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Das Beste was uns nie passiert ist – oder doch?

Werbung-Rezensionsexemplar

Nach Krimi, Thriller und einem historischen Roman über Freundschaft sprang mich dieses Buch geradezu an, als ich mich nach einem anderen Buch zum Rezensieren umsah. Das Beste, was uns nie passiert ist klingt nach unerfüllter Liebe oder? War es das? Hat das Buch eine Botschaft?

Das Beste, was uns nie passiert ist- ist das so?

Manchmal muss es Liebe sein- einfach so und ohne Hintergedanken. Und ein bisschen Phantasie- wie ist das so, reich zu sein? Ein Star? Das Beste was uns nie passiert ist, erzählt genau diese Geschichte. Es ist ein schwer leichtes Buch, denn wenn man empathisch ist, dann fragt man sich im Laufe des Lesens schon das eine oder andere und bekommt vielleicht auch einen anderen Blick auf bestimmte Verhaltensweisen.

Ich bin also mit dem Gedanken an eine seichte und romantische Geschichte gestartet, wollte ein bisschen Herzklopfen, vielleicht den Prinzen auf dem weißen Pferd und schöne Bilder im Kopf. Konnte das Buch diese Sehnsüchte stillen?

Das Beste was uns nie passiert- Leseglück

Ist das Beste wirklich nie passiert oder passiert es doch?

Win, die eigentlch Whitman Tagore heißt, ist eine gefragte Schauspielerin hinduistischer Abstammung. Ihre Fans lieben sie und sie füttert sie gern mit schönen Bildern und seichten, romantischen Geschichten.

Dahinter stehen ein ausgeklügelter PR-Apparat und: Leo. Leo ist immer dann für Win zur Stelle, wenn sie positive Nachrichten braucht. Sie geben das perfekte Paar ab, sie liefern die perfekten Bilder und zeigen der Öffentlichkeit eine Beziehung, wie man sie schöner nicht erfinden könnte.

Das Beste was uns nie passiert- Leseglück

Auch Streit und die wieder Versöhnung, Affären, allem geben sie einen Raum. Beide schließen ein geschäftliches Arrangement, bei dem der Hauptbestandteil ist, dass es nie in echte Gefühle münden darf.

Natürlich liest der liebesbegeisterte Leser schon früh viel mehr heraus als die beiden Herrschaften selbst.

Sie sind beide in dieser glitzernden Welt verankert und lernen beide das Schöne und Gemeine aufs Übelste kennen.

Dann passieren Fehler- und was passiert?

Immer wieder denkt man während des Lesens: Jetzt! Jetzt! Und dann passiert das Eine oder Andere, was beide wieder voneinander entfernt und das Geschäftliche in den Vordergrund rückt.

Leo macht einen fatalen Fehler, der sich im späteren Verlauf durch eine Indiskretion offenbart. Ihr gesamtes Konstrukt droht einzustürzen.

Als Wins Mutter schwer erkrankt, ist wieder einer für sie immer erreichbar, nämlich Leo.

Das Beste was uns nie passiert- Leseglück

Er stellt sie seiner ungewöhnlichen Familie vor und endlich glauben wir, dass das Happy End bevorsteht.

Genau in diesem Augenblick wird der Albtraum wahr: Obige Indiskretion zerstört alles. Und obwohl beide sich in diesem Moment klarer als jeamls zuvor über ihre wirklichen Gefühle füreinander sind, entscheidet sich Win für ihre Karriere. Die PR-Maschinerie beginnt erneut zu rollen und es gibt Opfer.

Allerdings kommt es anders als sie denkt, denn die Fans und die Öffentlichkeit tun sich ausgesprochen schwer, mit dem Erkennen der eigentlichen Wahrheit.

Happy End oder nicht?

Das Beste was uns nie passiert ist– ein Titel, der nicht gerade Aufschluss über das Ende gibt. Und ich werde das natürlich auch nicht tun. Was wird also aus Win und Leo, was wird aus ihrer Karriere?

Nur eine Liebesgeschichte? Mein Fazit

Es ist müßig zu wiederholen: Aber gerade bei solchen Geschichten liebe ich es, wenn sich Bilder in meinem Kopf entwickeln und das gelingt den Autoren mühelos. Die seichte Luft an der Cote d’Azur, New York, die Häuser- ich war dabei.

Das Beste was uns nie passiert- Leseglück

Natürlich glaubte ich spitzfindig zu wissen, dass die beiden zusammenkommen. Und wurde sehr auf die Folter gespannt. Auch das vorzeitige (ein Frevel!) Lesen der letzten beiden Seiten halfen mir nicht wirklich weiter. Zum Glück, den so konnte ich das Ende viel besser auskosten.

Gleichzeitig lässt dieses Buch uns (zumindest mich) aber auch ein bisschen nachdenklich werden, über die ‚Last‘, die manche Stars zu (er)tragen haben. Denn wie schwierig mag es bei allen schönen und wohlhabenden Seiten sein, wenn du nie du selbst sein kannst und darfst. Auch, weil vor deinem Haus ständig Paparazzi warten und Nachrichten in der heutigen Zeit einfach in Echtzeit im Umlauf sind?

