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Leseglück: Der Geheimbund

Donnerstag ist wie immer Zeit für das Leseglück. Heute werden wir uns mit dem Buch Der Geheimbund näher beschäftigen. Es ist ein für mich faszinierendes Buch. Aus vielen Gründen. Zudem ist es wieder eines dieser unisex Bücher, will sagen, sowohl der Mann als auch ich haben es gelesen. Und dieses Buch ist… vieles.

Der Geheimbund von Daniel Silva

Dieses Buch ist ein in der Isolation gelesenes Buch. Der Geheimbund ist allerdings nicht das erste Buch des Autors, welches ich verschlungen habe. Allerdings gab es da diesen Blog noch nicht und somit habe ich es euch auch im Leseglück nicht vorgestellt. Der Geheimbund=Leseglück

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Aber so unheimlich mir Geheimdienste sind, so sehr faszinieren mich auch Geschichten darüber. Und genau darum geht es auch im Geheimbund. Gabriel Allon ist nicht nur der Star unter den Agenten des Mossad und jetzt der Direktor, er ist jüdischen Glaubens, aber auch ein Freund des Papstes. Und wie ihn das Buch darstellt, ein Vieleskönner und Vieleswisser.

Was sich auf den ersten Klang vielleicht uncharmant anhört, das macht genau die Wirkung dieses Mannes aus.

Worum geht es in der Geheimbund?

Während sich Gabriel Allon zu einem wohlverdienten Urlaub mit seiner Familie in Venedig aufhält, erreicht ihn eine schreckliche Nachricht: Der Papst ist tot.

Obwohl herzkrank, kommt diese Nachricht dennoch völlig überraschend. Der trauernden und auch der nicht-trauernden Öffentlichkeit wird die Mitteilung gemacht, er sei an einem Herzinfarkt gestorben. Das Konklave soll schnellstmöglich zusammentreten. Der Geheimbund=Leseglück

So weit, so tot. Aber es gibt einige Ungereimtheiten und Zweifler, die nicht an einen natürlichen Tod des katholischen Kirchenoberhaupts glauben.

Zu ihnen gehört Luigi Donati, der das Amt des Privatsekretärs des Pontifex innehat. Er wird natürlich sofort aus Amt und Würden enthoben. Allerdings hat er es kurz davor noch geschafft, die danach versiegelten Gemächer des verstorbenen Papstes aufzusuchen. Und dabei fällt ihm auf, dass ein Brief des Toten an Gabriel Allon verschwunden ist.

Er kontaktiert ihn also zum Leidwesen von Allons Frau Chiara, die so sehr auf Urlaub und Planung der Zukunft gehofft hatte. Und bittet um seine Unterstützung und Hilfe bei der Lösung dieses mysteriösen Todes.

Neugier geweckt, Allon ermittelt

Da Allon aber eben sowohl dem Papst als auch Donati verbunden ist, nimmt er seine Ermittlungen auf. Dabei bemerken sie, dass nicht nur eben jener Brief verschwunden ist, sondern auch ein Schweizer Gardist. Es wird also immer klarer, dass der Papst quasi sterben musste.

Unter Aufwendungen aller Möglichkeiten, die ihm seine Geheimdiensttätigkeit bietet, pirschen sich die beiden Männer nun näher und näher an das Rätsels Lösung heran.

Ich bin immer wieder fasziniert (und verunsichert zugleich), was bei der Überwachung alles möglich zu sein scheint. Wie Dinge am Ende ans Licht kommen, wie offen Dinge zutage treten können.

Das Konklave steht jedoch unter keinem guten, sondern eher einem korrupten Stern und das finden Donati und Allon sehr schnell heraus. Die katholische Kirche soll untergraben werden. Von wem? Von eben jenem Geheimbund, der  dem Buch den Titel verlieh. Es handelt sich dabei um einen äußerst mysteriösen Orden religiöser Extremisten, die einen Zusammenschluß mit den rechten ‚Mächten‘ Europas eingegangen sind.

Gibt es eine Aufklärung?

In Der Geheimbund geht es um Geld, Schmiergeld, Beeinflussbarkeit, Verschwörungen und vieles, was im Untergrund schwelt. Wie genau das Buch ausgeht, erzähle ich euch selbstredend nicht.

Und ja, es gibt eine Aufklärung.

Der Geheimbund=Leseglück

Wie mir das Buch gefallen hat

Daniel Silva hat für mich einen sachlich-bildhaften Schreibstil. Er schafft es, diese mir leicht unheimliche Welt des Geheimdienstes mit so viel Farbe zu versehen, dass man mit in Italien weilt, den Dialogen fein folgen kann und (zumindest ich) eine Vorstellung der Personen entwickelt.

