
Wolltest du schon immer einmal über Haare, Haargewohnheiten, Vorlieben und dergleichen lesen? Dann bist du hier genau richtig.
Denn es ist wieder Zeit für einen Blogtalk mit Ines. Dieses Mal widmen wir uns einem Thema, das sicher viele von uns umtreibt: Haare.

Lass uns über Haare reden
Für mich waren Haare schon immer ein Thema. Sei es, dass ich nie die Locken hatte, die ich mir gewünscht habe oder auch die Haarpflege. Was tut gut, was mag ich gar nicht? Wovon hängt das Haarglück ab? Und wie kann man das wohl besser Revue passieren lassen als in einem Blogtalk mit Ines.
Starten wir also in den Blogtalk über Haare
Nicole: Hallo Ines,
Es ist wieder Zeit für unseren Talk. Widmen wir uns dieses Mal einem haarigen Thema?
Ines: Sehr gerne, liebe Nicole! Da wir beide kurze Haare haben, wird der Talk diesmal vielleicht etwas weniger ausschweifend?
Leg los, was treibt dich beim Thema Haare um?
Nicole: Alles. Also abwarten, ob es wirklich so kurz wird wie unsere Haare.
Zunächst einmal: Abgesehen von deiner jetzigen Frisur, womit gefielst du dir auf deinem Kopf noch so richtig gut?
Ines: Alles? Na, da bin ich jetzt aber gespannt!
Um deine Frage zu beantworten: Mit halblangen Haaren – zwischen Kinn und Schulter endend – fand ich mich besonders hübsch. Auch ein Pixie mit langem Deckhaar steht mir gut.
Jetzt fragst du dich vielleicht, warum ich trotz der optischen Optionen die meiste Zeit meines Lebens einen kurzen Pixie trage. Der Grund ist, dass ich das Gefühl von mehr Haaren auf dem Kopf nicht mag.
Es geht dabei nicht um die Optik, die Haptik spielt eine enorme Rolle. Zusätzlich ist mir die zeitliche Effizienz wichtig. Bei einem längeren Pixie ist es O.K. für mich, kurz einen Fön und die Bürste in die Hand zu nehmen zum Stylen. Bei kinnlangen Haaren brauche ich 20 Minuten pro Tag, Festiger und Haarspray – das ist eindeutig zu viel Lebenszeit für zu wenig Output.
Beim kurzen Pixie wuschle ich nur ein mattes Wachs rein und fertig ist die Frisur. Ich verwende nicht mal einen Kamm.

Nicole: Du siehst komplett anders aus (natürlich) und ich verstehe den Aufwand, den du dir sparen möchtest. Hattest du jemals keinen Pony? Den Pixie hierbei ausgenommen.
Ines: Nein, eine Frisur ohne Pony steht mir nicht. Auf dem Foto am Strand ist er relativ lang, da habe ich ihn manchmal nach oben weggesteckt, wenn ich einen Zopf getragen habe, aber das sah nicht gut aus.
Ich habe ihn auch manchmal seitlich aus dem Gesicht heraus eingedreht oder eingeflochten – ebenso fand ich das nicht gut.
Meine Stirn ist zu hoch dafür und die Geheimratsecken waren schon als Kind da. Ich sehe dann sehr streng aus.
Beim Pixie trage ich den Pony gerne sehr kurz und zur Seite geschoben, aber ein bisschen Haar gehört auf meine Stirn.

Was waren/sind deine Lieblingsfrisuren und welche Rolle spielt ein Pony bei deinen Haaren?
Nicole: Meine Lieblingsfrisur sah nie so aus wie auf dem Bild, das ich 5 Jahre im Portemonnaie hatte: Locken, wild , etwas mehr als kinnlang. Habe bei der Verteilung der Haare wohl nicht so gut aufgepasst, es wurde bekanntermaßen dünn und glatt.


