
Ich ertappe mich immer wieder dabei, sofort zu merken, wenn Texte, die ich lese, mit KI geschrieben wurden. Manche Wortwahl und Aussage macht es einem aber auch leicht. Dennoch habe ich nach meinem ersten Studium eines Buches mich immer wieder mit dem Thema beschäftigt. Weil ich es so faszinierend wie spannend finde, was sich auf diesem Feld so tut.
Wenn wir ehrlich sind, geht es ja auch fast nicht mehr ohne. Denn sie begegnet uns, bewusst oder unbewusst, auch im Alltag ständig.
Mein Verhältnis zu KI ist klar definiert: Sie inspiriert mich, sie motiviert mich beim Bloggen, sie gibt mir Ideen und verbessert mich, sie kritisiert mich auch. Aber meine eigene Sprache und meine Persönlichkeit, die kann nur ich.

Content Creation mit KI ist mehr als nur abschreiben und willkommen im Club der e-books
Schnell sollte eigentlich jedem, der sich mit der Erstellung von Texten oder Content beschäftigt klar werden, dass es um sehr viel mehr als nur austauschbare Texte geht. Die Entwicklung schreitet ständig voran und so war ich sehr neugierig, ob mir das Buch, das ich euch jetzt vorstelle, neue Erkenntnisse für mich bringen würde. Was das Buch mir zuallererst beigebracht hat, hatte allerdings mit dem Thema rein gar nichts zu tun.
Ich kann jetzt e-books herunterladen und auf meinem iPad lesen
Ein Buch ist für mich ein Buch, ich mag es, es anzufassen, zu fühlen, hin- und herzublättern. Darum habe ich mich ja lange gegen das Lesen von e-books gesträubt, aber der Verlag konnte mir das Buch nur so anbieten und da war meine Neugier dann doch weitaus größer als meine Ablehnung. Und siehe da, es war weder schwer umzusetzen, noch ist es so blöd, wie ich dachte.
Doch viel wichtiger ist ja, was das Buch uns über dieses wichtige Thema beibringen mag.
Und das begann direkt nach der Einführung in das Thema, dass ein guter Prompt nicht nur aus einem Satz bestehen muss. Denn eine nähere Erklärung hilft auch dem Tool weiter zu denken. Wenn man ihm zum Beispiel zu bedenken gibt, dass er auch ungewöhnlich denken darf, dann hebt sich das Suchergebnis schon sehr deutlich von der ersten, oft generischen Antwort ab.
Ich erkläre jetzt viel mehr und die Ergebnisse sind, wenig überraschend, viel besser.

