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Hallo Modepolizei: Diese Moderegeln habe ich noch nie befolgt – und heute schon gar nicht

Ich war vor längerer Zeit im Geschäft einer Bekleidungskette und habe eine alte Dame gesehen, die wegen des Nicht Befolgens der Moderegeln von der Modepolizei direkt verhaftet worden wäre. Sie hatte ein bisschen den Stil von Iris Apfel – und sah großartig aus.

Sie strahlte ein Selbstbewusstsein aus, von dem sie mir wahrscheinlich eine Tüte hätte abfüllen können und wirkte so zufrieden mit sich und ihrem Outfit.

Mein Mann würde an dieser Stelle sagen: Und, hast du sie umarmt?

Nein.

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Aber ich konnte nicht anders und habe ihr gesagt, wie toll sie aussieht.

Sie war sehr gerührt und sagte, das höre sie nicht oft, nicht einmal von ihren Freundinnen.

Als neulich dann eine Bekannte sagte, sie könne das ärmellose Kleid nicht tragen, da sie über 60 sei, wanderte die Idee für diesen Beitrag in meinen Hinterkopf.

Und kommt jetzt, einige Zeit später, über die Tasten meines Laptops wieder heraus.

Denn auch ich bin ja ab und an damit konfrontiert zu lesen und zu hören, dass ‚man‘ das ab einem gewissen Alter nicht mehr macht.

Das gilt offenbar auch für Mode und Moderegeln.

Moderegeln ü50-welche befolge ich-und welche nicht-lifewithaglow

Was sind das eigentlich diese Moderegeln?

Und die wichtigere Frage ist, wer stellt die denn eigentlich auf?

Ich bin mal ein bisschen in mich gegangen und habe überlegt, welche Regeln ich eigentlich so kenne und vielleicht immer schon ignoriert habe.

Vielleicht habe ich aber auch einfach meine eigenen Moderegeln?

Ich zähle euch einmal ein paar auf und erzähle dann, was ich davon halte.

Moderegeln, die wir alle bestimmt schon mal gehört, gelesen und hoffentlich nie befolgt haben:

  • Ab 40 und spätestens ab 50 keine Shorts, kurzen Röcke oder ärmellose Kleidung mehr
  • Keine Sneaker zum eleganten Outfit
  • Keine Jeans zu was auch immer
  • Silber und Gold trägt man nicht zusammen
  • Eine Handtasche muss farblich zu den Schuhen passen
  • Muster sollte man nicht mischen
  • Ab 50 sollte man dezenter auftreten

Also, die letzte kommt für mich nicht infrage, weil ich mich und mein modisches Auftreten eher dezent finde und nur selten knallig daherkomme. Alle anderen? Pff.

Moderegeln ü50-welche befolge ich-und welche nicht-lifewithaglow

Ich habe diese Moderegeln nie verstanden…

Ich habe nie verstanden, warum man keine kurzen Röcke, Shorts oder ärmellos tragen sollte, wenn man sich jenseits oder in der Nähe der 50 befindet.

Ich mag meine Beine.

Und meine Beine mögen keine Röcke, die unter dem Knie oder in der Mitte meiner Wade enden.

Ich möchte keine Dackel beleidigen, aber genau diese ’schickliche‘ Länge verkürzt meine Beine optisch um mehrere Meter.

Klar mag ich Maxiröcke. Und ich mag es, wenn meine Röcke und Kleider über dem Knie enden.

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Und nein, ich trage keine ultrakurzen Miniröcke und Hot Pans, aber das habe ich auch noch nie.

Ich sitze nämlich ab und an ganz gerne;).

Aber wer das mag und möchte: Bitte sehr.

Ich liebe es außerdem, im Sommer ärmellos unterwegs zu sein.

Ich friere so schnell an den Armen, dass es eine Wohltat ist, wenn sie einmal frei sein dürfen.

Und ich finde auch, dass ärmellose Kleidung etwas Gutes mit der Silhouette macht, obwohl ich – leider – nicht die Oberarme von Michelle Obama habe.

Woher sollen sie auch so aussehen? Ich trainiere ja nicht.

Es ist mir egal, ob meine Arme außerhalb der Altersgrenze sind.