Mir gefiel der Bob an mir sehr, besonders anfangs (mit 19), weil durch Dauerwellreste extreme Fülle da war.
Ein Pony ist schwierig bei mir: Wenn er zu lang ist, nervt er mich, ist er zu kurz, sehe ich total bescheuert aus. Gerade ist es ja wieder so ein Dreiviertelding. Wenn ich könnte, wären meine Haare schulterlang, dicker und leicht wellig. Habe das einfach ins Tochterkind geschickt, um mich an ihren Haaren zu erfreuen.
Ich mag meine Frisur jetzt.
Kannst du gut Flechten? Frisieren?
Ines: Ja, das kann ich. Was das angeht, ist eine Friseurin an mir verloren gegangen. Ich liebe es, Haare zu flechten. Leider habe ich kein Opfer dafür :).
Die Fülle von Dauerwellenresten mochte ich auch sehr, meine Haare mochten aber keine Dauerwellen.
Welche Haarfarbe hast du von Natur aus? In welchen Farben warst du schon zu sehen? Was für eine Naturhaarfarbe würdest du dir von der Haarfee wünschen?


Nicole: Mit dem Flechten geht es mir genauso. Meine Schulfreundin war ein dankbares Opfer. Unsere Tochter später dann, als sie lange oder längere Haare haben durfte/wollte.
Meine Haare waren auch nie dauerwellgeeignet, haben aber eine Geschichte hinter sich.
Meine Naturhaarfarbe ist feinstes Blond, so fein, dass ich früher teilweise fast farblose Strähnen hatte.
Nach dem ersten Kind dunkelte es leider nach. Seitdem strähne ich sie regelmäßig. Ich war nie etwas anderes als Blond, werde allerhöchstens noch Grau. Aber bisher zeigt sich da nichts.
Ich möchte auch keine andere Farbe. Auch wenn ich Kastanie super finde. Und bei einem Frisurensimulator einmal rote Haare hatte, was eine totale Veränderung darstellte.
Wie ist das bei dir? Ich gebe die Fragen also zurück.
Ines: Als Kind hatte ich blonde Locken, die leider nur eine kurze Pracht waren, bevor sie spaghettiglatt wurden. Die natürliche Farbe hat sich über Straßenköterblondbraun zu Braun, Salz-und-Pfeffer zum aktuellen Grau entwickelt.
Gefärbt habe ich zwischen 15 und 35 häufig. Von Aubergine, Pflaume, Kirsche, Kastanie, Kupfer, Dunkelbraun bis Weißblond war alles dabei. Einzig Schwarz habe ich ausgelassen.
Mal davon abgesehen, dass ich meine grauen Haare mag, ist Kupferrot meine Traumhaarfarbe.

Wenn du nur ein Haarstylingprodukt verwenden dürftest, welches wäre es?
Nicole: Das ginge bei mir nicht… aber wenn, dann wäre es wahrscheinlich Haarschaum. Das wäre jedoch ein großes Unglück. Denn meine Haare benötigen Festigung und eine Stylingprodukt. Und du?
Ines: Ich bin der Überzeugung, dass man mit dem für die Haare richtigen Schnitt nur wenig Styling braucht.
Ich verwende nur ein Stylingprodukt: Haarwichse Mattwachs von Kastenbein & Bosch. Mehr dazu in meinem Beitrag „Clean Beauty – Bio-Styling für den Pixie“
Mir ist wichtig, dass die Haare flexibel bleiben. Ich mag keinen Beton auf dem Kopf.

Nicole: Das geht mir auch so. Ich brauche dennoch einen Schaum und danach ein gelartiges Wachs. Mein Haar ist sonst zu weich und ich mag dieses fliegende Gefühl nicht so gern.

Hast du als Jugendliche mal Stylingsünden an deinen Haaren begangen?
Ines: Siehe Haarfarben Pflaume, Kirsche … kühle Rottöne haben mir schon damals nicht gestanden. Ansonsten war der größte Schnittfehler, mir den Pony zum Bob auf der Mitte der Stirn ganz gerade abzuschneiden. Zum einen war er in trockenem Zustand zu kurz, zum anderen steht mir der Look, den ich bei anderen bis heute cool finde, nicht.
Was war dein Styling-GAU?
Nicole: Oh, ich habe Kopfkino. Farblich warst du ja wild unterwegs. Eine meiner ersten Dauerwellen war schrecklichst und ein gerader, viel zu kurzer Pony. Ich sah aus wie ein Baby, das mit der Schere hantiert hat.
Hattest du mal eine Dauerwelle oder einen besonderen Haarwunsch, der sich aber nicht erfüllen ließ?