Für wen eignet sich das Buch?
- Für Selbstständige als Unterstützung bei der Texterstellung, Newslettererstellung, Unterstützung bei Emails
- Für Anfänger, die sich mit dem Umfang des Themas vertraut machen möchten
- Es ist fast alles relativ gut verständlich
- Auch Menschen, die sich mit der KI schon beschäftigen und auskennen, bekommen noch neue Ideen und Erklärungen vermittelt
- Auch für Unterstützung bei Blogartikeln finde ich das Buch sehr geeignet
Was kannst du aus dem Buch Content Creation mit KI lernen?
Das Buch veranschaulicht noch einmal die genaue Vorgehensweise der Künstlichen Intelligenz. Woraus sie ihr Wissen generiert, warum sie auch mal ‚halluziniert‘, woher sie die Formulierungen nimmt.
Es vermittelt die Unterschiede zwischen den einzelnen KI Modellen wie Gemini, ChatGPT und Claude. Auch werden die Unterschiede zwischen kostenlosen und Bezahlmodellen sehr gut erläutert und welches der Modelle sich für wen in besonderer Weise lohnt.
Jedoch wird nicht nur die bloße Texterstellung behandelt, sondern auch, wie man Bilder, Video und Audioausgaben erzeugen kann und welche KI-Partner uns dabei unterstützen können. Auch hier gibt es eine genaue Erklärung zu den einzelnen Modellen und welche für welche Arbeit geeignet sind.
Es zeigt auf, wie wir die Künstliche Intelligenz nutzen können, ohne unsere eigene Handschrift und Sprache zu verlieren.
Besonders gut finde ich auch, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, dass sie nicht den Menschen und den kreativen Ansatz ersetzt. Sie wird auch nicht vermenschlicht, was mir gut gefällt, auch wenn ich mich selber nach guten Ausgaben immer bedanke und verabschiede;).
Das Buch führt Schritt für Schritt vor, wie man mit bestimmten Versionen echte Arbeitsabläufe aufbauen kann und das finde ich so faszinierend wie noch komisch.
Es ist spannend zu lesen, welche neuen Berufe sich aus der KI heraus entwickeln dürften, welchen Nutzen sie in vielen unterschiedlichen Bereichen hat.
Auch ihre Grenzen werden deutlich aufgezeigt, ebenso, wie der Hinweis, dass sie sich stets weiterentwickeln wird.
Das Buch ist ein sehr guter Leitfaden, um sich mit der KI vertraut zu machen, seine eigene Nutzung damit herauszufinden und auch, welche Grenzen sie hat. Dass wir nicht müde werden dürfen, ihr Antworten zu hinterfragen.
Am Ende des Buches gibt es auch noch rechtliche Ratschläge und Tipps, vor allen Dingen auch, was die Hinweise auf die Nutzung von KI betrifft. Das ist mittlerweile auch deshalb notwendig, weil bei oberflächlichem Hinsehen, manches durchaus sehr echt wirkt.

Mein Eindruck des Buches auf einen Blick
- Es ist sehr verständlich und wenig technokratisch geschrieben
- Die Umsetzung in die Praxis ist sehr viel einfacher
- Mein persönliches Lieblingsthema: Die Kapitel über gute Prompts, ‚Diskussionen‘, Brainstorming und Arbeitsabläufe
- Kleiner Wermutstropfen: Die Technik entwickelt sich so rasend schnell, dass das Buch sicher bald ergänzt werden muss
Es geht um mehr als generische Texte- was ich aus dem Buch gelernt habe
Ich habe mich immer ein bisschen schwer getan mit der Prompt Formulierung. Das ist durch dieses Buch für mich deutlich einfacher geworden, denn es gibt gute und präzise Anleitungen für das Verfassen eines Prompts.
Genau das verändert die Antworten des Künstlichen Sparringpartners schon enorm. Was mir allerdings am besten gefällt und was ich vorher nie so gemacht habe, ist das ‚Austauschen‘ mit dem KI Kollegen.
Diese Dialoge sind mit echten Dialogen natürlich nicht zu vergleichen, aber das Erarbeiten von Ideen und Verbessern von Texten finde ich sehr genial. Ich übernehme immer noch keine vollständigen Sätze, mache kein Copy and Paste. Aber ich mag die Ideen, den Ansporn und die andere Sichtweise sehr. Denn es hilft mir, meine eigenen Beiträge mit anderen Augen zu sehen und auch zu sehen, wo ich zu noch mehr Erklärung und Verstehen ergänzen kann.
Wo kann ich nachschärfen? Was fehlt eventuell im Beitrag? Das ist meine neue Passion geworden.
Und ja, es dauert immer noch ein bisschen bis zum Ergebnis, weil auch Chatty gerne quatscht, aber es ist inspirierend und macht ganz viel Spaß. Und ich behalte, ganz inspiriert, meine eigene Stimme und Persönlichkeit.

Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst
- Das Buch erklärt KI nah an der Praxis und sehr verständlich und umsetzbar
- Es zeigt, dass gute Prompts mit verschiedenen Sichtweisen gute Ideen und Ergebnisse liefern
- Es macht sehr deutlich, dass über allem dennoch der Mensch und seine Persönlichkeit stehen
- Es eignet sich für Texter, Blogger Contentersteller, Produktentwickler
Was mich an dem Buch am meisten fasziniert hat, ist, dass ich die Stärke der KI für mich nun ganz woanders sehe. Es sind nicht die Texte, die sie mir liefert, es ist das Brainstorming für Beiträge, die Fragen, die ich zu meinen Beiträgen stellen kann, dass ich meine Perspektive durch sie wechseln kann.

