
Mittlerweile ist er schon eine feste Institution und könnte auch unter die Rubrik Hobbys fallen, denn ich mag unseren Blogtalk sehr.
Es sind immer Themen, die auch unseren Blog betreffen, aber hier gewinnt ihr auch noch den einen oder anderen kleinen Einblick in unsere Persönlichkeiten.

Hobbys- ein Thema, das etwas über uns erzählt
Manchmal fallen mir Themen zu dieser Reihe ein, und sie sind ruckzuck wieder verschwunden. Ines hat mich in diesem Fall bei einem unserer Gespräche daran erinnert, dass wir Hobbys auf unserer Liste haben und so werdet ihr heute also erfahren, womit wir uns in unserer Freizeit beschäftigen oder auch beschäftigt haben. Was ist geblieben? Vermissen wir etwas?
Nicole: Hallo liebe Ines,
Nachdem wir uns beim letzten Mal dem schnöden Mammon zugewandt haben, schauen wir dieses Mal auf die schöneren Dinge des Lebens: Unsere Freizeit oder genauer: unsere Hobbys. Wie findest du das?

Ines: Och, Mammon verdienen kann auch schön sein und Spaß machen, aber Freizeit ist natürlich etwas besonders Feines. Bin gespannt auf deine Hobbys!
Nicole: Ich bin sehr neugierig: Was war das erste ‚richtige‘ Hobby, an das du dich erinnern kannst?
Ines: Mit Hobby meinst du eine freiwillige Freizeitbeschäftigung, oder? Als Grundschuklind habe ich gerne Hörspiele gehört, gelesen und geturnt. Die Hörspiele begannen mit Märchen und gingen in die Klassiker von Enid Blyton über. Beim Lesen war meine erste Serie ‚Pitje Puck, der spaßige Briefträger‚. An was erinnerst du dich?
Nicole: Mein erstes richtiges ‚Hobby‘ war Malen. Das habe ich als Kind geliebt. Und bunte Farbstiftkästen zu haben. Als ich Lesen konnte, war es definitiv lesen. Den Pitje, den mochte ich auch. Sport ist, bis auf ein bis zwei Ausnahmen später, nie auf meiner Hobbyliste gelandet.
Warst du in der Bücherei oder hattest du nur eigene Bücher?

Ines: Ich hatte schon immer nur eigene Bücher und von Freundinnen ausgeliehene. Bis heute lese ich keine Bücher von mir unbekannten Menschen. Ich mag den Geruch nicht und wenn ich darüber nachdenke, wo einige Menschen lesen, will ich deren Bücher nicht anfassen. Zum Glück hatten meine Eltern genug Geld und Verständnis, um meine Lesefreudigkeit mit eigenen Büchern am Laufen zu halten. Und du?
Ich bin jetzt sehr gespannt auf deine Sport-Ausnahmen. Dazu kommen wir bestimmt später noch.
Nicole: Ich war anfangs in der Bücherei, weil ich es toll fand, mit dem Fahrrad dorthin zu fahren und mir diese Unmenge an Büchern anzuschauen. Außerdem war dort eine tolle Bibliothekarin, wir haben immer viel miteinander geredet. Und ich hatte eine Freundin, die viele TKKG Bücher besaß und sie mir immer ausgeliehen hat.
Heute geht es mir wie dir… und es gab ja auch nicht alle naselang neue Bücher.
Das Hobby haben wir beide aber wirklich über die Zeit getragen.
Ich ‚lebe‘ ja heute noch oft in Büchern. Darüber können wir auch mal sprechen, oder?
Hattest du als Kind ‚bewegliche‘ Hobbys, die es auch bis ins Erwachsenenalter geschafft haben?
Ines: Was meinst du mit „bewegliche“ Hobbys? Sport?
Nicole: Ja genau, wobei sich das nur auf Spaß bezieht.
Ines: Als Kind hatte ich Ballettunterricht, der ging als Teenager in Jazz-Dance über. Mit Turnen und Tanzen habe ich mit 15 Jahren aufgehört, als ich mit der Segelfliegerei begann. Heute mache ich nur noch Wohnzimmergymnastik. Die ist kein Spaß, sondern die reine Pflicht. Also ist die Antwort nein.
An was für Sportarten hast du dich im Lauf des Lebens versucht?
Nicole: Einige, keine davon erfolgreich 😂
Ich habe als Kind geturnt und es gehasst. Ich bin immer gern geschwommen. Bis heute, wenn die Bedingungen stimmen, aber nie im Verein. In einer Schul-AG habe ich Tischtennis gespielt.
Als ich 12 war, habe ich mit Tennis angefangen. Das hat mir richtig Freude bereitet, bis der Trainer Wettkämpfe mit mir bestreiten wollte.
Alles, was ich heute an Bewegung unternehme, ist definitiv nicht Kür.
Yoga hat mir immer gefallen.
Somit sind Schwimmen und Tennis die beiden Ausnahmen, auf die du gewartet hast.