Darum: Ja, das Buch hat mir sehr gefallen und es war definitiv nicht das letzte des Autoren, was ich (wir?) gelesen habe(n). Es war also Leseglück.

Wie findet ihr diese Geheimdienstthematik? Seid ihr auch verwirrt interessiert so wie ich? Ist das Buch etwas für euch?

Give your life a glow,

Eure Nicole

 

Der Link zum Buch ist KEIN Affiliatelink, sondern nur ein Hinweis. Ihr bekommt das Buch, natürlich, bei allen üblichen Quellen und ich werde nicht müde, euch auf die örtlichen, qualifizierten und immer freundlichen Buchhändler hinzuweisen

 

8 Kommentare

  1. Mir gehts ein bisschen wie Ines: ich finde das ist Realsatire pur bei Kirchens. Schlimmer geht nimmer.
    Und ob dann der Papst ermordet wird, darauf kommts mir auch nicht mehr an. Wenn er denn qua Amt nicht so einflussreich wäre…
    Geheimdienstgeschichten sind „verwirrend interessant“, wie Du schreibst. Sie zeigen ja auf, dass es eine machtvolle Parallelwelt gibt, die eigentlich sonst nicht zugänglich ist. Das verwirrt mich, aber im Moment interessiert es mich nicht. Obwohl es gerade in diesen konfliktreichen Zeiten extrem wirksam und aktiv ist, was ich wohl weiß.
    Also, im Moment leider kein Buch für mich. Ich brauche derzeit etwas fürs Gemüt…
    Da liegt noch ein dickes Buch über viele Briefe an Obama hier bei mir… das erscheint mir geeigneter…:-)
    Herzlich, Sieglinde

    • Liebe Sieglinde,
      ja, das Argument kann ich gut verstehen, obwohl es dem Buch ein wenig Unrecht tut. Am Dienstag kommt etwas fürs Gemüt, du wirst sehen.
      Und die Briefe und ihre Geschichte, die sind auch dafür.

      Liebste Grüße und ein schönes Wochenende
      Nicole

  2. Die Bücher von Ellen Sandberg mag ich sehr, sind bei mir im Blog zu finden. Bin gespannt, welches Du gerade liest und wie es Dir gefällt.

    Ja, mein aktuelles wird auch dort erscheinen – am 17.5. zum offiziellen Veröffentlichungstag, wenn ich es bis dahin durch habe. Darf schon vorab ein Rezensionsexemplar vom Verlag lesen.

  3. Die Geheimdienstthematik finde ich spannend, früher hätte ich das Buch gerne gelesen. Auf so eine Kirchengeschichte habe ich heute aber keine Lust mehr. Was in der katholischen und anderen Kirchen real alles passiert, ist so abstrus, dass es kaum eine Buchphantasie toppen kann. Das ist nicht mehr persiflierbar.

    Es ist schon interessant, in was für Phasen Bücher für mich passen oder nicht. Gerade lese ich eins, das in den letzten zwei Kriegsmonaten 1945 in Berlin beginnt. Bombennächte, Zerstörung und Vergewaltigungen durch besetzende Russen … da wird einem gerade noch mehr schlecht als immer schon beim Lesen. Lesevergnügen geht anders.

    Was liest Du gerade?

    Herzliche Grüße
    Ines

    • Ja, du hast schon Recht. Auch ich finde das aus vielen Gründen alles furchtbar. Dennoch sehe ich eben auch, dass es Gutes gibt. Und dieses Buch ist ja (hoffentlich) Fiktion. Darum kann ich da für mich ganz gut trennen. Verstehe aber deine Begründung durchaus.

      Ja, Gschichte wiederholt sich (leider). Ich habe meine Thematiken in den letzten Jahren echt erweitert, das, was du gerade liest, lese ich auch mittlerweile häufig. Weil mir Erzählungen aus der Zeit ‚fehlen‘.
      Im Augenblick lese ich gerade ein Buch von Ellen Sandberg, die mag ich. Kommt hier demnächst..

      Deines werde ich sicher auch bei dir finden, 0der?
      Liebe Grüße
      Nicole

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Autor

Nicole

Life with a glow ist mein Lifestyle Blog, in dem ich über das Leben ü40/ü50 schreibe. Spaß, Freude und Neugier sind niemals eine Frage des Alters sondern der Einstellung. Ich freue mich auf euch!

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