Das hilft mir enorm dabei, das zu tun, was ich so gerne mache: Selbst zu schreiben.
Mein Fazit des Buches
Du kannst tolle Inhalte mit KI erstellen, sie kann dir Ideen liefern und Zeit sparen, aber sie ersetzt niemals echte Persönlichkeit.
Nutzt du KI im Alltag? Welches ist dein ‚Modell‘
Alles Liebe,
Eure Nicole
Der Link zum Buch ist ein reiner Hinweis. Ich verdiene nichts daran und wurde nicht für diesen Beitrag bezahlt. Herzlichen Dank an den Rheinwerk-Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben und für die freundliche und zuverlässige Zusammenarbeit.






Moin Nicole,
ich benutze Chat mindestens (!) einmal täglich als Suchmaschine, weil ich es schätze, dass man seine Anfragen so lang und präzisiert stellen kann wie man möchte und dadurch eben auch schnell präzise Ergebnisse bekommt. (Dass man die noch verifizieren sollte, ist mir geläufig.)
Hin und wieder experimentiere ich mit Fotos oder lasse mir Bilder erstellen, weil ich die Spielereien mag.
Im Beruf musste ich manchmal unter recht lebhaften Bedingungen Texte entwerfen – auch da habe ich die KI bemüht, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Ich finde das allerdings nach wie vor zu bequem und hätte es mehr geschätzt, auf Werte wie Konzentration und Kreativität zurückgreifen zu können, aber der innere Schweinehund hat gesiegt. Und letzteres ist auch genau der Punkt, bei dem ich sehr kritisch bin – ich fürchte, dass die Fähigkeit zum Nachdenken, wie man einen Sachverhalt am besten aufs Papier (oder sonstwohin) bringt, auf diese Weise verloren geht. Das finde ich sehr bedenklich!
Blogtexte von einer KI schreiben zu lassen finde ich widersinnig, aber das mag jede/r halten wie sie oder er will – wenn ich den Stil nicht mag, lese ich es so oder so nicht.
Richtig schlimm allerdings finde ich es, wenn sich komplett auf KI verlassen wird ohne zu hinterfragen – nehmen wir einmal das Beispiel Wahlen und so einen Wahl-o-Mat. Ich lande regelmäßig bei einer Partei, die ich nicht wählen möchte, weil die Art der Fragestellung nur jeweils eine Antwort, aber keine Begründung und damit Relativierung zulässt. Ich kann noch selber denken, aber da der gesamte gesellschaftliche Kontext mittlerweile darauf ausgerichtet ist, es dem Individuum so einfach wie möglich zu machen (keine Sau, ich inklusive, kennt noch Telefonnummern auswendig; Grundschülern werden immer einfachere Schreibstile beigebracht; in Kindersportmannschaften gibt es auch 8. Sieger… statt einfach zu sagen, ok, ihr seid heute Letzte geworden. Schwamm drüber und nächstes Mal wird’s besser. Ich schweife ab.), sehe ich das Ganze sehr kritisch. Zumal in Hinsicht auf fake news, wenn die Fähigkeit zum eigenständigen Denken peu á peu abtrainiert wird.
Wie die meisten Themen ist auch dieses Thema sehr vielschichtig und meine zwei Cents dazu nur ein winziger Bruchteil „vons Janze“.
LG von da, wo ich sowieso immer sein will,
Marie
Wie viele Jahre habe ich auf dich eingeredet wie auf ein liebeskrankes Pferd, dass E-Books riesige Vorteile haben?!? Wie schön, dass ein Buch über Technik dich dieser Technik endlich näher gebracht hat.
Du kannst Chatty übrigens auch sagen, dass er sich das Gequatsche schenken soll. Das klappt! Und das günstigste Bezahlmodell ist erheblich besset als das ohne Gebühr.
Freut mich, dass dir das Buch auch gefallen hat.
Hab einen schönen Tag!