Hattest du jemals ein Hobby, das du nur ‚mitgemacht‘ hast, etwa weil Freundinnen es hatten? Gibt es eines, das du gerne gehabt hättest, was aber nicht ging? (Danach wechseln wir dann in die Gegenwart).
Ines: Geschwommen bin ich als Grundschulkind und später auch gerne, aber wie du nie auf Leistung. Tischtennis ebenso. Ich habe im Verein trainiert und wir hatten eine Tischtennisplatte im Keller. Das war so zwischen 10 und 15 Jahren.
Freundinnen zuliebe habe ich nie ein Hobby begonnen.
Schade, dass dir das Tennis abhanden gekommen ist. Das könntest du heute noch wieder aufnehmen. Was hält dich davon ab?
Nicole: Eine gute Frage. Ich weiß nicht, ob ich es heute noch mögen würde und ich mag keine langen ‚Anreisen‘ zu Sportaktivitäten. Es ist also ein Zeit- und Bequemlichkeitsfaktor.
Was heute dein Lieblingshobby?
Ines: Mein aktuellen Lieblingshobbys sind Lesen und unsere Hündin Mona. Damit verbringe ich den größten Teil meiner Freizeit. Was machst du am liebsten?
Nicole: Ich setze Lesen und Fotografieren an Platz 1. (und Reisen, was vielleicht dekadent klingt). Außerdem backe ich gern. Würde ich besser nähen können und mehr Geduld dafür haben, dann käme es auch in der Aufzählung vor…
Gibt es etwas, das du gerne lernen würdest und es dann zu deinem Hobby machen?
Ines: Fotografieren ist definitiv ein Hobby, das mich schon Grundschultagen begleitet. Früher mit Fotolabor im Keller und heute am liebsten mit dem Smartphone.

Na klar ist Reisen ein dekadentes Hobby, aber es geht hier ja gerade nicht um eine Bewertung unserer Hobbys.
Bei Süßkram steht von März bis September hier Eis auf der Zubereitungsliste. Wie ist es bei dir mit Kochen? Pflicht oder Kür?
Nicole: Ich fotografiere auch, seit ich fünf Jahre alt bin und meine Ur-Oma mir eine Kamera oder besser Fotoapparat geschenkt hat. Ich liebe das. Mit dem Smartphone mittlerweile auch. Es kann wirklich eine Menge, wenn man sich die Zeit nimmt, in die Fähigkeiten einzusteigen.
Kochen ist für mich meistens Kür. Aber ich mag es einfach und lecker. Nicht so überkandidelt. Ich liebe Kochbücher, aber anders als beim Backen bin ich da kreativ.

Du bist beim Eis zubereiten ja auch richtig gut und kreativ. Das würde ich definitiv ein Hobby nennen. Kreierst du eigene Sorten oder gehst du nach einem Rezept vor? Und wie ist das beim Kochen (dass du es gerne magst, zeigt ein Blick in deinen Blog)?
Ines: Beim Eis habe ich mit Rezepten des Herstellers der Eismaschine begonnen und bin dann schnell dazu übergegangen, eigene Kreationen zu entwickeln, zum Beispiel mit Tonkabohnen-Eis.