Ines: Dauerwellen hatte ich bei halblangen Haaren 3 x und meine Haare mochten das einfach nicht. Der Wunsch an sich wurde aber erfüllt.
Schön fände ich, wenn es ein Mittel gäbe, dass meine kurzen Haare im Sleek Look gut aussehen lassen würde. Nivea Creme geht, aber perfekt wird es nicht.
Hast Du einen unerfüllten Haartraum?
Nicole: Oh, ich möchte ein Sleekbild, bitte.
Ja, ich habe einen Traum. Locken und Haare, die man superschnell und einfach zu einem Dutt oder Pferdeschwanz hochdröseln kann
Kommen wir zur Pflege: Wie oft wäschst du deine Haare? Nimmst du ein oder zweimal Shampoo? Conditioner? Haarkur?
Ines: Täglich einmal mit Shampoo. Ich nehme relativ viel Shampoo für die geringe Haarmasse, weil das Wachs sich schwer entfernen lässt.
Wenn ich nicht täglich wasche, sehen meine Haare bettverlegen aus und das sieht für mich ungepflegt aus, als ob ich mich gar nicht waschen würde. Ich mag keine unsauberen Menschen – weder wirklich noch nur so aussehend. Der out of bed-Look darf nur so aussehen, nicht der Realität entsprechen.
Leider kommen die platt gelegenen Stellen wieder, auch wenn ich die Haare klatschnass mache und frisches Wachs nehme. Nur mit Shampoo gehen sie weg. Da ich eh täglich morgens dusche – ab 30 Grad abends nochmal lauwarm – ist das schnell gemacht, zumal sie von alleine trocknen. Der Teil der Körperpflegeroutine läuft für mich unter angenehm. Wie machst du das?

Nicole: Also: Ich mag auch keine ungepflegten Menschen. Weil das immer irgendwie geht. Das haben unsere Kinder mitgeatmet. Was ich heute noch witzig finde.
Ich wasche alle zwei bis drei Tage, außer im Urlaub oder beim Schwimmbadbesuch.
Früher habe ich täglich gewaschen, aber das tat meinen dünnen Haaren eher nicht gut. Wenn sie aus Gründen doof aussehen oder sich anfühlen, dann durchbreche ich die Routine selbstverständlich. Wegen gepflegt und so. Ich finde aber, dass sie sich meist gut daran gewöhnt haben.
Ines: Wie sieht es bei dir beim Schnitt aus: Hast du deine Haare schon immer einem Profi anvertraut oder wurdest du als Kind/Teenager zu Hause frisiert? Wann war dein erster Friseurbesuch?
Nicole: Mir wurden als Kind die Haare von meiner Mutter geschnitten, das war…
Mein erster Friseurbesuch war mit 12, von lang auf kurz. Von dem Tag an habe ich Friseurbesuche geliebt. Wäre es nicht so teuer, ich würde öfter gehen. Allein für die Kopfmassage.
Meine erste Dauerwelle war mit 15: Ich wollte unbedingt den Haarschnitt von Kim Wilde.
Ich habe, außer mit Zitronensaft auch nie selber daran herumgetöhnt oder gar gefärbt. Meine Angst vor einer Fehlleistung war und ist riesig.
Wie ist das bei dir? Und: Gehst du gern zum Friseur?
Ines: Oh ja, der Look von Kim Wilde war legendär.
Mir hat auch meine Mutter die Haare geschnitten, als Teenie habe ich das dann manchmal selbst gemacht. Fand ich nicht schlimm. Der erste Friseurbesuch mit 17 für eine Dauerwelle war dann schon wirklich etwas Besonderes.
In meinen 20ern wäre ich am liebsten alle drei Wochen zum Friseur gegangen, weil ich es geliebt habe, heute ist es eher ein Pflichttermin. Damals gab es aber auch noch keine guten Stylingprodukte für meine Haare und ohne etwas drin hielt der Schnitt nicht so lange wie heute.
Inzwischen gehe ich alle sechs Wochen. Aus Geldspargründen habe ich das 2020 von fünf auf sechs gestreckt und beibehalten. Die Termine buche ich halbjährlich im voraus.


