
Die eine fühlt heiße Liebe für den Sommer, die andere fühlt eher die Sehnsucht nach kühleren Jahreszeiten. Dennoch kommt er ja von Ferne schon angelaufen: der Sommer. Darum unterhalten wir uns heute in unserem Blogtalk über dieses Thema und ich bin sehr gespannt, ob Ines nicht doch die eine oder andere kleine Sympathie mit ihm hegt.

Sommer- das Thema des Talks mit allem, was ihn für uns ausmacht
Nicole: Guten Morgen, heute möchte ich mit dir über ein Thema sprechen, dass eigentlich so gar nicht deins ist: den Sommer. Beziehungsweise was für uns zum Sommer immer dazugehört. Bist du dabei?
Ines: Na klar bin ich dabei! Nur, weil ich den Sommer nicht mag, lässt er sich aus meinem Leben schlecht ausradieren. Also muss ich da durch. Und weil ich dafür bekannt bin, mir das Leben möglichst schön zu machen, habe ich natürlich auch Sachen in petto, die mir den Sommer versüßen.
Pro und Contra für die warme Jahreszeit
Nicole: Fangen wir mit dem nicht so Schönen an: Was magst du nicht am Sommer?
Ines: Zehn Gründe gegen den Sommer findest du in meinem Blogbeitrag „Sommerliebe, nicht“. Die Kurzfassung lautet: Der Sommer macht, dass ich mich krank und belästigt fühle. Wer mag das schon? Ich nicht. Und falls es mal nicht heiß ist, meckern die Sommerliebhaber_innen herum. Der Sommer will einfach zu viel von einem! Du bist ein Sommerkind. Was liebst du am Sommer?
Nicole: Ich liebe fast alles daran. Ich mag die Wärme, die leichte Luft, den Duft des Sommers, die Speisen, die allgemeine Leichtigkeit, das Licht, dass es lange hell ist und dass ich das Gefühl habe, dass viele Menschen (außer dir) den Sommer sehr gerne mögen und dadurch bessere Laune haben. Außerdem gefällt mir, dass man sich so leicht anziehen beziehungsweise leichte Kleidung tragen kann und sich so alles ein bisschen luftiger anfühlt. Und auch, wenn ich mich mit vielen Jahreszeiten mittlerweile arrangiert habe, er ist und bleibt meine liebste Jahreszeit.

Wenn es denn doch etwas gibt (Wetten?): Was magst du daran?
Ines: Ich mag am Sommer, dass ich abends auf der Hunderunde keine Jacke brauche und es dabei hell ist. Morgens im Hellen aufzuwachen, ist auch schön.
Nicole: Dann ist ja zumindest ein bisschen was Positives für dich. Was du nicht am Sommer magst, weiß ich und du hast ja noch einmal darauf hingewiesen. Interessiert dich, was ich daran nicht mag?
Ines: Na klar.
Nicole: Ich mag keine Gewitter und ich hasse Mücken und dieses ganze Ungeziefer, was dabei so herum kreucht und fleucht. Das könnte man von mir aus gerne abschaffen. Und mittlerweile mag ich es auch nicht mehr, wenn es zu heiß ist. Wie versuchst du dir den Sommer trotzdem angenehm zu gestalten?

Ines: Ich vermeide es, in der Sonne zu sein. Als Drinnie fällt mir das nicht schwer. Draußen bin ich dann am liebsten im Wald. Zecken-/Mückenschutz ist dabei natürlich Pflicht.
Ab 25 Grad gehört ein Fächer inzwischen zu meinen Pflichtbegleitern.

Außerdem achte ich auf luftige Kleidung, die mich dennoch bedeckt.

Nicole: Ich hätte vor ein paar Jahren niemals gedacht, dass ein Fächer eine derart hohe Wirkung erzielen kann. Ein Restaurantbesitzer auf Mallorca hat mir an einem besonders heißen Abend einen solchen als Werbegeschenk vermacht und seitdem bin ich auch im Team Fächer und finde diese Teile super.
In der Sonne bin ich eigentlich auch fast nie, es sei denn, es lässt sich nicht vermeiden, zum Beispiel im Urlaub beim Schwimmen oder beim Strandspaziergang. Ansonsten findest du mich trotz meiner großen Sonnen- und Sommerliebe immer im Schatten.
Benutzt du jeden Tag (im Sommer) Sonnenschutz?