Beim Kochen bin ich sehr flexibel bei dem, was aus vorhandenen Zutaten wird. Es ist aber auch bei mir eher Pflicht, weil ich keinen Hunger mag und am liebsten lecker esse. Aber es ist eine gerne zu absolvierende Pflicht.
Nicole: Spannend. Das stelle ich mir herausfordernd vor mit dem Eis. Oder ist es einfach, selbst Sorten zu erfinden?
Ines: Das ist einfach, wenn man das Grundprinzip der Verhältnisse der Zutaten verstanden hat. Das ist wie bei Rührkuchen oder Mürbeteig. Zu der Frage von dir: Gibt es etwas, was ich gerne lernen würde und es dann zu deinem Hobby machen? Nähen würde ich gerne können, aber das wird in diesem Leben nichts mehr. Ich bin sowas von talentfrei, dass mir die Worte dafür fehlen.
Nicole: Witzig, wo du so gern puzzelst und das ja auch sehr fummelig ist. Ich würde gerne viel besser nähen können und designen… 🙈
Welches Hobby (bei anderen) würdest du nicht als Hobby bezeichnen?
Ines: Wie konnte ich Puzzeln als Hobby vergessen! Das steht gerade weit oben neben Gesellschaftsspielen. Das ist mir gar nicht eingefallen. Vielleicht weil ich nicht alleine machen, sondern immer zusammen mit meinem Mann. Außerdem geht es dabei mehr um den genauen Blick als um die Fingerfertigkeit.

Meine Feinmotorik ist nicht besonders gut. Fein, aber nicht fein genug.
Ein Hobby ist 2025 neu dazukommen: Ich fertige Dinge aus Tau mit Knotentechnik, zum Beispiel Hundeleinen und -spielzeug. Das nimmt zeitlich keinen großen Raum ein, macht mir aber viel Freude, wenn jemand etwas haben möchte. Das ist eine Form der Handarbeit, die mir liegt.
Welches Hobby ich (bei anderen) nicht als Hobby bezeichnen würde? Keine Ahnung.

Nicole: Das finde ich zum Beispiel cool. Eine etwas provokante Frage: Gäbe es ein Hobby, das du in einer Freundschaft nur schwer oder gar nicht tolerieren könntest?
Ines: In einer Freundschaft? Da muss ich ja nichts mit dem Hobby der anderen Person zu tun haben. Tatsächlich stört es mich allerdings in Freundschaften in den letzten Jahren verstärkt, wenn Freunde Hobbys haben, die aus Umweltgründen im Gegensatz zu meinen Werten stehen oder bei denen das Geld nur so zum Fenster herausgeblasen wird. Dazu gehören ganz oben auf der Liste Skilaufen, Kreuzfahrten und regelmäßige Fernreisen. Aber das Thema hatten wir bei den Reisen ja schon mal im Talk.
In einer Partnerschaft? Ausgiebiges Sportgucken – egal ob zu Hause oder live wäre indiskutabel.
Nicole: Ja, das kann ich in Teilen nachvollziehen.
War das Segelfliegen damals ein Hobby für dich? Oder wolltest du es einfach lernen und beherrschen können?
Ines: Segelfliegen war ein absolutes Sehnsuchtshobby für mich. Darüber habe ich schon mal gebloggt. Ich habe aus gesundheitlichen Gründen damit aufgehört und lange gebraucht, um das zu verkraften.
Nicole: Ich hatte das gelesen, mich aber nicht mehr 100% erinnert.
Dabei habe ich sogar kommentiert.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht schön und/oder leicht für dich war.
Passt nur bedingt ins Thema Hobby, aber gibt es etwas, dass du unbedingt wenigstens einmal machen möchtest? Du dürftest kurz Umweltaspekte vergessen. Nur einmal kurz. Bei mir gibt es sowas.
Ines: Nein. Was ist es bei dir?
Nicole: Mit Delphinen schwimmen. Ich liebe diese Tiere. Und habe vor 35 Jahren, als man noch nicht so eng dachte (die Richtigkeit sei dahin gestellt) eine Gelegenheit um eine halbe Stunde Öffnungszeit verpasst. Fallschirm wäre ich auch gerne mal gesprungen. Heute hätte ich Riesenrespekt, den man auch Angst nennen kann.
Ines: Oh wie ärgerlich! Du lebst an der Weser. Hast du mal Wassersport gemacht? Als Hamburgerin ist ein Segelschein in bestimmten Stadtteilen quasi Pflicht.
Bei mir hat das Segeln auf der Alster mit dem Umzug an den Stadtrand 2003 leider ein Ende gefunden, obwohl ich weiter Lust gehabt hätte. Mein Mann ist dafür nicht geeignet und ich wollte die wenige Freizeit lieber zusammen mit ihm verbringen. Stattdessen haben wir 2004 zusammen mit Nordic Walking begonnen.
Nicole: Nein, ich habe nie Wassersport gemacht. Komisch, oder? Ich liebe Wasser, aber da bin ich nie rangekommen. Und einmal Stand-up Paddeling, was damals noch nicht so hieß, ist böse geendet 😂
Wenn Du Dir ein Hobby für einen Tag aussuchen könntest, was wäre das?
Ines: Stand-up Paddeling habe ich mal einen Tag gemacht – war mir zu anstrengend. Da nehme ich lieber ein Paddelboot. Ich bin da wunschlos glücklich. Nichts offen auf der Hobbyliste.
Nicole: Malst du heute noch?
Ines: Farben spielen in meinem Leben schon lange eine Rolle, auch wenn ich es nie zu tollen Gemälden gebracht habe. Batiken (und dabei aus Versehen Sachen versauen) habe ich in den 1980ern geliebt, abgelöst wurde es von Seidenmalerei, die mein erster kommerzieller Erfolg wurde.
In diesen beiden „Farbenpanschhobbys“ liegt tatsächlich der Grundstein meines heutigen Berufs: Farbberatung. Die Freundinnen meiner Mütter kamen in den 1980ern mit ihren Farbkarten zu mir und wollten exakt darauf abgestimmte Seidentücher von mir gemalt haben, die zum Teil bis heute getragen werden. Da wurde mir klar, wie sehr mir Farben liegen.
Später habe ich meine Liebe zur Kombination aus Schriften und Farben entdeckt und Kalligraphien gefertigt.

