lockerungen Life with a glow
Gedanken,  Kolumne

Lockerungen- ja, ist es denn schon vorbei?

Um es direkt vorweg zu nehmen: Ich freue mich über die Lockerungen- sehr. Allerdings verhält es sich dabei wie mit dem eiskalten Wasser: Einige springen kopfüber hinein, ich bin mehr der ‘Ich halte erst mal den großen Zeh hinein’ Typ.

Zurück zum Alltag durch Lockerungen- eine Zwischenbilanz

Unser alltägliches Leben wurde in den letzten Monaten pandemiebedingt ganz schön ausgebremst, wenn nicht gar teilweise sogar zum Erliegen gebracht. Ich finde, das hat einiges an guten Dingen ausgelöst, aber war und ist natürlich nicht für alle gut gewesen. Deshalb war klar, und die Rufe wurden ja auch immer lauter, dass es Lockerungen geben muss.

Das finde ich auch gut und richtig. Jetzt kommt jedoch mein großes ABER: Mit welcher Geschwindigkeit das ging, war mir persönlich in einigen Bereichen zu schnell. Die Geschwindigkeit einiger Menschen allerdings auch.

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Wie sehen die Lockerungen aus?

Die Lockerungen sind, bedingt durch den Föderalismus, nicht in allen Bundesländern gleich. Die einzelnen Maßnahmen sind aber online abrufbar.

Die Lockerungen unterliegen dennoch strengeren Auflagen, um einer steigenden Infektionszahl vorzubeugen. Das finde ich gut und richtig, auch wenn es natürlich für viele Gastronomen immer noch Einbußen bedeutet. Mir gefallen die Abstände und das manche, früher übervolle Restaurants jetzt diese Distanz wahren müssen.

Ich mochte es noch nie, wenn der Nachbartisch aktiv am Gespräch teilnehmen konnte. Wie empfindet ihr das?

Meine Erfahrungen mit den neuen Maßnahmen

Auch wir waren neulich mal wieder ‘rein shoppingtechnisch’ unterwegs. In einigen Läden läuft es relativ normal ab. Das Nutzen eines Einkaufskorbs finde ich recht widersprüchlich, da ich dort keinen Abstand sehe. Viele der Geschäfte bieten Umkleidekabinen eingeschränkt an, was einerseits gut ist, aber bei einigen Leuten Distanzlosigkeit hervorruft.

Ich verstehe die Maskenpflicht, finde ihre Umsetzung manchmal ganz leicht beschwerlich und ich denke, die Brillenträger unter uns wissen warum. Das ist etwas, worauf ich mich definitiv freue, wenn es vorüber ist. Wobei ich glaube, das wird uns noch einige Zeit begleiten.

Womit ich mich wirklich schwer tue ist der Parfümeriebesuch. Gar nichts auszuprobieren können, macht es gerade in diesem Bereich doch schwierig.

Wenn ich genau weiß, was ich will, dann ist es ok. Aber einen neuen Lippenstift oder eine neue Foundation anzuschaffen, ist eine Herausforderung, findet ihr nicht?

Was mich befremdet- denn das Virus ist nicht weg

Die Menschen, die sich jetzt wieder kopfüber ins Getümmel und Besuche stürzen, rufen bei mir ein wenig Kopfschütteln hervor. Ich muss zugeben: Ich habe mich schneller an die eingeschränkten Maßnahmen gewöhnt, als jetzt zurückzukehren.

Denn wenn ich sehe, wie sich wieder öffentlich umarmt wird, wie in Parks Zusammenkünfte stattfinden, dann habe ich doch ein bisschen Angst vor der Zunahme der Neuinfektionen und einem neuen Lockdown- denn das ist ja zweifellos die daraus resultierende Konsequenz. Wie seht ihr das?

Das Virus ist ja immer noch sehr präsent. Wir haben das hier in der Stadt gesehen, als sich nach einem Gottesdienstbesuch vierzig Menschen infiziert hatten.

Wie halte ich es mit den Lockerungen?

Ich versuche, das Risiko gering zu halten. Ja, wir gehen wieder essen. Aber nur als Familie. Ganz langsam möchte ich auch wieder Freundinnen treffen.

Einkaufen gehe ich immer noch nur nach Bedarf, shoppen erst Recht. Ich finde es immer noch wichtig, den Pegel niedrig zu halten. Denn auch, wenn wir es nicht sehen: Das Virus ist da und es ist schneller als wir.

Natürlich sollten wir alle die Wirtschaft unterstützen, soweit es möglich ist. Aber auch hier kann man achtsam und umsichtig sein. Was ich mir sehr wünsche. Von allen.

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Zurück zur Normalität- Lockerungen sind kein Freifahrtschein für Gesundheit

Die Lockerungen sind, ähnlich wie die getroffenen Maßnahmen, meiner Meinung nach richtig und wichtig. Aber ähnlich wie bei allem im Leben sollten wir diesen mit Achtsamkeit und Respekt begegnen. Für alle ist es eine Erleichterung und ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir sehr gut durch diese Krise gekommen sind. So etwas sollten wir nicht leichtsinnig über Bord werfen und lieber öfter einmal den großen Zeh ins Wasser halten, als direkt den Kopfsprung zu wagen.

Wie seht ihr das? Wie verhaltet ihr euch? Was ist eure neue Normalität?

Give your life a glow, enjoy relaxation but still help to flatten the curve,

Nicole

4 Comments

  • miras_world_com

    Ganz ehrlich, ich brauche dazu nichts mehr zu sagen. Ich empfinde es genauso und ich sehe alles genauso wie du. Wenn ich manche Situationen beobachte, da frage ich mich ob einige nicht mitgekriegt haben, was wir 2 Monate durchgemacht haben. Und die Maske… hoffentlich ist sie bald weg, es ist für viele unzumutbar sie die ganze 8 St. während der Arbeit zu tragen. Liebe Grüße!

  • Wonderful Fifty

    Liebe Nicole, nach deinem Kommentar zu meinem Beitrag war ich schon auf deinen diesbezüglichen Post gespannt und freue mich heute bei dir darüber zu lesen. Ich finde es ohnehin immer wieder interessant, dass wir gerne zu ähnlichen Themenbereichen greifen. Ich habe unter dem Look-Down nicht wirklich sehr gelitten und habe daher auch nach den Lockerungen nicht den Drang, diese alle bis zum Anschlag auskosten zu müssen. Dein Vergleich mit dem eiskalten Wasser ist genial; ich bin ohnehin auch jemand, der in kälteres Wasser – was bei mir bedeutetet, Wasser unter 25 Grad – nur sehr langsam eintaucht und auch zuerst mal mit den Zehen vorsichtig testet. Genauso verfahre ich mit der Aufhebung der Einschränkungen. Vielen Dank für diese wieder mal wunderbare Beschreibung.
    Hab einen tollen Start in die Woche und alles Liebe

    • Nicole

      Wasser unter 25 Grad ist aber auch ein No-Go, liebe Gesa!
      Ich finde unsere Gemeinsamkeiten und Einstellungen sehr belebend und spannend.
      Mir erging es wie dir mit dem Lockdown.
      Vielen Dank für deine lieben Worte.
      Hab eine schöne Woche und ich sende dir liebe Grüße
      Nicole

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