Das gefühlte Alter- und wie alt bist du?

Gefühltes Alter

Ich kenne mittlerweile drei Arten von Alter: das biologische, das reale und das gefühlte Alter. Letzteres war mir immer schon im Kopf und Herzen. Gefühle sind ja immer fein, eine Auseinandersetzung mit dem Alter auch. Also: Und wie alt bist du?

Das gefühlte Alter im Vergleich zum realen Alter

Ines vom Blog Meyrose hat sich neulich in einem ihrer lesenswerten Beiträge mit dem gefühlten Alter beschäftigt und dazu aufgerufen, doch auch etwas zu diesem Thema zu schreiben. Dieser Bitte komme ich gern nach und würde danach natürlich gern erfahren, wie ihr über das gefühlte Alter denkt.

Warum ist Alter eigentlich so ein Thema?

Gefühltes Alter

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum das Alter eigentlich immer so ein Thema in unserer Gesellschaft ist. In meiner Betrachtungsweise ist Alter oder älter werden zu dürfen zunächst einmal ein großes Geschenk, denn die Alternative, die ist ja bekannt, oder?

In vielen Kulturen bedeutet Alter etwas sehr Achtenswertes, man verlässt sich auf die Erfahrung und die Weisheit eben jener Menschen, die einem das Leben interessanter, bewusster, sicherer und auch dankbarer machen können. Denn eines ist uns doch allen bewusst: Leben ist besonders!

So denke ich schon immer und nicht erst mit zunehmendem Alter habe ich das stark verinnerlicht.

Über das Alter habe ich ja schon einmal geschrieben, deshalb widmen wir uns jetzt dem gefühlten Alter und was das mit unserem wahren Alter macht.

Ich vergesse nie mein tatsächliches Alter, aber…

Tatsächlich ist es ja nicht so, dass ich mein reales Alter leugnen würde, im Gegenteil. Das wäre nach längerem Sitzen oder dem morgendlichen aus dem Bett springen  wälzen auch ehrlicherweise eine ziemliche Farce. Ein bisschen hat das ja auch was Kokettes zu sagen: Hey, ich bin über 50 (echt??). Denn wir sind dann ja schon alle auch ein Stück des Weges gegangen. Im besten Fall haben wir etwas dabei gelernt und auch was aus diesem Prozess gemacht. Außerdem unterschreibe ich, dass in diesen Jahren des Wechsels auch noch eine Menge passieren kann und wird. Und wir versuchen, jeden Tag den Glow zu finden und unser bestes Leben zu leben.

Alter früher versus heute

Ich formuliere es jetzt einmal ein wenig provokant: Die meisten 50-Jährigen meiner Jugend waren alt. Oder älter als wir es sind. Nicht in Jahren, aber in Kleidung, Musik, Ansichten. Diese Empfindung habe ich bis heute. Klar bestätigten Ausnahmen die Regel, aber oft war es so. Gefühlt und gesichtet.

Heute versuchen viele Menschen viel, um genauso eben nicht zu sein. Einigen gelingt es, einigen nun ja. Und um es klar zu formulieren: Das hat für mich nichts mit Optik zu tun.

Ich glaube, man kann viel Gutes für sich tun, sich pflegen, in seinem Stil kleiden, neugierig und interessiert bleiben, das Leben optimistisch und mit Spaß leben und betrachten. Das macht dein reales Alter nicht jünger. Aber jung im Geist und im Herzen. Was sich wiederum unweigerlich auf die Ausstrahlung auswirkt.

Wie ist das gefühlte Alter bei mir?

Tatsächlich fühle ich mich jünger, als es mein Pass und meine Geburtsurkunde aussagen. Woran ich das messe? An dem, was ich im vorangegangenen Absatz über die 50er früher schrieb. Das mag aber auch daran liegen, dass ich das Leben genieße, mit allen Facetten, dass ich dankbar bin, gesund und am Leben zu sein und dass ich Freude an einem Großteil der Entwicklung habe. Gefühlte Alter

Müsste ich es in Jahren ausdrücken, würde ich mich Anfang 30 mit dem Wissen von heute einordnen. Also nicht mehr jugendlich frisch, knackig sind höchstens mein Humor und meine Empathie, aber ich habe Spaß mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Dankbarkeit. Mit das Beste an diesen gefühlten 30 ist, dass ich genug Leben mitbringe, um zu entscheiden, was ich mag, möchte und ja auch will. Oder eben nicht.