Wie hältst du es mit der Planung? Und hast du lieber immer die gleiche Person für deine Haare oder magst du es, wenn mal jemand anders dabei geht? Dass du salontreu bist, weiß ich.
Nicole: Ich gehe alle acht Wochen. Dann passt das mit Strähnen und Schnitt. Ich würde sehr gern alle vier Wochen gehen. Aber das ist ein echtes Geldargument.
Früher wäre ich umgekommen vor Sorge, wenn jemand anderes als ‚mein‘ Friseur meine Haare geschnitten hätte.
In dem Salon, in dem ich seit dem Umzug bin, hatte ich jetzt durch Urlaub und Krankheit drei verschiedene Friseure und das war wirklich sehr gut. Ich werde freier und freue mich darüber, auch, weil es etwas bewegt beim Stil. Aber prinzipiell bin ich immer bei demselben Friseur.
Und ich bin wirklich salontreu. Ich würde heute noch nach Bremerhaven fahren, wenn sich der alte Salon, bei dessen Chef ich über Namens- und Ortswechsel über 30 Jahre war, in der Corona Zeit nicht so unfreundlich und wirklich unverschämt verhalten hätte.
Bist du salon- und personentreu?
Ines: Bei Friseur_innen bin ich absolut personentreu. Ich bin denen schon durch diverse Salons quer durch Hamburg gefolgt.
Nicole: Ich schätze so etwas. Sehr sogar.
Springen wir nochmal zur Pflege: Benutzt du Salon Shampoo/Kur oder Drogerie?
Ines: Mein Shampoo ist von Speick, eventuell wechsle ich auf Balea – beides Drogerie. Mein Wachs bestelle ich im Onlineshop des Herstellers direkt. Salonmarken habe ich früher mal verwendet. Meistens ist mir viel zu viel Mist drin. Clean Beauty lebe und liebe ich.
Ines: Mit was für einer Frisur siehst du dich mit 80?
Nicole: Eine super Frage! Wenn ich bis dahin graue Haare habe, dann mit grauen. Und der Schnitt dem ähnlich wie jetzt. Sonst alles wie gerade in Variation. Und du dich?
Ines: Mal davon abgesehen, dass ich mich nicht 80 werden sehe – eine Horrorvorstellung noch so lange zu leben, kann ich mir gut vorstellen, den Rest meines Lebens mit einem kurzen, grauen Pixie zu verbringen. Was an Schnitt seit 33 Jahren auf meinem Kopf ist, darf bis Dienstzeitende bleiben.

Nicole: Ouha, ich wusste nicht, dass du ihn schon so lange hast. Ich hatte keine Frisur so lange. Zwischendurch hat es mich immer wieder überkommen zu wechseln. Dich nie? Nicht einmal als klitzekleiner Wunsch?
Ines: 1998 und 2004 habe ich Versuche gemacht, die Haare nochmal kinnlang werden zu lassen. Beide Versuche wurden auf dem Weg dahin abgebrochen und ich habe immense haptische und optische Erleichterung verspürt, als die Haare wieder kurz waren. Nein, es schlummert kein Veränderungswunsch in mir.
Ines: Hast du eine Vorliebe, zu welchem Geschlecht der Mensch gehört, der deine Haare machen darf?
Nicole: Nö. Noch nie. Und du?
Ines: Ist mir auch egal, die Chemie muss stimmen. Smalltalk, Deeptalk oder Schweigen im Salon?