Hauptsache, es ist luftig und ich fühle mich wohl.

Ich habe nie verstanden, warum man Sneaker nicht zum eleganten Outfit tragen soll

Klar, Sneaker zum Abendkleid oder Cocktailkleid sind jetzt nicht unbedingt erste Wahl. Aber es gibt mittlerweile so hübsche und elegante Sneaker, dass ich sie zu fast allem tragen würde. Natürlich würde ich zu einem schickeren Outfit keine abgelatschten Turnschuhe tragen. Aber abgewetzte High-Heels oder High Heels generell sind für mich keine Alternative.

Und auch hier gilt für mich:

Wenn es gut aussieht und der Träger sich wohlfühlt, ist es viel schöner, als wenn er ein gequältes Gesicht macht.

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Ich habe nie verstanden, warum man Jeans nicht (fast) überall tragen kann

Jeans gehen für mich fast immer.

Fast?

Ich würde sie nicht zum Ball, nicht unbedingt zu Beerdigungen, nicht unbedingt ins Theater und nicht zu festlichen Anlässen tragen.

Aber eine gepflegte, gut sitzende Jeans kann manchmal viel mehr als eine schlabbrige Stoffhose.

Und da ich nie destroyed Jeans trage, gelten für mich nur die eben genannten Ausnahmen.

Jeans sind für mich kein Alltagsproblem, sondern eine Frage des Anlasses.

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Ich habe nie verstanden, warum man Gold und Silber nicht mischen darf

Die Firma Cartier übrigens auch nicht.

Oder wie erklären wir uns sonst den jahrzehntelangen Erfolg ihres Trinity Rings?

Da haben sie sogar noch Roségold hinzugetan. Ich finde das Mischen überhaupt nicht schlimm und oft wirkt es dadurch sogar lebendiger.

Und wenn es mir gefällt, muss ich mich nicht entscheiden, ob heute Gold- oder Silbertag ist.

Ich habe nie verstanden, warum Handtasche und Schuhe die gleiche Farbe haben müssen

Ich liebe Taschen und ich liebe Schuhe.

Aber ich muss nicht immer zu meiner Tasche den passenden Schuh haben.

Wenn es passt – wunderbar. Wenn es nicht passt – auch wunderbar.

Vielleicht würde ich die Frage anders beantworten, wenn ich Repräsentantin eines Königshauses wäre.

Im echten Leben ist es mir schnuppe. Allerdings achte ich schon darauf, dass die Farbe meiner Schuhe mit der Farbe meiner Tasche harmoniert.

Ansonsten darf meine Tasche sich darauf konzentrieren, zu meinem Outfit zu passen und dass alles Wichtige in sie hineinpasst, was ich unterwegs brauche.

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Ich habe nie verstanden, warum Mustermix nicht funktionieren soll

Klar, es gibt da wirklich Mustermixe, die meine Augen schädigen.

Für mich.

Wenn jemand anderes sie so liebt: Nur zu.

Ich mag es, zarte Muster miteinander zu kombinieren und das kann erstaunlich harmonisch aussehen.

Dasselbe ist es übrigens mit Grün und Blau.

Ich glaube, den Spruch ‚Grün und Blau schmückt die Sau‘ kennen wir alle.

Und ich finde trotzdem, dass diese beiden Farben harmonieren.

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Ich habe nie verstanden, warum man ab 50 dezenter auftreten muss

Diese alte Dame aus dem Geschäft zu erleben hat mir ziemlich deutlich gezeigt, dass es dafür überhaupt keinen Grund gibt.

Und zwei ganz besondere Bloggerkolleginnen, Sabine und Tina würden in meinen Augen ganz viel ihrer Persönlichkeit und Ausstrahlung verlieren, wenn sie sich von Farbe und Kombinationsfreude verabschieden. Und diese Moderegeln befolgen würden.

Mein Stil war schon immer dezent.

Aber wenn ich Lust auf Farbexplosion – nach meiner Definition – habe, dann frage ich mich doch nicht, wie alt ich bin.

Was mache ich heute anders?

Ich habe, so glaube ich, nie eine der sogenannten Moderegeln befolgt.

Das hat mich nie gestört.

