
Schon beim Lesen der Let Them Theorie hatte ich das eine oder andere Aha-Erlebnis. Wünschst du dir auch oft mehr Leichtigkeit? Oder einen anderen Umgang mit Situationen oder mit Menschen, von denen du weißt, dass sie dir nicht guttun? Dann könnte das Buch über die Let Them Theorie ein kleiner oder großer Gamechanger für dich sein.
Ich habe Mel Robbins per Zufall auf Instagram gefunden und fand viele ihrer Aussagen ausgesprochen treffend und schlüssig. Als ich dann das Buch entdeckte, war klar, dass ich es unbedingt lesen wollte.
Kann dieses Buch auch deinen Alltag verändern?

Die Let Them Theorie- kleine Schritte zu mehr Gelassenheit
Kennst du auch diese Momente, wo du das Gefühl hast, etwas kontrollieren oder ändern zu müssen, obwohl dir durchaus bewusst ist, dass du das (eigentlich) gar nicht kannst? Wo du dich über Situationen aufregst, die dich danach noch Ewigkeiten beschäftigen? Dann sei herzlich willkommen im Club. Unbewusst ist uns selbstverständlich klar, dass das sowohl reine Zeit- als auch Energieverschwendung ist.
Hier setzt die Let Them Theorie von Mel Robbins an. Sie hat sich lange mit diesem Phänomen, auch in ihrem eigenen Leben, beschäftigt und gelangt zu interessanten Erkenntnissen, die sie umsetzbar mit uns teilt.

Können zwei Worte wirklich ein Leben verändern?
Lass sie (Let them), diese zwei Worte sollen dein Leben massiv verändern (können)? Wenn du dich in das Buch eingelesen hast, wirst du feststellen, dass es eigentlich vier Wörter sind, die diese Veränderungen mit deinem Willen herbeiführen können. Denn nach Lass sie folgt das Lass mich.
Und tatsächlich sind mir beim Lesen einige Szenen und Situationen meines Lebens aufgegangen, in denen ich die Let Them Theorie hätte ausgesprochen gut nutzen können.
Außerdem dachte ich zwischendurch kurz darüber nach, ob mein Mann das Buch als Pseudonym mit langem, blonden Haar geschrieben hat. Denn viel besser als ich lebt er einige der Aussagen schon sehr gut.

Wobei soll das Buch dich unterstützen?
Um nur einige Aspekte dieser Bucharbeit zu nennen, hilft dir das Buch dabei:
- Wie du Dinge und Aspekte loslässt, über die du keine Kontrolle hast
- Wie du dich davon freimachen kannst, immer wieder die Erwartungen anderer zu erfüllen
- Wie du dich gegenüber Stresssituationen resilient zeigen kannst
- Wie du in Beziehungen leben kannst, die nicht alle deine Erwartungen erfüllen können, dir aber dennoch wertvoll sind
- Wie du den ewigen Vergleich mit anderen beenden oder für dich nutzen kannst, ohne erschöpft zu sein
Dies sind nur einige Aspekte, in denen die Autorin wissenschaftlich fundiert ihre Let Them Theorie erklärt.


Kann man das Geschriebene leicht nachvollziehen und anwenden?
Beim Lesen dieses Buches hatte ich durchaus das eine oder andere Aha-Erlebnis und natürlich gelingt es nicht sofort, dass sich alles ändert. Aber das Buch öffnet durch einfache Beispiele, dargestellte Alltagssituationen und Anwendungshinweise viele Türen, die sowohl dich selbst als auch die Menschen und Situationen in deiner Umgebung betreffen.
Darum denke ich, dass eine Umsetzung leicht gelingen kann.
Wie mir das Buch gefallen hat
Das Buch beginnt sehr persönlich mit der eigenen Geschichte und Entwicklung der Autorin. Ich mag bei solchen Ratgebern, wenn die Tipps nicht in Stein gemeißelt sind und man liest, dass auch Mel Robbins keineswegs immer perfekt war und das alles direkt aus dem Effeff beherrschte.
Der Schreibstil ist amerikanisch motivierend, aber keineswegs ‚drüber‘. Ich hatte sofort Lust, loszulegen und zu analysieren, wo ich mich verbessern könnte.
Es ist ein schöner Stil, in dem sie schreibt. Auch weil, wie sie immer wieder betont, nicht alles sofort klappen muss. Dass sie es (auch aus ihrer eigenen Geschichte heraus) wichtig findet, dass man Beziehungen genau analysiert, bevor man sie aufgibt. Wie sie umgedacht und sich neu positioniert hat. Und eben auch Personen gehen ließ.

Die Aufteilung des Buches der Let Them Theorie ist sehr gut gelungen, die Kapitel und einzelnen Abschnitte überfordern dich beim Lesen nicht. Es sind wirklich kleine Stellschrauben, die große Wirkungen haben, ohne dass man einen doppelten Toeloop beherrschen oder ein Experte sein muss, um überhaupt zu verstehen, worauf es hinausläuft.
Gerade Vergleiche machen mir oft das Leben schwerer, mein Mann und meine Freundinnen können vermutlich ein Buch darüber schreiben. Hier gefällt mir die Einordnung von Mel Robbins richtig gut und ich versuche jetzt, konstant daran zu arbeiten, es für mich zu nutzen. Und es zeigt tatsächlich Wirkungen.
Ich empfinde dieses Buch als einen erfrischenden Ratgeber, der äußerst lesenswert ist.

