! 😂 Manchmal muss man einfach ein bisschen mutiger sein und etwas Neues ausprobieren, oder? ❤️ Ich mag solche kleinen Überraschungen im Outfit, die einem vertrauten Look gleich eine ganz andere Note geben. Bin schon gespannt, welche Socken du uns als Nächstes zeigst! 😂
Mein erster richtiger Herbstlook war diese Woche mit einer braunen Hose, Loafern mit Animal-Print und einem senfgelben Cordhemd. 💛 Damit bin ich farblich schon voll im Herbst angekommen!
Liebe Grüße,
Claudia
Klar gefällt mir das. Ich liebe Wachsjacken, Rot und farbige Socken. Gerade in Loafern und Sneakern, wo man sie sieht, finde ich die besonders gut. Es freut mich sehr, dass die Strickjacke kein Fehlkauf wurde, sondern du sie gerne trägst. Das kräftige Rot mag ich für dich ebenso wie Orange.
Vielleicht sah dir die alte Wachsjacke irgendwann zu shabby aus? Der Stoff wird deutlich heller und bekommt Löcher von vielem Tragen. Formstabiler wird sie dadurch auch nicht gerade …
Von den Originalen aus England ist meine erste den Geruchstod gestorben. Ich hatte den Fehler gemacht, sie eine Woche zum Segeln mit Regenwetter mitzunehmen und der Bootsmuffgeruch ging nicht mehr raus. Die zweite starb den Wäschetod. Nach einem Sandsturm auf der Nordseeinsel war der feine Sand in jeder Ritze und in der Wäsche ist der Oberstoff mehrere Zentimeter eingelaufen, das Futter nicht. Fazit: Die Dinger dürfen WIRKLICH nicht in die Waschmaschine, auch nicht auf nur 30 Grad …
Hab lange Freude an dem neuen schönen Schätzchen!