Denn Mode muss Spaß machen. Mode darf Spaß machen. Und Mode soll Spaß machen.

Mode ist ja kein Erziehungsprojekt, sondern hat für mich ganz viel mit Persönlichkeit zu tun.

Ich konnte übrigens schon immer an anderen Menschen Kleidung großartig finden, die ich selber niemals tragen würde.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Schulkameraden, die den Grungelook liebte. Während ich damit wie ein Zombie ausgesehen hätte, sah sie einfach nur klasse aus.

Das ist ja auch das Spannende an Mode: Dass etwas bei einem Menschen klasse aussehen kann, obwohl es zu mir überhaupt nicht passt.

Das einzige, was ich heute anders mache, ist, dass ich selber für mich auch einmal Ungewöhnliches ausprobiere.

Das kann eine Farbe sein, ein Schnitt oder auch ein anderer Stil.

Wenn es mir gefällt und ich mich damit wohlfühlen, dann zieht es ein. Wenn nicht, dann habe ich es wenigstens einmal ausprobiert.

Für mich wird mit ü50 mein eigener Stil, den es im Grunde schon lange so gibt, immer weniger zur Frage, was ich darf – sondern immer mehr zur Antwort darauf, was sich nach mir selbst anfühlt.

Natürlich würde ich jetzt gerne sagen, dass ich einige dieser Moderegeln höchst selbstbewusst mit Weisheit abgelegt habe.

Die Wahrheit ist jedoch, ich habe sie schon mit 25 nicht befolgt. Oder anderen auferlegt.

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Wir müssen uns nicht an Moderegeln halten

Und wir müssen auch nicht mehr alles tragen

Wir dürfen unsere Modefreude auch mit 50,60,70..100 mit voller Kraft ausleben.

Wir dürfen Spaß an ungewöhnlicher Mode haben.

Wir dürfen auffallen und wir dürfen dezent sein.

Wir dürfen Jeans tragen, ärmellose Kleider, bunte Handtaschen, Sneaker oder Gold und Silber gleichzeitig.

Denn Spaß und Freude sind Glow.

Und genau das sollte meiner Meinung nach auch in unserem Modeleben eine wichtige Rolle spielen.

Wir wollen nicht, dass man über uns den Modestab bricht – und wir sollten ihn auch nicht bei anderen anlegen.

Denn wir wollen nicht in unserer Mode verschwinden.

Wir wollen nicht zwanghaft jünger aussehen.

Wir wollen aber auch nicht älter aussehen, nur weil wir ein bestimmtes Alter erreicht haben.

Wir wollen wir sein.

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Und das geht mit Gold und Silber gemischt, in Jeans, ärmellosen Blusen und mit bunten Handtaschen.

Hauptsache, wir fühlen uns wohl.

Und auch wenn ich sonst eine Verfechterin davon bin, wichtige Regeln einzuhalten:

Bei Moderegeln mag ich Ungehorsam. 

Und du?

Welche Moderegel befolgst du – und welche würdest du gerne brechen oder hast sie längst über Bord geworfen?

Alles Liebe,

Eure Nicole

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12 Kommentare

  1. Liebe Nicole!
    Dieses Thema scheint dich ja wirklich sehr zu beschäftigen, da du schon ein paar mal darüber geschrieben hast.
    Das Wort „Modepolizei“ habe ich allerdings außer hier bei dir noch nie gehört und finde, es gehört eher in das vorletzte Jahrhundert. Damals gab es Kleidervorschriften: die Länge der Röcke, dass Frauen sowieso keine Hosen tragen durften usw.
    Das ist lange vorbei und wir dürfen selbst entscheiden, was wir anziehen möchten. Und das tun wir ja auch.
    Manche der Regeln, die du nennst, kenne ich auch (z.B. Blau + Grün oder auch Blau + Braun würde nicht gehen, Sneaker zum eleganten Kleid …)
    Aber entscheidend ist doch, was du mit deiner Kleidung erreichen möchtest.

    Ich möchte schön sein, gesehen werden und meine attraktivsten Körperstellen hervorheben, andere kaschieren. Dazu wähle ich Kleidung, die zu meinen Proportionen passen, die farblich zu mir gehören und in denen ich mich wohlfühle. Wenn eine Frau findet, dass ihre Arme, Knie oder was auch immer nicht mehr so schön sind, wie sie einmal waren – und das kommt leider früher oder später – dann finde ich es okay, wenn sie für sich entscheidet, das nicht mehr zeigen zu wollen.