Das hat mich dieses eigentlich fast seichte Buch mit anderen Augen lesen lassen. Nennen wir es also eine Liebesgeschichte +.

Wer sollte es lesen?

Das Beste was uns nie passiert ist, ist ein leichtes Buch mit schönem Inhalt. Wenn du also auch einmal (oder immer) leichte und seichte Liebesgeschichten magst, dann bist du hier absolut richtig.

Mir hat das Buch auch wegen des Drumherums gefallen und ich habe es schnell und richtig gern gelesen.

Mögt ihr Liebesgeschichten? Was denkt ihr über diese ganze Staraufmerksamkeit?

Give your life a glow,

Eure Nicole

Der Link zum Buch ist ein reiner Hinweis. Ich verdiene nichts daran und wurde nicht für diesen Beitrag bezahlt. Herzlichen Dank an den Goldmann-Verlag und Penguin Random House, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

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6 Kommentare

  1. Oh ein leichtes schönes Buch hört sich immer gut an. 😁 Vielleicht steht es mal in meinem Urlaub im Regal. 🤭 Berühmt sein ist sicher mit vielen Einschränkungen verbunden und ich habe oft auch Mitleid mit den Stars, wenn gerade wieder etwas „aufgedeckt“ oder veröffentlicht wurde, was eigentlich niemandem etwas angeht.
    Schönen Mittwoch Nicole, liebe Grüße Tina

    1. Ja, ich finde das auch manchmal sehr befremdlich. Das Buch lohnt sich, ich bin mir sicher, dass das auch etwas für dich ist..
      Hab einen schönen Abend
      Liebe Grüße
      Nicole

  2. Aber klar mag ich Liebesgeschichten – gibt es Menschen, die die nicht mögen? OK, zu seicht sollten sie nun auch nicht sein. Aber ansonsten ist Liebe doch irgendwie das, was uns Menschen auszeichnet. Sollte man mögen, finde ich ;-)
    Zum Starrummel: Es ist definitiv übergriffig, wie viele Medien damit umgehen. Allerdings ist es auch gegenüber sich selbst übergriffig, wie manche „Stars“ ihr Leben vermarkten. Da ich aber nun mal kein Star bin und auch nie einer werde, mag ich mir eigentlich auch kein Urteil darüber erlauben, wie viel Inhalt seines Lebens man der Meute vorwerfen muss, um als Star zu überleben. Ist vermutlich nicht so ganz einfach.
    Was ich weiß: Ich stand lange Jahre beruflich quasi „unter Beobachtung“ einer gottseidank kleinen Öffentlichkeit. Je höher ich die „Karriereleiter“ stieg, desto schlimmer wurde es. Und ich habe es gehasst. Bin lieber 20 Kilometer zum Einkaufen zu fahren, bevor mich wieder mal drei Menschen im Supermarkt ansprechen und mir dringend ihre Meinung zu meinem letzten Artikel entgegenwerfen. Das Schlimmste, was ich damals je gehört habe, war: „Wir wissen, wo deine Kinder zur Schule gehen“. Da bin ich dezent ausgeflippt.
    Liebe Grüße
    Fran

    1. Wenn auch anders, so kann ich deine Eskalation und deine Gefühle definitiv nachempfinden. Und ja, auch ich finde, dass es ein schmaler Grad ist zwischen übergriffig und selbstübergriffig. Wieviel ist denn jemand bereit für den (kurzen) ‚Fame‘ zu geben? und das fängt schon bei kleinen Sachen kann. Darüber könnte ich stundenlang reden, haha. Es liegt aber auch an uns selbst, wie wir als ‚Betrachter‘ mit diesen Dingen umgehen. Und da wird es definitiv schwieriger. Nicht bei uns, aber bei einigen schon, denke ich.
      Das Buch ist trotzdem total schön, es warf nur diesen Nebengedanken auf. Und ja, ich bin wie du (ahaha ) beim Lesen und den Gedanken über die Liebe.
      Liebe Grüße
      Nicole

  3. Danke für die Vorstellung! Liebesgeschichten lese ich schon gerne mal. Der Rummel um die Stars ist Wahnsinn. Ich verstehe, wenn Stars irgendwann dabei durchdrehen und deren Beziehungen daran ab und an zerbrechen. Ehrlich gesagt ist mir mein eigener Bekanntheitsgrad manchmal schon unheimlich, wenn ich zum Beispiel im Urlaub in einem Laden von einer mir fremden Verkäuferin mit „Sie sind doch die aus dem Internet“ begrüßt werde ich oder von Kund_innen höre, wo sie mich schon überall in für mich privaten Kontext in Restaurants oder im Urlaub gesehen haben. Und das ist ja gar nichts gegen echte Promis.

    Hab einen schönen Tag!

    1. Oh ja, ich weiß, was du meinst. Und fühlst. Aber es kann auch mal schön sein, wenn es lieb und nett verpackt ist, finde ich.

      Und ich verstehe das auch bei manchen Stars, vor allen Dingen, wenn sie plötzlich riesengroß werden. Aus dem Nichts. Aber ich verstehe oft die Berater dann nicht.
      Langes Thema, nicht einfach. Aber das Buch ist dennoch ein wunderschönes und sehr lesenswert.
      Ich wünsche dir einen schönen Dienstag
      Nicole

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