Klar, so langsam klopfen  hämmern die Wechseljahre an die Tür. Das finde ich bisher allerdings nicht schlimm. Im Gegenteil, es zeigt sich auch, dass etwas Neues seinen Anfang findet (sogar in diesem Alter!): Die Kinder ziehen aus, vielleicht fängst du noch etwas Neues an, du definierst das Leben anders oder neu. Deines, das mit deinem Partner, deinen Freunden.

Das finde ich großartig, dass wir das heute so können. Wie schade wäre es, würden wir uns diese Chance entgehen lassen.

Und mit Jugendwahn oder Operationen hat das für mich nichts zu tun. Sondern mit dem Empfinden und meinen Gefühlen.

Das gefühlte AlterEine kleine Anmerkung: Die Fotos sind in meinem heiß geliebten Ohrensessel entstanden, den schon meine von mir sehr geliebte Ur-Oma besaß. Wenn ich darin sitze, dann bin manchmal wieder 5 Jahre alt, schaue mit ihr das Sonntagskonzert und sie sitzt auf einem Holzstuhl, weil ich immer in dem Sessel sitzen sollte. (Heute meldet sich das schlechte Gewissen, damals war ich die Königin ;))

Sich jünger zu fühlen bedeutet für mich Aufbruch

Setzt du dich hin und sagst: Boah, ich bin jetzt alt, es wird nichts mehr passieren, mein Leben ist eh vorbei,  dann wirst du dich wahrscheinlich auch alt fühlen. Drehst du den Spieß aber um und sagst: Okay, ich bin jetzt so alt, aber das und das möchte ich noch machen/lernen/erleben, dann hast du Pläne und Elan und bleibst beweglich. Das macht Lebensfreude und die ist fein.

Das Einzige, was das gefühlte Alter nicht kann, ist die Zeit anzuhalten. Deshalb finde ich Genuss, sich gut zu fühlen, zu mögen und Freude so wichtig. Es ist ja klar, dass alles, was jetzt kommt kürzer ist als das, was war. Darum sollten wir genießen, unser Leben aktiv gestalten und entscheiden, was Platz darin haben soll. Jetzt. Und zwar egal wie alt wir uns gerade fühlen oder sind.

Das gefühlte Alter bedeutet nicht, dass ich etwas zurück möchte

Gefühlte Alter

Mein gefühltes Alter bedeutet übrigens nicht, dass ich etwas zurückhaben möchte. Nein. Jedes Alter hatte seine besondere Zeit, seinen Reiz und seinen Nichtreiz. Einiges hätte ich gern vorher gewusst, klar. Einiges hätte ich gern anders gemacht, auch klar. Vielleicht sogar einiges ungeschehen gemacht. Oder früher gesehen. Aber das weiß ich ja erst jetzt und deshalb kann ich darüber sinnieren und mich erinnern, es so nicht zu wiederholen und jetzt anders oder besser zu machen.

Und dann gebe ich meinem Leben den Glow- jeden Tag.

 

Wie ist das bei euch mit dem gefühlten Alter? Jünger, älter, gleichalt? Ich bin gespannt.

 

Give your life a glow,

Eure Nicole

 

 

30 Kommentare

  1. Dein Text ist so schön! Und quasi die perfekte Ergänzung zu meinem, weil ich tatsächlich mehr über mein Warum als über mein Wie nachgedacht habe… Ich könnte bei Dir quasi alles “unterschreiben”.