Wem empfehle ich dieses Buch?
Jedem, der schon einmal an Vergleichen oder dem Verhalten von Menschen gestrauchelt ist, wer auf der Suche nach einer einfachen Lösung bei Eigenschaften von Menschen in persönlichen Beziehung ist, wissen möchte, wie man selbstbewusst seine eigenen Ziele gegen die Urteile anderer verfolgt oder einfach die Let Them Theorie kennenlernen möchte, sei dieses Buch empfohlen.
Es ist gut recherchiert und gut umzusetzen.
Und die Radfahrerin, die mich neulich penetrant und ungerecht angeklingelt hat? Der habe ich in Gedanken ein freundliches Lass sie geschenkt;)



Wäre die Let Them Theorie ein Buch für dich? Magst du Ratgeber?
Alles Liebe,
Eure Nicole
Der Link zum Buch ist ein reiner Hinweis. Ich verdiene nichts daran und wurde nicht für diesen Beitrag bezahlt. Herzlichen Dank an den Penguinrandomhouse-Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben und für die freundliche und zuverlässige Zusammenarbeit.






Liebe Nicole,
solche Bücher sind Gold wert. Vor allem wenn man dadurch selbst reflektiert. Danke für die Vorstellung!
Liebe Grüße!
Das finde ich auch, liebe Jenny.
Liebe Grüße
Nicole
Hm, mag ich Ratgeber? Bis auf einige wenige eigentlich nicht. Es gibt durchaus gute Ratgeber, aber bei vielen kann ich mir ein bis drei Dinge herauspicken und den Rest liegen lassen. Das ist mir dann aber oft zu anstrengend – ich hätt` es gern kompakter!
„Let them“ habe ich tatsächlich in der Therapie gelernt. Es gab Zeiten, in denen ich meinte, die Kontrolle über alles haben zu müssen. Gottseidank ist das lange her. Inzwischen kann ich wunderbar denken: „Not my circus, not my monkeys“. Und seitdem ich weiß, woher mein Perfektionismus kam, ist er wie fortgeweht. Sehr praktisch, das. Residenz übe ich täglich und bin quasi auf dem Weg zum lächelnden Buddha :-)
Liebe Grüße
Fran
Ich finde es immer wieder interessant, mal in einen Ratgeber hineinzulesen. Einfache Formeln mag ich auch und hier hat mir tatsächlich alles gefallen.
Aber mag ich alle Ratgeber? Nein, denn manche erfordern ein komplett neues Leben, bevor man startet kann. Und das ist hier wahrlich ganz anders.
Und ich finde es super, dass du es auf andere Art auch lernen durftest, denn es macht doch vieles einfacher.
Liebe Grüße
Nicole
Oh ja, von dem Buch hört man viel. Ich habe schon einiges darüber gelesen und ich glaube entweder kommt mir so langsam mein Alter entgegen, oder ich werde wirklivh immer gelassener. Vergleichen muss ich mich nicht, ich mache mein Ding und habe auch an mein Umfeld nicht mehr so viele Ansprüche wie früher. . Da war das echt anders. Heute kann ivh mit vielen Dingen gut leben.
Ich muss so lachen, dass Dein Mann das Buch hätte schreiben können. Gute Sache. 😁
Ich wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina
Ja, ich werde auch gelassener, aber manches triggert mich doch noch. Und das Buch ist einfach gut gemacht.
Liebe Grüße und eine schöne Wochenmitte
Nicole
Vergleichen ist der Anfang von Frust …
Wie schön, dass der Ratgeber für dich gute Anregungen hatte. Viel Erfolg bei der Umsetzung! Dass die Autorin ihren eigenen Weg mit Schlenkern und Umwegen schildert, finde ich sympathisch.
Ich lese durchaus gerne Ratgeber, diesen kann ich zum Glück getrost auslassen, denn das ist nicht meine Baustelle.
Sonnige Grüße!
Ich fand die Komplexität der Themen und wie man diese Theorie anwenden kann, tatsächlich faszinierend.
Und du hast recht. Es ist der Anfang von Frust.
Liebe Grüße
Nicole
Guten Morgen Nicole, mir begegnet das Buch mit diesem einfachen, knackigen Titel (erinnert mich an “Lass die Leute reden …” von den Ärzten) immer wieder. Und nun deine Rezension ..
jetzt werde ich das Buch auch lesen. Freue mich drauf und danke dir für den letzten Schubs 😊
Einen schönen Tag, Brigitte
Liebe Brigitte,
der Vergleich mit den Ärzten ist sehr witzig. Ich habe immer Leck mich übersetzt… Was zu hart für die These ist.
Ich hoffe, dass das Buch dir mindestens so gut gefällt wie mir.
Liebe Grüße und einen sonnigen Tag,
Nicole