
Ein brauner Zweiteiler aus weiter Hose und Bluse wird die Grundlage für fünf ganz unterschiedliche Sommerlooks. Ich liebe Kleidungsstücke, die mehr können, als nur immer gleich auszusehen. Wenn sie sich auf unterschiedliche Weise kombinieren lassen und immer wieder neu und anders aussehen.
Wenn ich nicht kleckere oder den Zweiteiler zu stark beanspruche, könnte ich mit wenigen zusätzlichen Teilen, vermutlich eine ganze Woche lang jeden Tag ein anderes Outfit stylen.

Ein Zweiteiler: Schön, aber sieht es nicht immer gleich aus?
Mein zweiteiliges Ensemble, mit dem ich euch heute die verschiedenen Looks zeigen möchte, kam zu mir wie die Jungfrau zum Kinde. Genauer gesagt war es zunächst die Hose, die ich gekauft habe. Warum? Im letzten Jahr in Rom ging unser Koffer verloren. Und am zweiten Tag war klar, dass ich doch noch etwas zum Anziehen brauche.
Also ging es auf in die Stadt und ich suchte ein Outfit, dass sich tagsüber und auch abends tragen lässt. Und dann sah ich sie: die braune Hose.

Erst kam die Hose – und dann die Bluse
Die Hose ist aus sogenanntem Nylon, welches sehr leicht ist und sich so in vielen Witterungen tragen lässt. Das Material ist leicht glänzend, sodass sie auch für edlere Anlässe eine Basis bilden kann. Der Schnitt der Hose ist weit, luftig und sie hat eine dreiviertel Länge. Das macht sie für mich zu einer idealen Sommerhose, aus der ich viele Sommerlooks bauen kann.
Die Bluse kam einen Tag später zur Hose dazu, weil wir zu einem Abendessen gehen wollten und der Koffer immer noch unterwegs war. Sie ist exakt aus demselben Material wie die Hose, etwas boxy und kürzer geschnitten und bildet so mit der Hose zusammen den perfekten Zweiteiler.
Warum ich mich für die Farbe Braun entschieden habe
Natürlich ist dieses Duo einem Notfall entsprungen. Dennoch hatte ich meinen Kleiderschrank bei dem Kauf im Hinterkopf. Da Braun mittlerweile zur Sommerfarbe avanciert ist, empfand ich es als ideale Ergänzung für meinen Bestand. Kurz habe ich darüber nachgedacht, ob dieses Outfit nicht ein bisschen langweilig ist, dann begann aber mein Modeherz zu pochen und ich habe mir überlegt, auf wieviele Arten ich den Zweiteiler noch stylen kann.
Heute zeige ich euch fünf Varianten, die aber alle ohne eine echte Jacke oder einen Blazer auskommen.
Braun ist eine sehr vielseitige Farbe und lässt sich deshalb wunderbar stylen. Und mit meinen fünf Stylingvarianten bin ich noch nicht am Ende meines Stylinglateins.
Meine fünf Kombinationen auf einen Blick:
- Zweiteiler pur
- braune Hose mit weißem T-Shirt und rosa Cardigan
- braune Bluse mit heller Jeans
- braune Hose mit hellblauer Bluse
- braune Bluse mit schilfgrüner Hose.
Warum funktioniert dieser Zweiteiler so gut?
Er besitzt mit der Farbe Braun eine neutrale Basis, die mit vielen Farben kombiniert werden kann. Durch das leicht glänzende Material ist sowohl für den Alltag als auch fürs Büro oder Restaurantbesuche geeignet. Auch auf lockeren Parties macht er eine gute Figur. Beide Teile sind separat trag- und kombinierbar.

Der Zweiteiler ganz pur
Das ist die natürlichste Stylingvariante, denn das ist ja das Original. Ich mag diesen schlichten Look, denn er wirkt klassisch ohne überladen zu sein. Mein Mann sagt immer, wenn ich den Zweiteiler trage, weiß er, wo ich bin, denn er knistert dezent beim Gehen. Anschleichen ist also nicht möglich;).
Hier habe ich die orangefarbene Tasche zu dem Look kombiniert, um einen Klecks Farbe hinzuzufügen. Dazu trage ich meine Fischermansandalen und orangefarbene Armbänder und Lippenstift.
Wozu würde ich das Outfit so tragen? Es funktioniert im ganz normalen Alltag genauso gut wie auf der Arbeit oder für einen Restaurantbesuch.

Die braune Hose mit einem weißen T-Shirt und einem rosa Cardigan
Braun und Rosa harmonieren für mich sehr schön miteinander. An einem Sommertag, an dem es morgens noch ein bisschen frisch ist, ergänze ich das leichte T-Shirt mit Leinenanteil durch den rosafarbenen Cardigan. Beide haben einen Rundhalsauschnitt, weil das zusammen getragen immer ein wenig harmonischer wirkt.