Ines: Gesichtscreme mit LSF 50 benutze ich ganzjährig wegen Rosazea im Gesicht. Im Sommer achte ich darauf, dass Nacken und Dekolleté auf alle Fälle genug davon abbekommen. Wenn ich weiß, dass ich in die Sonne gehe, creme ich auch die Arme ein. Weil ich primär lange Sommerhosen oder längere Kleider trage, lasse ich die Beine meistens aus. Hätte ich die Rosazea nicht, würde ich im Sommer LSF 50 verwenden und im restlichen Jahr nur LSF 30. Wie schützt du deine Haut vor Sonnenschäden?
Nicole: Wenn ich im Urlaub bin, selbst im Schatten, creme ich immer mit Lichtschutzfaktor 50. Immer. Im letzten Sommer hatte ich im Gesicht LSF 25 von Doctor Eckstein, wie du weißt und das war gut. In diesem Jahr werde ich einen 50er Schutz für das Gesicht ausprobieren, bei dem ich natürlich ein besseres Gefühl habe.

Ansonsten halte ich es wie du: Wenn ich weiß, dass ich in die Sonne gehe, creme ich mich ein, also Arme, Beine, Dekolleté, je nachdem was frei liegt. Das Gesicht bekommt im Sommer jeden Tag Lichtschutzfaktor, im Winter gar nicht.
Benutzt du etwas für den Kopf?
Ines: In jedem Sommer bin ich wieder erstaunt, wie intensiv deine Haut trotz des Sonnenschutzes bräunt. Aber in Südeuropa am Pool bekommt man natürlich auch im Schatten mehr Sonnenstrahlen ab, als wenn man durch die Fischbeker Heide läuft.
Auf den Kopf kommt in Zweifelsfall ein Sonnenhut. Meine Haare sind dicht genug, so dass ich im Normalfall dort keinen Sonnenbrand bekomme. Würden sie lichter, würde ich dafür ein Sonnenschutzspray verwenden – oder noch öfter einen Hut tragen. Ein Accessoire ist natürlich Pflicht: Sonnenbrille!

Im Gesicht ist mir ansonsten noch mattierender Puder wichtig, der auch beim Schwitzen bleibt. Im Gegensatz zu dir stehe ich da nicht so auf „Glow“. Zum Glück funktioniert mein liebster Puder ganzjährig, so dass ich nicht umstelle.

Routinen im Sommer
Ines: Was machst du im Sommer bei Make-up anders?
Nicole: Im Urlaub benutze ich tatsächlich auch ein Sonnenspray für die Haare, zu Hause mache ich das nicht. Das fettet so.
Ich denke aber, dass ich mir in diesem Jahr doch auch mal wieder ein Cap zulegen werde, weil mein schicker Sonnenhut, den ich mir gekauft habe auf Mallorca leider nicht so windsicher ist, wie gedacht.
Zu Puder habe ich ein ambivalentes Verhältnis: Ich mag es eigentlich, aber nicht an mir, denn ich fühle mich dann immer so zugedrückt, falls du verstehst, was ich meine. Ich habe immer das Gefühl, das liegt so auf meiner Haut, dass sie nicht atmen kann, obwohl ich tatsächlich immer ‚gute‘ Puder benutzt habe. Und mit meiner neuen Foundation benötige ich auch keines.
Und eine Sonnenbrille versuche ich zu tragen, so oft es geht. Mich nervt jedoch, wenn ich unterwegs bin das Wechseln zwischen Sonnenbrille und richtiger Brille. Denn anders als mein Mann, kann ich in einem geschlossenen Raum nicht mit einer Sonnenbrille sehen oder gehen, das verunsichert mich. Wie ist das bei dir?
Ines: Ich kann in geschlossenen Räumen mit Sonnenbrille sehen und gehen, konzentriere mich dabei aber sehr, um nicht zu Stolpern oder etwas zu übersehen. Angenehmer ist es dann schon ohne Sonnenbrille. Der Wechsel nervt mich auch – bzw. dass ich immer eine zweite Brille mit mir herumschleppe. Wegen der Gleitsichtgläser ist es nicht mehr mit dem Absetzen der Sonnenbrille getan, wenn ich etwas lesen können möchte. Stichwort Speisekarte …
Eine Freundin ist gerade begeistert von ihrer Sonnenbrille mit nach unten heller werdendem Verlauf. Damit kann sie draußen auch auf viel besser dem Smartphone lesen oder im Auto Sachen im Cockpit erkennen.
Zum Thema Puder noch einmal: Dann brauchst du entweder keinen Puder oder hattest bisher die falschen für deine Haut – so gut sie bei anderen auch sein mögen. Das liegt ja sehr individuell an der Haut.
Nicole: Wahrscheinlich klingt das bescheuert, aber ich hab immer das Gefühl, ich habe dann Staub im Gesicht, weißt du wie ich das meine? Und deswegen brauche ich vielleicht wirklich keinen.
Make-up Routine im Sommer

