
Zahnarzt? Meine ich das ernst? Tatsächlich wird meine neue Zahnärztin hier heute im Seelenglück erscheinen. Das passiert, obwohl ich ein bekennender Angsthase bin, was meine Besuche beim Dentisten betreffen.
Ich werde euch gleich, neben den anderen Glücklichmachern der Woche, erzählen, wie es dazu gekommen ist. Und nein, das werden dennoch nicht meine liebsten Arztbesuche.

Das Seelenglück in einer weiteren Strohwitwenwoche
Die Woche dieses Beitrages begann ganz friedlich, dann kam ein Abschied, der mir dieses Mal wirklich schwerfiel. Danach gab es Experimente, viele Staus, ein paar Ärgernisse und eben auch Glow. Und zu dem kommen wir jetzt.
Ein Essen mit Freunden
Manchmal vergeht viel Zeit, bis wir uns sehen. So auch gefühlt dieses Mal. Das Treffen in einem wirklich schönen Restaurant, war dann aber so, als wäre keine Zeit vergangen.
Bei köstlichstem Essen und fröhlichem Service haben wir dann unsere Gespräche durch alle Stimmungen und alle Lautstärken beim Lachen genossen. Und ich weiß jetzt auch, was der Movember ist.

Ein stiller Kaffee
Den ganzen Tag war es irgendwie trubelig. Ich bin gefühlt von Hummel zu Bummel gelaufen und hätte meine eigene Have-done-Liste führen sollen.
Und dann kam dieser Moment, in dem zum ersten Mal Ruhe einkehrte. Im Innen und Außen. Also habe ich, wenig damenhaft, meine Füße hochgelegt, den Kaffeeduft geatmet und mir das herbstliche Nicht-Wetter angesehen. Und dann war da: Frieden.

Den Thermomix seinem Zweck zugeführt: Kochen
‚Richtige ‚ Gerichte koche ich nie mit meinem Thermomix. Bis jetzt. Das ist das Gute an dem – noch nicht gelösten – Küchendrama: Ich nutze ihn nun so tatsächlich Diese Woche zwar nur für mich, aber die asiatischen Nudeln sind gut geglückt und auch noch lecker. Das wird wohl so ein bisschen weitergehen.

Ein neues Buch besorgen und Lesen
Ich hatte meinen letzten Thriller ausgelesen und immer noch keine Lust auf meine anspruchsvollere Literatur. So habe ich meinen Nachmittagsspaziergang kurzerhand in Richtung Buchladen verlegt.
Dort zunächst dezent überfordert, habe ich erneut zu einem Thriller gegriffen. Er ist von einem meiner liebsten Autoren und gut gemacht. So gut, dass es wohl bald einen weiteren Spaziergang in Richtung Buchladen gibt.

Ein Treffen mit den Ex-Kolleginnen
Diese Woche war auch alte Heimat Woche. Es begann mit einem Treffen einer kleinen Damengruppe ehemaliger Kolleginnen. Ich habe den Speisetipp meiner A-Schwester befolgt und zusätzlich endlich einmal wieder Mulligatawny gegessen. Das war schon als Kind eine meiner Lieblingssuppen.
Die Gespräche waren schön, die alten Fotos am nächsten Tag auch. Und wir haben festgestellt, dass wir damals, als wir alle noch zusammen waren, die beste Zeit hatten.


Unsere Freunde wiedergesehen
Das war wirklich viel zu lange her: Nun haben wir uns endlich wiedergesehen und es war so schön wie immer. Der Limandes war ebenfalls wieder köstlich und es einfach immer eine Freude, mit den beiden zusammen zu sein. Auch ohne Foto. Dafür mit viel Stau. Und das Auto hat jetzt ebenfalls Winterstiefel.
Fahrrad fahren im Herbst
Wer bin ich und was habe ich mit Nicole gemacht? Ich bin tatsächlich in diesem Herbst schon wieder Fahrrad gefahren.
Es war zwar kalt, aber dennoch auch schön und ich habe es genossen. Das wäre mir vor ein paar Jahren sicher nicht passiert. Aber keine Angst, lieber Sommer, du bleibst meine Lieblingsjahreszeit.

Mein neuer Zahnarzt
Wir haben jetzt hier eine Zahnarztpraxis gefunden, denn die Fahrten jedes Mal in die alte Heimat waren doch recht zeitaufwendig. Eigentlich ist es eine Zahnärztin.
Ich habe natürlich sofort kundgetan, dass ich ein Angsthase der ausgereiftesten Form bin. Alle waren super freundlich, haben alles erklärt und die etwas größeren Restaurierungsarbeiten mit größter Vor- und Umsicht erledigt.
Wenn ich das von mir sagen kann, dann war das ein schönes Erlebnis. Ich bin froh, dass wir diese Praxis gefunden haben. Und darum ist das Seelenglück.

Himmelsspiele im Herbst
Ich muss den Herbst nicht mögen, um die Natur zu bewundern.
Morgens Modor, der sogar ganz schön aussieht, wenn ich mit einem Kaffee in der Hand aus der Terrassentür schaue. Die Laubfärbung, mittags dann manchmal blauer Himmel und Sonne. Oder eben die Kastanie, die plötzlich in Matsch und Laub aufleuchtet.
Mir ist es wichtig, dass ich die Schönheiten dieser Jahreszeit finde. Ich kann dann besser mit ihr umgehen, als wenn ich nur jammere. Meine Lieblingsjahreszeit wird es, aller kulinarischen und optischen Genüsse zum Trotz, vermutlich nie.



Seelenglück – mit Aussicht aufs Wiedersehen
Ich beende dieses Seelenglück mit der Aussicht, dass mein erneutes Strohwitwendasein heute ein Ende hat. Und auch wenn ich in dieser Woche ein paar weniger schöne Dinge erlebt habe, behalte ich das, was mich erfreut, erleichtert und beseelt hat, gerne im Herzen.
Mögt ihr diesen echten Herbst? Geht ihr gern zum Zahnarzt?
Alles Liebe,
eure Nicole