Nicole: Ich habe auch eine große Farbenliebe und behaupte, ich kann die auch super zusammenstellen. Ich bin beim Malen allerdings höchst talentbefreit. Kalligraphie würde ich gerne können. Bzw. Schriften, wie man sie oft an modernen Cafés oder Restaurants sieht, weißt du, was ich meine? Sketchnotes heißen sie glaube ich. Aber ich glaube, dass diese Synapsen bei mir leider unterentwickelt sind.
Du bist da wirklich extrem künstlerisch begabt. Malst du noch Tücher?
Ines: Danke! Schriften sind eine Frage der Übung und des Blicks. Ich habe viele Bücher dazu geblättert, viel geübt, aber am meisten haben Kurse bei einer bekannten Kalligraphin gebracht. Das waren Wochenendkurse, die viel Spaß gemacht haben. Nein, ich male keine Tücher mehr. Die letzte Batik-Aktion ist auch schon wieder einige Jahre her. Das Tuch war das Ergebnis.

Ines: Was denkst du, wie sich deine Hobbys Ü60 verändern?
Nicole: Ich denke, kaum. Da nichts Extremes an Sport dabei ist, sind sie alle alterstauglich. Und bei dir??
Ines: Geht mir auch so. Wir bleiben auch im Alter die Alten!
Hobbys: Was wir in unserer Freizeit gerne machen
Jetzt wisst ihr also genaue, womit Ines und ich unsere Freizeit verbracht haben und immer noch verbringen. Wir hatten wieder viel Spaß bei unserem Blogtalk (außer beim Reden über Eis, wenn keines da ist) und freuen uns schon aufs nächste Mal.
Hat dich etwas überrascht? Was ist dein Lieblingshobby?
Alles Liebe,
Eure Nicole






Ich wüsste ja sofort, welches Hobby ich hätte, wenn Geld und Nachhaltigkeit keine Rolle spielen würden: Bodyflying (Indoor Skydiving) finde ich klasse und habe das einmal ausprobieren können. So ein Windkanal ist auch nicht so eine Herausforderung, wie aus einem Flugzeug zu hüpfen. Aber wer weiß, auf welche Ideen ich noch so komme…
Die Wettkampfaktivitäten haben mir das Basketballspielen verleidet. Aber Wochenenden sind heilig und die habe ich mir schon früher nicht gerne fremdbestimmen lassen. Und beim Jazztanz musste ich in der letzten Reihe tanzen – das sagt schon alles 😄
Liebe Grüße!
Ein schöner Einblick in eure Hobbys. Vieles kannte ich ja schon, da ich die Blogs schon länger lese. Ich finde es inspirierend, mich außerhalb meider beruflichen Tätigkeit mit meinen Hobbys zu beschäftigen. Das sind ja einige. Bloggen gehört übrigens auch dazu.
Liebe Grüße
Sabine