Ines: Was machst du im Sommer bei Make-up anders?
Nicole: So viel verändere ich im Sommer nicht. Das einzige, was sich verändert, ist, dass ich weniger beziehungsweise keine Foundation benutze, sondern dann tatsächlich nur einen flüssigen Concealer an Stellen, wo es notwendig ist. Das passiert aber erst, wenn ich ein bisschen angebräunt bin.
Ich bin etwas verwundert, dass du mich tatsächlich gebräunt findest. An mir nehme ich das gar nicht so wahr.
Eines ist beim Sommer Make-up noch anders bei mir: Ich benutze im im Sommer gerne leuchtenden oder dunkleren Lippenstift, wobei dunkel relativ ist. Im Winter dagegen setze ich auf helle Farben. Warum das so ist? Keine Ahnung. Wie ist das bei dir?
Kurz noch einmal zur Sonnenbrille: Das mit der Sonnenbrille deiner Freundin klingt ziemlich interessant. Ist das dann auch eine Gleitsichtbrille oder eine normale? Hast du eine Gleitsichtsonnenbrille?
Ines: Lustig, auf hellere Lippenstifte habe ich eher im Sommer Lust – also andersherum.
Die Verlaufsbrille meiner Freundin ist auch eine Gleitsichtbrille. Ich habe seit 2025 eine Gleitsichtsonnenbrille, weil das beim Autofahren besser für mich ist und ich unterwegs auf dem Smartphone ohne nichts mehr lesen kann.
Was unseren Flüssigkeitshaushalt erfreut
Ines: Was ist, neben Wasser, dein Sommergetränk? Ich trinke an heißen Tagen abends gerne Aperol Spritz mit klirrenden Eiswürfeln oder kühlen Roséwein.

Nicole: Bei dem gekühlten Roséwein bin ich sofort dabei, allerdings natürlich in Maßen haha. Für Aperol habe ich mich nie erwärmen können, da mag ich nur die alkoholfreie Variante. Ich mag im Sommer sehr gerne Maracujaschorle und auch selbst gemachte Limonaden. Besonders gerne mit Zitrone. Und ich würde mich riesig freuen, wenn ich in Deutschland einen Supermarkt finden würde, der mein geliebtes Lemon Soda aus Italien hat. Oder wie ich gerade entdeckt habe, gibt es in Italien auch von Schweppes ein Limonengetränk. Das schmeckt viel besser als das, was es hier gibt und das mag ich sehr sehr gern.

Unser Essen im Sommer- haben wir besondere Gelüste?
Nicole: Gibt es besondere Speisen, die du nur im Sommer isst?
Ines: Selbstgemachtes Eis gibt es bei mir nur in der warmen Jahreszeit – wobei es mir im Winter auch schmecken würde.
Ansonsten kann ich sogar deftige Suppen und Eintöpfe im Sommer essen. Ich vermute, dass das an dem Elektrolytgehalt liegt, der mir gut tut.

Nicole: So ähnlich ist es bei mir auch. Im Prinzip esse ich, auch wenn wir Kaffee trinken gehen, im Winter immer Kuchen und im Sommer immer Eis. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Und tatsächlich ist es so, dass ich bestimmte Sachen im Winter weniger esse. Zum Beispiel bestimmte Salate oder kalte Speisen. Und ob ich einen Weißkohl Eintopf im Sommer essen würde, weiß ich auch nicht. Suppe hingegen schon.