    Diese Frau mit den leuchtenden Farben hat sich sicher über deinen Zuspruch gefreut! Das wird sie bestärkt haben weiter zu ihren Farben zu stehen und die anzuziehen. Ich benötige auch die leuchtenden Farben und mag aus der Menge herausleuchten. Das wird sich mit dem Alter (ich bin schon ü60, man könnte auch schon beinah Mitte 60 sagen) nicht ändern, weil ich bei der Farbberatung (bei Ines) gesehen habe, wie gut mir das steht und bei welchen Farben ich matt und müde aussehe.

    Außerdem gibt es auch immer Kleidung, die zu bestimmten Anlässen passen sollte. Und da kann es durch die Wahl deiner Schuhe passieren, dass aus dem eleganten Kleid ein sportliches Kleid wird, weil die Sneaker es dazu machen. Ich habe z.B. Sneaker mit Tanzsohle, die ich gerne zu unseren Tanz-Übungsabenden anziehe. Dann trage ich auch Hosen. Zu Discofox oder Jive passen diese Schuhe ganz hervorragend. Aber beim Langsamen Walzer oder Slow Foxtrott fühlt es sich nicht richtig an. Und zu meinem Ballkleid würde ich sie nicht nehmen!

    Gold und Silber zusammen:
    Du hast sicher durch Ines schon von warmen und kalten Farben gehört. Dazu gehört, dass manche Frauen mit dem kalten Silber und andere mit dem warmen Gold toll aussehen und deswegen das eine oder das andere wählen. Außerdem finde ich, dass Gold und Silber sich gegenseitig ihre Leuchtkraft nehmen. Nicht, dass ich so etwas nicht hätte, aber ich weiß einfach gerne Bescheid, was geschieht. Dann kann ich entscheiden, wie ich es einsetzen möchte.

    Zum Abschluss möchte ich dir sagen, dass du wieder auf allen Fotos toll aussiehst und wie immer strahlst! Das bewundere ich sehr! Wir tragen einfach das, was uns guttut und dann sieht man es auch!
    Weiterhin viel Freude mit deinem Stil!
    Liebe Grüße!

    1. Liebe Kathrin,
      Du hast natürlich mit allem, was du sagst, absolut recht. Aber ich merke manchmal, dass Menschen (besonders Frauen) oft Dinge nicht machen, weil ‚man‘ das nicht macht. Weißt du, wie ich meine? Und genau das möchte ich nicht unterstützen. ☺️
      Ich finde es toll, dass du deinen Stil und deine Leuchtkraft auch mit Farben unterstreichst, das ist etwas, was ich gerne mag. Weil ich sehr häufig sehe, selbst bei Menschen, die ich nicht kenne, dass sie in ihrer Kleidung nicht immer glücklich sind.
      Und darum dieser Beitrag: Weil ich eine Lanze fürs Wohlfühlen, für Spaß an Mode und fürs Leuchten brechen möchte. Und darum treibt mich das Thema tatsächlich um. Denn wenn man sich selber in bestimmten Teilen nicht mag, ist das natürlich absolut in Ordnung, aber nicht, wenn sie glauben, ‚man‘ macht das nicht.

      Ich finde, du klingst nach einer leuchtenden, absolut coolen Frau und das mag ich.
      Darum freue ich mich sehr über deine netten Worte. Danke dir!!