Als Schuhwerk wähle ich meine geblümten Ballerinas aus, weil in den Blumen die Farbe des Cardigans erscheint. Somit bildet sich eine Farbklammer, die zwar nicht sofort sichtbar ist, aber vorhanden. Ich mag das;). Die Tasche ist ebenfalls rosa und die Armbänder sind es auch. Ich stelle dadurch für mich sicher, dass die braune Hose zwar immer noch dominant ist, alles andere aber nicht von ihr ‚erdrückt‘ wird.
Wann trage ich dieses Outfit? Diesen Look mit der Hose trage ich an einem ganz normalen Tag, wenn ich eine Verabredung habe und auch, wenn ich essen gehen würde. Selbst zur Arbeit empfinde ich den Look als ’sicher‘

Die braune Bluse mit einer hellblauen Jeans kombiniert
Mir sind Proportionen beim Styling von Outfits immer sehr wichtig. Die Jeans ist gerade geschnitten und so passt sie sich sehr gut den Proportionen der Bluse an. Mit einer Skinny Jeans würde ich diesen Look vermutlich nicht tragen, weil mir dann der Oberkörper zu kurz wäre.
Farblich gefällt mir eine helle Jeans besser dazu als eine dunklere, denn so steht jedes Teil für sich und es gehört dennoch zusammen.

Die Accessoires sind bei diesem Look alle braun, denn hier hat die Hose sonst zu viel Dominanz. Also entscheide ich, meine braune Lieblingstasche zu nehmen, kombiniere braune Sandalen dazu und vervollständige den Look mit einer braunen Kette und ebensolchen Armbändern.
Wozu trage ich diese Kombination? Für mich ist dieses Outfit ein reines Alltagsoutfit, das ich zum Einkaufen, Eisessen und im Homeoffice tragen würde.

Eine hellblaue Bluse zur braunen Hose
Ihr wisst ja, dass ich bei hellblauen Blusen kleine Aussetzer verspüre, weil sie mich immer ansprechen. Was wäre also mein brauner Zweiteiler, wenn nicht eine Kombination mit einer hellblauen Bluse wäre?
Die Bluse, die ich hier zur braunen Hose style, ist ideal von ihren Proportionen. Sie ist aus fließendem Stoff und passt sich so dem Material der Hose an. Sie ist etwas weiter geschnitten und verbindet so Lässigkeit und Klassik miteinander. Und dadurch, dass sie etwas kürzer ist, wird der Look nicht zu einer Stoffwolke. Die Sandalen nehmen die Leichtigkeit des Looks auf.

Um eine Farbklammer herzustellen, kombiniere ich meine hellblauen Armbänder dazu.
Wozu würde ich diesen Look tragen? Ich finde, dieser Look eignet sich als Officelook ebenso wie für ein Abendessen im Restaurant. Und auch im Alltag fühle ich mich damit ausgesprochen wohl. Also passt er wirklich für viele Gelegenheiten.

Die braune Bluse mit der schilfgrünen Hose
Das ist der für mich spannendste Look, denn ich hätte selbst nicht gedacht, dass dieser Look so funktioniert. Als ich ihn dann mit den Fischermansandalen und der braunen Tasche gestylt hatte, war ich komplett überrascht, wie gut alles (Proportionen, Accessoires, Style) zusammenpasste und wie ruhig und dennoch sommerlich er wirkt.

Wann trage ich diesen Sommerlook? Ich würde diesen Look zu vielen Gelegenheiten tragen, die von Alltag über Verabredungen zum Kaffee oder Essengehen bis ins Büro reichen. Und wenn ich mich selber ‚ruhig‘ fühlen wollte. Denn der Look wirkt warm und bleibt dennoch luftig.
Was kann ich aus zwei Kleidungsstücken herausholen?
Schon während ich diesen Beitrag schreibe, habe ich noch eine Menge an Ideen, wie sich der Zweiteiler auch stylen ließe. Ich finde ihn für Reisen und den Alltag ideal, weil er sich in einen bestehenden Kleiderschrank einfach einfügt und mit vorhandenen Stücken neue und spannende Looks gebildet werden können.
Meine Inspiration für euch (auch ohne Zweiteiler)
Mir macht es großen Spaß, Kleidungsstücke immer mal wieder neu zu denken. Ich habe Freude daran, meinen Kleiderschrank immer wieder nur zu entdecken. Auch, wenn ich natürlich eingefahrene Kombinationen habe. Manche Ideen kommen mir, wenn die Teile auf der Wäscheleine hängen. Der Zweiteiler ist ein gutes Beispiel dafür.

Darum schaut immer einmal wieder, wie ihr das eine oder andere Stück einmal ganz neu tragen könnt.
Besitzt ihr einen Zweiteiler, den ihr unterschiedlich kombiniert? Wie denkt ihr eure Looks neu?
Alles Liebe,
eure Nicole