Modische Vorlieben in der warmen Jahreszeit
Nicole: Wechseln wir mal die Rubrik und wenden uns der Mode zu: Welches ist dein das trage ich immer Teil für den Sommer?
Gibt es modische Geschichten, die du für den Sommer gar nicht verstehst?
Ines: Im klimatisierten Auto oder ÖPNV immer ein kleines Baumwolltuch gegen Zugluft im Nacken. Ohne das bekomme ich in der Folge Ohrenschmerzen.

Ich habe jetzt keine spezielle Sommermode vor Augen, die ich nicht verstehe. Braucht mir ja nicht alles zu gefallen.
Wie geht dir das damit?
Nicole: Ich finde den Trend barfuß in Stiefeln zum kurzen Rock und T-Shirt, zum Beispiel schräg oder ein ärmelloses T-Shirt mit Rollkragen. Das sind Dinge, die ich nicht verstehe oder verstehen will.
Trägst du manchmal Pantoletten?
Und wichtige Frage: Trägst du im Sommer in Sneakern immer Socken?
Ines: In den Stiefeln würde ich Sneakersocken tragen, habe ich vor 15 Jahren viel so getragen. Als Pantoletten habe ich ein paar Schlappen. Sie finden selten Anwendung, weil sie weder zum Autofahren noch für Sandwege besonders gut geeignet sind. Lieber habe ich Sandalen mit einem Riemen hinten.
@Socken in Sneakern Immer, immer, immer. (Nicole jubelt an dieser Stelle still.)

Was machen wir im Sommer besonders gern?
Ines: Was ist deine liebste Beschäftigung im Sommer?
Meine ist, am Wasser zu sitzen und zu sinnieren.

Und Wind im Haar ist immer gut!
Nicole: Ich musste gerade lachen über deine Frage der liebsten Beschäftigung. Denn ich wollte dich gerade fragen, ob du als Drinnie gerne auch mal die Füße ins Wasser steckst oder am Wasser entlang gehst. Barfuß.
Tatsächlich gibt es für mich fast nichts Schöneres, als im Sommer am Meer oder Wasser zu sein. Allein das Glitzern der Sonne auf dem Wasser macht mich schon glücklich. Einfach da zu sitzen und den Geräuschen zu lauschen, finde ich wunderbar. Da sind wir uns also wirklich sehr ähnlich.

Weißt du, was ich richtig schön finde? Dass ich dir als bekanntem Nicht- Sommerliebhaber ein paar Dinge entlocken konnte, die dir doch am Sommer gefallen.
Ich freue mich jetzt schon auf unseren nächsten Talk und danke dir für die schönen Antworten
Und während ich hier fröstelnd aus dem Fenster schaue, hoffe ich, dass hier bald ein sommerliches Gefühl ankommt, dass uns beide froh macht
Ines: Dir wünsche ich allerfeinsten Sommergenuss 2026!
Nicole: Das wünsche ich dir auch.

Unser unterschiedlicher Genuss des Sommers
Nun habt ihr in unserem Blogtalk wieder ein aufregendes Stück von uns kennengelernt und trotz großer Unterschiede in unserer Beziehung zur für mich schönsten Jahreszeit gibt es dennoch auch Gemeinsamkeiten. Ich hoffe, ihr habt den Talk genossen.
Was hättet ihr euch über uns nicht gedacht? Und wenn ihr Themenwünsche für den Talk habt, dann schreibt sie mir gerne.
Alles Liebe,
Nicole






Danke für das schöne Thema! Ich hatte Euch beide schon ganz gut eingeschätzt in Hinblick auf Sommerliebe und -abneigung.
Ich selber bin Team Sommer. Seit diesem Jahr bin ich dank meiner Schwester auch Besitzerin eines Fächers – bestes Utensil. Erstaunlicherweise mögen Mücken mich so gut wie gar nicht, und Eiscreme ist mein liebster Snack im Sommer.
Statt Brille trage ich übrigens fast immer multifokale Kontaktlinsen (mittlerweile gibt es da 2-3 richtig gute Produkte) und kann somit jede Sonnenbrille aufsetzen.
Wunsch für weitere Talks: vielleicht könnt Ihr das Thema Accessoires und die Herangehensweise aufgreifen? Las ich doch neulich, dass man es ü50 nur noch mit passenden Accessoires rausreißen kann 😀Vielleicht gibt es noch andere so Unbeholfene wie mich, die daran interessiert sind.