    • Liebe Uschi,
      Vielen Dank, ja es stimmt, unsere Texte ergänzen sich. Ich habe bei dir auch das eine oder andere Aha mitgenommen.
      Liebe Grüße
      Nicole

  2. Liebe Nicole,

    auch du hast einen wunderbaren Beitrag zum “Altern” geschrieben. Ich war gerade bereits bei Gesa auf dem Blog und habe meine Meinung dazu dort gelassen. Ich definiere mich so gar nicht über mein Alter und solange ich mich gut fühle, ist alles in bester Ordnung. Ich frage auch niemanden nach dem Alter, da es mich gar nicht interessiert. Am schlimmsten finde ich ja, wenn jemand sagt: “Rate mal mein Alter.” Da antworte ich in der Regel nicht drauf. Ich finde, dadurch soll nur erzeugt werden, wie jung jemand doch noch wirkt, wenn er diese Frage stellt. Das ist für mich völlig zweitrangig.

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag,
    Christine

    • Liebe Christine,
      ich habe nach deinen Worten darüber nachgedacht: Ich frage auch nie jemanden nach seinem Alter. Aus den gleichen Beweggründen wie du, es interessiert mich schlicht nicht, weil jemand mit 15 Jahren viel zu sagen haben kann und jemand mit 91 ebenso. Es ist der Mensch, der zählt. Und bei mir selber ist es auch so. Außer dass ich mein Leben so mag, das es ruhig noch dauern kann;).
      Liebe Grüße
      Nicole

  3. Liebe Nicole,

    das mit dem alter ist so eine Sache. Im Kopf so um die 30 und mit dem Wissen von heute. Der Pass sagt eindeutig etwas anderes.

    Ich habe noch so viele Ideen im Kopf und um ehrlich zu sein, habe ich im Moment das Gefühl, die Zeit läuft mir weg. Warum das so ist. Frag mich nicht. Aber seit C, häufen sich die Gedanken eben mehr.

    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,
      Ideen zeugen von lebendig sein und trotzdem wird uns glaube ich allen sehr deutlich, dass die Zeit trotz allen Stillstandes rast.
      Ich wünsche dir von Herzen, dass du nach und nach alle Ideen umsetzen kannst und dabei viel Freude empfindest.
      Liebe Grüße
      Nicole

  4. Liebe Nicole, das hast Du schön geschrieben und ich bin mir sicher, Du hast viel und richtigen Glow in Deinem Leben. Und ich schließe mich Dir und einigen anderen an, früher war alt in unserem Alter, heute ist alt viel älter. Aber es gibt auch junge Menschen, die alt sind. Es ist doch die Art, wie man sein Leben lebt, jeden Tag, mit 20 und mit 60. Ich bin fast 55. An manchen Tagen gefühlt 35, an manchen 65. Ich hatte noch nie ein Problem mit Zahlen und ich mag auch gar nicht sagen, ich fühle mich jung. Ich fühle mich gut und sage oft, meine 50er sind meine besten Jahre, ich hatte lange genug Zeit mich kennen- und liebenzulernen, bin reif und vielleicht ein bisschen weise und lebe, meist ohne mich zu verbiegen. Und bin gespannt, auf das, was noch kommt.
    Herzliche Grüße und ein Drückerle
    Sigi

    • Liebe Sigi,
      Deine Empfindungen treffen meine, was jetzt unsagbar verwunderlich ist ;).
      Denn es nach dem Kennenlernen wird es ja immer noch spannender, weil wir machen, was wir mögen. Meistens.
      Ein Drückerle und liebste Grüße
      Nicole

  5. Ich gebe dir recht, früher haben die Menschen älter ausgesehen und sich auch dementsprechend verhalten. Ich glaube auch, daß ist das Zauberwort. Unseres Verhalten, verrät sehr oft wie alt oder jung man ist. Nicht umsonst sagt man, man verhalte sich erwachsen oder kindisch. Früher, ein 40 Jähriger in der Disco war ein Unding und lachhaft, heute ist es ganz normal (ok, nicht im Jahren 2020-2021 😄). Wir halten uns jünger mit verschiedenen Aktivitäten und Unternehmungen. Auch die Medizin oder Pflege, verhelfen enorm. Ich fühle mich jünger oder besser gesagt, ich nehme nicht war, wie alt ich wirklich bin. Ich habe die letzten 3 Jahre viele Frauen kennengelernt, die älter sind als ich und sie machen mir Mut, keine Angst zu sagen wie alt man wirklich ist. Liebe Grüße meine junggebliebene Nicole!

