
Anne Barns ist ein Garant für köstlichen Lesegenuss. Und das gleich im doppelten Sinne: Ihre Bücher lesen sich herzerwärmend und sie liefert immer ein paar köstliche Rezepte mit. Eines davon habe ich direkt nach dem Ende des Buches ausprobiert. Und der Duft von Zimt hat mich dabei begleitet.
Es war zum Niederknien lecker! Und das Buch war ein schöner Begleiter an einem regnerischen Abend, eingekuschelt im Bett. Heute reisen wir in den Winter auf Amrum begleitet vom Duft nach Zimt. Ich nehme euch mit auf eine Herzensreise.

Amrum, Zimt und eine Familiengeschichte
Hanna hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Noch leben die beiden in ihrem gemeinsam erworbenen Haus und suchen nach einer Lösung. Etwas, das ihr Ex-Freund Valentin zu seinem – auch finanziellen – Vorteil nutzen will.
Als Hanna wieder einmal ihre Oma besucht, erfährt sie, dass diese einmal eine Freundin auf Amrum hatte. Was wohl aus ihr geworden ist? Das möchte Oma gerne wissen und Hanna dann auch.
Hanna beginnt nachzuforschen. Und als ihr die Situation zuhause zunehmend auf die Nerven geht, beschließt sie spontan nach Amrum zu reisen und den Spuren ihrer Oma zu folgen.
Oma ist einverstanden, Hanna hat Urlaub und so bucht sie sich in der Winterzeit eine Ferienwohnung auf der nun beschaulichen Insel. Ihr Amrum-Abenteuer kann beginnen.

Auf der Fähre fällt der Stress von ihr ab und ein leises Knistern beginnt
Auf ihrer Fährüberfahrt lernt sie Arian kennen, der ihr ein bisschen von der Insel erzählt und auch, dass auch er dort Pläne hat. Hannas Amrum-Abenteuer startet. Ob Arian dazugehören wird?
Ihre Ferienwohnung ist ein zauberhaftes Plätzchen, sie fühlt sich sofort heimisch und wohl.
Schnell lernt sie, dass auf der Insel jeder jeden kennt, jeder seine Geschichte hat und manche sie auch gerne erzählen. Auch Arian hat eine Familiengeschichte auf Amrum. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Hanna noch nicht, dass auch ihre Familie Spuren auf Amrum hinterlassen hat.

Wenn aus einer Auszeit ein Neuanfang wird
Hanna trifft sich ab und an mit Arian zum Essen. Er ist ein hervorragender Koch und weiht sie außerdem und nebenbei in die eine oder andere Geschichte ein. Hanna fühlt sich wohl auf Amrum und wird von den Insulanern auch schnell aufgenommen.
Besonders, als sie durch ihren Tischlerberuf feststellt, dass im Öömrang Hüs, einem traditionellen Amrumer Haus, das heute eine Sehenswürdigkeit ist, großer Renovierungsbedarf besteht. Die Fenster müssen vor dem Winter instand gesetzt werden.
Hanna erklärt sich sofort bereit, die Renovierung zu übernehmen und darf dafür im Nachbarhaus wohnen.
Ganz nebenbei fühlt sie sich immer wohler, erkundet das große Geheimnis ihrer Familie und fühlt sich wohl und geborgen. Schließlich entschließt sie sich, ihr Haus in Ettlingen an Valentin zu verkaufen.
Wo wird ihre Zukunft sein?

Wie mir das Buch gefallen hat
Es ist so süß wie Fudge, es erzählt in zauberhafter Sprache von einer ruhigen Insel. Ich höre das Meer rauschen, möchte unbedingt die Zimtschnecken essen und nachbacken, die Hanna mit Ida zubereitet, und würde gerne mal bei rauem Wetter am Meer spazieren gehen, um dann anschließend einen köstlichen Tee zu trinken.
Die Geschichte ist schön erzählt, für mich schlüssig und hat ein schönes Ende. Ob es das letzte Buch von Anne Barns aus der Reihe ist?
Ich habe es, eingekuschelt in meine Bettdecke, so gerne gelesen. Und das Fudge? Das habe ich direkt zubereitet und finde es zum Niederknien.
Muss man die ganze Reihe kennen, um dieses Buch zu lesen?
Die kurze Antwort lautet: Nein. Die längere Antwort: Ich finde die gesamte Reihe so gelungen, dass es sich – auch für ein tieferes Verständnis und Lesevergnügen – durchaus lohnt, alle Bücher zu kennen und zu lesen.
Jedes Buch empfinde ich als in sich als abgeschlossen. Trotzdem tauchen immer wieder Personen auf, denen ich schon einmal begegnet bin. Und es ist dann einfach schön, ein bisschen ihre Geschichte zu kennen.

Wem lege ich dieses Buch ans Leseherz?
Das Buch ist für alle, die schöne und herzerwärmende Bücher und kleine süße Köstlichkeiten mögen.
Ich konnte beim Lesen den Zimt förmlich riechen und habe mich ein bisschen in die salzige – wenn auch kalte – Luft auf Amrum geträumt. Die Geschichte ist stimmig, die Protagonisten plagen manchmal auch kleine oder größere Sorgen.
Wenn du dich also gerne ein bisschen fortträumst, eine sanfte Lektüre für graue oder längere Abende suchst, dann könnte dieses Buch genau das richtige für dich sein.
Kennst du Anne Barns? Magst du Fudge?
Alles Liebe,
eure Nicole
Der Link zum Buch ist ein reiner Hinweis. Ich verdiene nichts daran und wurde nicht für diesen Beitrag bezahlt. Herzlichen Dank an den Rowohlt-Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben und für die freundliche und zuverlässige Zusammenarbeit.