      Liebe Grüße
      Nicole

  2. Liebe Nicole,
    unterschreibe ich alles. Ich glaube eigentlich, dass diese sogenannten Moderegeln auch von denen in Umlauf gebracht wurden, die davon profitieren. Also hauptsächlich von den Anbietern. Wenn meine Handtasche immer zu den Schuhen passen muss, dann steigert das den Umsatz, weil ich mit einer einzigen Handtasche nicht mehr sehr weit komme. Und wenn ich Gold und Silber nicht mixen soll, dann muss ich auch mehr Schmuck besitzen, damit auch wirklich alles zusammen passt. Und so weiter und so fort. Von daher – mache ich mir eh schon lange meine eigene Regel: Schick ist, was mir gefällt.
    Allerdings muss ich zugeben, dass ich vor der Hochzeit meines Ältesten kurz darüber nachgedacht habe, ob ich wirklich ärmellos gehen sollte und dann musste ich über meine eigenen Bedenken lachen.
    Liebe Grüße
    Britta

    1. Super gedacht, liebe Britta! Ich finde es schön, dass du es auch siehst und lebst. Bis hin zur ärmellosen Variante.
      Genauso soll Mode sein. Es sind aber nicht nur die Anbieter, oft wird es ja auch weitergetragen und dann wundere Ich mich.
      Aber wir lassen uns die Freude nicht verderben. Und wenn wir 100 Taschen wollen, dann nicht, damit sie zu den Schuhen passen 😂

      Liebe Grüße
      Nicole

  3. Hachz Nicole ja, genau so ist es. Wo bleibt sonst der Spaß an Mode?! 💕 Ich bin sowas von bei Dir. Genau so sollten wir mit Moderegeln umgehen. Komplett ignorieren und tragen was wir mögen. Ich tu das ja schon, herzlichen Dank für die Erwähnung, sehr lieb von dir, Nicole.💕 Ich finde es so schade, wenn sich jemand wegen solchen Regeln beschränkt in seiner Entfaltung. Einen ähnlichen Post habe ich auch in der Timeline, aber der wird irgendwie nie fertig. ☺️
    Ich finde es schön, dass du der Dame gesagt hast, wie toll sie aussieht. Ich mache das auch, wenn mir etwas auffällt.
    ich falle immer fast vom Hocker, wenn bei der Shoppingqueen gemeckert wird, dass der Reißverschluss der Hose silbern ist und die Tasche einen goldenen Reißverschluss hat.😂🤭😱
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

    1. Bei Shopping Queen (was ich leider nicht mehr so oft schaue) fällt mir das immer dann auf, wenn das Outfit gelungen ist. Getreu dem Motto: Da muss es doch was zu meckern geben.
      Ich mag das sehr, wie du deinen Stil lebst, darum gehörtest du zu diesem Beitrag.
      Und wie ich es bei Kathrin sagte: Wenn jemand selber das nicht mag, dann ist alles ok. Aber wegen anderer Menschen sollten wir uns nicht verbiegen.
      Denn ja, Mode ist so viel, wie wir beide immer wieder feststellen 😍

      Hab einen schönen Abend und liebe Grüße,
      Nicole

  4. Du bringst es auf den Punkt. Wir haben im Alltag schon genug Regeln. Da muss ich mich nicht auch noch einem Modediktat unterwerfen. Ich finde es super, dass du das auch der alten Dame signalisiert hast.

    Ein früher Chef von mir hat mich einmal als Paradiesvogel bezeichnet. Da habe ich nur gesagt „Danke für das Kompliment!“
    Und vielen Dank auch für deine Erwähnung.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Da hast du wirklich super reagiert. Ich finde, dass man dir immer ansieht, wie sehr du in deiner Mode zuhause bist und das macht dich aus und ich liebe das sehr.
      Danke, dass du meine Ansichten teilst, da habe ich dich noch viel lier erwähnt 😉

      Liebe Grüße
      Nicole

  5. Hallo Nicole, ich glaube, die sehr von mir geschätzte Frau von Belang hat einmal einen ähnlichen Beitrag erstellt – ich habe mich seinerzeit als Trägerin von rosa Jeans geoutet. Mit 60+. Noch Fragen??😂😂😂