    • Liebe Mira,
      wir können wirklich auf jedes erreichte Jahr zu Recht Stolz sein. Heute verschiebt sich wirklich vieles.
      Und: Vielen Dank für das zauberhafte Kompliment.
      Ich wünsche dir eine schöne Woche.
      Liebe Grüße
      Nicole

  6. Hallo Nicole,
    Ines Meyrose hat mich auf deinen Beitrag aufmerksam gemacht. Und echt? Ich finde ihn Klasse. Gern werde auch mich auf meinem Blog diesem Thema widmen. Deine Worte hier kann ich voll und ganz unterschreiben. Mein Blog heißt 60-plus-na-und mit dem Untertitel lebe – liebe – lache und genau dieser Meinung bin. Jedes Alter hat auch schönes zu bieten, man muss es nur sehen.
    Ich freue mich, dass ich dich gefunden habe und werde mit Freude durch deine Beiträge stöbern.
    Viele Grüße
    Gudrun

    • Hallo liebe Gudrun,
      herzlich willkommen und ich freue mich, dass du hierher gefunden hast und es dir gefällt.
      Ja, jedes Jahr bietet etwas besonderes, jeder Lebensabschnitt.
      Deshalb machen wir einfach fröhlich weiter.
      Ich wünsche dir eine schöne Woche.
      Viele Grüße
      Nicole

  7. Liebe Nicole, gleich zuerst einmal – ich finde deine Bilder mit dem Ohrensessel genial und das Schöne daran ist doch, dass du dazu eine besondere Beziehung hast, es eine Geschichte dazu gibt und du damit immer an deine Ur-Oma erinnert wirst. Wie du das so schön beschrieben hast, sind meine Gedanken gleich zu meiner Oma gewandert: wenn ich diese auch im Erwachsenenalter besucht habe, so habe ich mich wieder wie das kleine Mädel gefühlt, dass in den Ferien einige Zeit bei ihr verbracht hat. Für mich hat die Zahl des Alters eigentlich nie eine besondere Bedeutung gehabt – dies ist eher bei den „runden“ Anlässen von anderen an mich herangetragen worden und hat mich auch da nicht wirklich berührt. Wir werden alle älter, da gibt es einfach keine Alternative, also hat sich mir nie groß die Frage gestellt, wie alt ich mich fühle. Natürlich bin ich den Kinder- und Teenagerschuhen entwachsen, natürlich gehöre ich noch nicht zur sogenannten “Rentnergeneration” – also irgendwas dazwischen, aber gerne nach Möglichkeit das Leben genießend, positiv in den Tag gehend und aus allem das Beste machend: gelingt logischerweise nicht immer, aber immer besser 😉
    Hab einen ganz wunderbaren Start in die Woche, einen Drücker aus der Ferne und alles, alles Liebe Gesa

    • Liebe Gesa,
      ach, ich mag deine Beschreibungen immer so gern. Denn es ist ja in der Tat so: Es gibt keine Alternative zum Älterwerden und deshalb sollten wir in der Tat im Hier und Jetzt leben und es einfach genießen, was ist. Genauso: mal besser, mal weniger gut. Leben eben.
      Auch da teilen wir viel. Und Erinnerungen sind auch immer kostbar.
      Ich drücke dich und wünsche dir eine feine Woche,
      Nicole

  8. Es ist oft tagesabhängig, wie alt ich mich fühle. Manchmal könnte ich Bäume ausreißen, manchmal fühle ich mich wie 90. Aber ich denke, es geht vielen Menschen so. Der Ohrensessel ist klasse.

    Liebe Grüße Sabine

    • Liebe Sabine,
      haha, ja genau, manchmal fühle ich mich auch wie 90. Aber es ist immer gut, wenn wir zwischendurch dann wieder Bäume ausreißen können.
      Hab eine schöne Woche und liebe Grüße
      Nicole

    • Ich schließe mich Sabine an. Das gefühlte Alter ist bei wirklich tagesform abhängig. Ansonsten habe ich kein Problem, dass andere wissen, wie alt ich bin. Mir darüber Gedanken zu machen, für wie alt mich anderen halten könnten, kommt mir zum Glück seit Jahren nicht mehr in den Sinny.
      BG Sunny

      • Liebe Sunny,
        Ich halte es auch so, dass ich nicht groß darüber nachdenke, aber manchmal gibt es ja dezente Hinweise;).
        Deshalb machen wir uns einfach eine altersunabhängig gute Zeit.
        Liebe Grüße
        Nicole

  9. Hey, ich hatte darüber auch erst kürzlich geschrieben und was soll ich sagen- ich verbinde viel mit jedem Alter und schaue auch gerne zurück, sehe mich aber auch gerne in der Gegenwart :).
    Liebe Grüße!

    • Liebe Jenny,
      Ich empfinde das auch so und freue mich, dass du diese Ansicht teilst. Mein Gefühl ist nur, dass mit zunehmendem Alter etwas mehr Gelassenheit eintritt.
      Hab einen schönen Abend und
      Liebe Grüße
      Nicole

  10. Schön schaust Du aus im Sessel Deiner Ur-Oma.
    (Wie Du überhaupt immer sehr ansprechende und gut illustrierende Fotos von Dir zeigst, das wollte ich schon lange mal sagen!).
    Es gibt ein imaginäres Bild, das ich als feministische Frau verinnerlicht habe:
    “Unsere Vorfahrinnen/Vorkämpferinnen sind die Frauen, auf deren Schultern wir stehen.”
    Daran erinnert es mich, wenn Du im Sessel Deiner Ur-Oma sitzt. Sehr stärkend finde ich das.
    Bei Ines habe ich ja schon einiges übers Alters-Fühlen erzählt. Hier möchte ich nichts wiederholen.
    Nur soviel:
    Hach, süße 50! Da habe ich nochmals geheiratet und das war die beste Entscheidung meines Lebens. Das war vor 20 Jahren und kommt mir vor wie kürzlich…
    50 fand ich toll, 60 interessant, 70 finde ich nun nicht mehr ganz so charmant, aber ich bin froh, dass ich so alt werden darf. Viele Freunde und Freundinnen haben es nicht erlebt.
    Mit 50+ hast Du eine sehr gute Zeit vor Dir.
    Alle herzlich guten Wünsche dafür von Sieglinde

    • Liebe Sieglinde,
      Lieben Dank für das schöne Fotokompliment. Du glaubst gar nicht, was mir das bedeutet.
      Meine Ur-Oma war in der Tat eine mich sehr beeindruckende Frau. Obwohl ich noch ziemlich klein war. Und dein Motto ist einfach so wahr: Denn wir leben, was diese Frauen für uns erkämpft und erarbeitet haben. Und das war und ist ganz schön viel.
      Ich finde es bewundernswert, was bei dir in den Fünfzigern passiert ist.
      Du weißt ja, wie sehr ich deine Lebensfreude und die Einstellung dazu mag und schätze. Deshalb glaube ich, dass du auch in deinem 70ern eine richtig gute Zeit haben wirst.
      Denn du hast das Leben und seine Bedeutung ganz tief in dir.
      Und es ist schön, dich dabei zu begleiten.
      Alles Liebe
      Nicole

  11. Danke erst einmal, dass Du mit einem Beitrag zu dem Thema dabei bist! Deine Fotostrecke finde ich total schön dazu, die sieht so entspannt aus. Den Sessel würde ich auch in Ehren halten.