    Wenn ich meine Kleidung zusammenstelle, also Oberteil/ Hose (ich trage weder Röcke noch Kleider)/ Schuhe, dann achte ich darauf, dass zwei von diesen Kleidungsstücken die gleiche Farbe/ wenigstens einen ähnlichen Farbton haben. Also Schuhe passend zu Hose oder Bluse/ Longsleeve oder Hose und Oberteil mehr oder weniger monochrom. Das ist die Basis. Kleidung in Farben und Schnitten, die mir nicht stehen, besitze ich nicht mehr, ich alte Queen of Aussortieren.
    Und ansonsten habe ich lediglich zwei Moderegeln für mich definiert.
    1.) _Ich_ muss mich wohlfühlen – dann sieht es automatisch gut aus.
    Wenn nicht, ziehe ich mich so lange um, bis ich mich wohlfühle, ganz einfach.
    2.) V-Ausschnitte
    3.) Lange Ärmel bei Blusen, die immer bis zum Ellbogen aufgekrempelt werden. Ja, wirklich immer.
    4.) Wenn ich mit unserem Hund unterwegs bin, trage ich ausschließlich Kleidung, die dreckig werden darf. Da passt dann oft nicht alles zusammen, so sei es, aber ich bin wenigstens entspannt. Unser Hund ist ein Garant für Schmutzspuren…

    Und eben mit diesem Letztgenannten schlappe ich jetzt mal los – hab du eine schöne Woche, viele Grüße

    Marie

    1. Sehr, sehr gut. Rosa Jeans mag ich. Und zwar in jedem Alter. Du machst das super und Punkt 1, das ist der allerwichtigste überhaupt. Punkt drei: Immer? Auch im Winter? Respekt.

      Deine Einstellung mag ich.

      Liebe Grüße
      Nicole

  6. Der Zustand der Kleidung steht für mich über der Kleidung. Deshalb stimme ich dir zu, dass eine auf den Blick zum Anlass vielleicht nicht ideal gewählten Jeans besser sein kann, als eine verschlumperte Anzughose. Und es ändern sich auch einfach die gesellschaftlichen Gewohnheiten. Ich war schon in dunkler Jeans in der Oper, finde eine Wanderhose dort aber immer noch unpassend. Aber wenn ein Backpacker keine andere Hose dabei hat, warum sollte ihm deshalb der Operngenuss verwehrt werden? Lässt sich nicht alles über einen Kamm scheren.

    Ich finde es toll, dass du der alten Dame mit deiner Freude über ihren Look den Tag versüßt hast.

    Hinter der zu den Schuhen passenden Tasche (und Gürtel und Uhrenarmband – also früher alle Lederwaren am Körper) steckt das Gestaltgesetz der Wiederholung. Das Auge mag es, Ankerpunkte zu haben, bei denen sich etwas wiederholt, die berühmte Farbklammer bildet. 2026 kann aber das Shirt die Farbe der Armbänder aufnehmen oder die Tasche einen Kontrastpunkt setzen. Das gleiche gilt für Musterkombinationen. Wenn sich Form, Farbe oder Größe wiederholen, sieht es harmonisch aus. Ist alles anders, sieht es wie im dunklen angezogen aus. Kann auch gewollt sein.

    Ich habe nie Moderegeln um der Regeln willen befolgt. Trotzdem gibt es Sachen, die ich ab einem bestimmten Alter nicht mehr tragen mochte. Erst waren es mit Mitte/Ende 20 kurze, weite Röcke und mit Mitte 30 kurze Röcke. Ich meine wirklich kurze. Wenn sich etwas für mich nicht mehr richtig anfühlt, steht es mir ja zum Glück frei, es nicht mehr zu tragen. Und es gibt Sachen, die ich einfach nie leiden mochte. Die muss ich ja nicht tragen. Auch das gehört zur Modefreiheit dazu. Und wenn man irgendwann Lust darauf hat, kann man seine Meinung ändern.

    Hab eine schöne Modewoche!

    1. Ja, liebe Ines. Ich unterschreibe jeden Punkt. Ein bisschen auch den mit der Wanderhose. Für mich sind bestimmte Anlässe jedoch besonders und das möchte ich auch mit Kleidung zum Ausdruck bringen. Farbklammer habe ich durch dich inhaliert, ‚Regeln‘ muss man deshalb nicht alle befolgen. Und selbstverständlich gehört auch dazu, dass man manches gar nicht tragen möchte. Und somit auch nicht muss.
      Und bei mir gibt es auch Sachen, die ich nie leiden mochte und nie getragen habe.
      Du siehst, im Prinzip sind wir uns sehr einig.
      Ich trage heute ein Sommerkleid und gestern auch und ich liebe einfach alles daran.
      Hab eine schöne Woche.
      Nicole

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