    Die lustigste Fehleinschätzung zum Alter hatte ich vor zwei Jahren im Hochseilgarten. Ich war mit einer Freundin, die eine sehr schmale, knabenhafte Figur mit cellulitefreien Beinen hat, zusammen in kurzen Hosen Klettern. Ich rief nach dem Guide, weil ich an einem Element nicht weiter kam und einen Tipp brauchte. Der Guide bekam das nicht mit, so bat ich eine quasi unter uns stehende Mutter, die auf ihre Kindern wartete, nach ihm zu rufen. Und was rief sie: “Die beiden Mädchen da oben (ja, das war echt hoch da!) brauchen Hilfe!” Er guckte, und wusste nicht, wer gemeint ist …

    Meine Freundin freut sich heute noch über die „Mädchen“ und ich frage mich heute noch, ob die Frau keine Augen im Kopf hat. Fazit: Von unten betrachtet sehen wir in sportlichen Klamotten wohl jünger aus als face-to-face beim Bezahlen und Einkleiden in das Kletterzeug.

    Von dem Guide bekamen wir am Ende, wir waren da schon öfter, immer eine Medaille, weil wir so tapfer geklettert sind. Den Satz „für Euer Alter“ hat er sich zum Glück dabei nie getraut!

    So viel zum Thema optisches Alter und Perspektive …

    • Liebe Ines,
      Erst einmal: Ich habe sehr gern mitgemacht, Danke für deine tolle Idee.
      Ich musste gerade lachen: von unten sehen wir jünger aus. Es ist immer eine Betrachtungsweise und vermutlich ist ‚Mädchen‘ eine schönere Anrede als hätte sie etwas anderes gefunden. Also: Lächeln und freuen.
      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und schicke dir liebe Grüße
      Nicole

  12. Guten morgen liebe Schwester! Wie Du weißt fühle ich mich derzeit schwer nach Aufbruch, was wohl immer etwas mit ‘jung’ zu tun hat…
    Und ich genieße es…
    Aber was stilvolles kleiden im Alter betrifft bin ich voll bei Dir. Ich fände es einfach kindisch mir mit ü50 noch Minirock oder Bauchfrei anzutun….das wäre m.E. peinlich und hat nichts mit dem jung fühlen zu tun…
    Die Antwort in Zahlen lautet: 36 🤭

    • Hey Schwester,
      36 und nicht bauchfrei klingt schwesterlich. Und den jugendlich positiven Aufbruch wünsche ich dir aus tiefstem Schwesterherzen, das weißt du ja.
      In diesem Sinne und unter uns Schwestern in den gefühlten 30ern ;))
      Liebste Grüße
      Nicole

  13. Guten Morgen Nicole ,
    “Jeder Tag der dazu kommt, macht mein Leben spannend” dieser Satz ist schon lange meiner.
    Auch die grauen, unmöglichen,chaotischenTage gehören dazu und mein Umgang, meine Strategien damit umzugehen und zurecht zu kommen, finde ich spannend und herausfordernd….spannender als die Auseinandersetzung mit kalendarischem, biologischem und gefühlten Alter…
    Die Altersforschung (und die Literatur) bringt es auf den Punkt: “Alt sind immer nur die Anderen”.
    Ich kenne 80 & 90jährige, die dankbar und zufrieden in die Zukunft schauen und sich freuen, dass sie Vieles noch erleben und genießen können und nicht darüber klagen, dass Brille, Hörgerät und Rollator jetzt dazu gehören…Alles richtig gemacht, oder???
    Dazu noch ein Lesetipp: Silvia Bovenschen, “Älter werden” und eigentlich alle Bücher dieser interessanten Frau.
    Freundliche Grüße und genießen Sie den sonnigen Tag !
    Ihre ältere Leserin Marie

    • Liebe Marie,
      vielen Dank für den Lesetipp. Das kingt in der Tat sehr interessant. Ich mag Ihre Einstellung zum Thema sehr, denn so sehe ich es ja auch.
      Zufriedenheit und Akzeptanz sind in der Tat die Schlüsselwörter, natürlich auch Gesundheit, dann klappt es auch mit dem Alter ;). Aber wir sollten aus jeder Situation das Beste machen.
      Einen sonnigen Sonntag und viele Grüße,
      Nicole

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