Nicole: Alles davon. Wie hältst du es?
Ines: Am liebsten lasse ich mir was erzählen. Da ich Menschen gut zum Reden bringen kann, gelingt das meistens. Beim letzten Mal habe ich so zum Beispiel erfahren, dass ein knallbunt gefärbter Flechtschopf bei kleinen Kindern im Sommerurlaub super ist, weil man sie im Pool und am Strand sieht. Sie gehen so schwerer verloren.
Nicole: Das stimmt. Blöd nur, wenn alle bunt sind. Bei mir ist der Talk ein Geben und Nehmen
Ich kabbele mich auch gern mit meinem Friseur.
Ines: Hast du schon mal bunte Kinderschopfe im Schwimmbad gesehen? Ich nicht.
Nicole: Nein, ich auch nicht. Aber vielleicht ist das ein Hamburger Ding? Wir haben unsere Kinder lange nicht unbeaufsichtigt beim Schwimmen und am Strand gelassen, wir brauchten diese Haare nicht.
Allerdings gab es eine Zeit, da haben sie vom Friseur auswaschbare (wie Mascara) Strähnchen bekommen. Die waren nach einem Tag schon weg. Ich mochte das nicht.
Welche Frisuren gefallen dir an anderen und welche nie?
Ines: An anderen finde ich volumige Locken wunderschön. Nie leiden mag ich die berüchtigte rote Sträne im Pony.
Nicole:Ich kenne auch nur eine Person, bei der diese Braun-Blond Färbung (Balayage) auf der Hälfte des Kopfes gut aussah.
Würdest du deinen Kunden bei Nachfrage zu Extensions raten? Wie ist deine Meinung dazu?
Ines: Extensions für den Alltag machen die Haare so kaputt an den Befestigungsstellen, dass sie danach völlig im Eimer sind. Für einen ganz besonderen Moment wie eine tolle Feier könnte man das schon mal machen, wenn man das Geld dafür ausgeben möchte. Das Problem ist dann aber das gleiche wie bei Hyaluronsäureunterspritzungen im Gesicht: Man weiß dann, wie man dauerhaft aussehen möchte. Das wird teuer und mühsam. Der Weg zurück in die Realität ist hart. Deshalb bin ich unterm Strich kein Fan davon.
Nicole: Genauso empfinde ich das auch. Und denke immer, ich würde mich den ganzen Tag am Kopf kratzen.
Haben deine Haare im Winter andere Ansprüche als im Sommer?
Ines: Nö :)
Magst du es, wenn jemand deine Haare berührt?
Nicole: Haha, ich musste lachen. Mein Friseur, mein Mann und ich, das geht. Leicht über den Kopf streichen mag ich null.
Und es gibt in meinem Nacken eine Stelle.. mein Friseur lacht immer, weil ich da so Mega empfindlich bin. Sonst mag ich ja umarmen und so. Aber Haare? Puh..
Wie ist das bei dir?
Ines: Kopfgestreichel mag ich gar nicht. Ich bin kitzelig bis in die Haarspitzen. Was ich mag ist, wenn mein Kopf in einer Hand gehalten wird.
Nicole: Hast du deine Haare mal toupiert und/oder in Lockenwickler gelegt? Unabhängig davon, wie dir dein Mann gefällt. Welche Frisuren bei Männern findest du super?
Ines: Toupiert bekommen habe ich die Haare nur einmal als Jugendliche für einen besonderen Look. Meine Mutter konnte das, hat mir aber deutlich davon abgeraten, meinen feinen Haaren das anzutun.
Lockenwickler habe ich auch nur mal ausprobiert, meine Mutter hatte beheizbare aus den 1970ern. Das war mir zu mühsam. Ich habe lieber einen Lockenstab verwendet, damit lassen sich meine Haare sehr gut formen.
Damals waren die Föne noch nicht so gut wie heute. Bei halblangen Haaren würden mir heute eine Skelettbürste und ein Fön für normales Styling mit etwas Schwung reichen. Für Locken oder Wellen würde ich einen Lockstab nehmen – der heute Glätteisen heißt. Meine Haare lassen sich sehr gut durch Wärme formen und behalten das mit Spray darüber bei.
Die Frage, welche Frisuren ich bei Männern gut finde, kann ich genauso wenig beantworten, als wenn sie auf Frauen gemünzt wäre. Das hängt total vom Mann an sich, seinem Stil, dem Gesicht und der Haarstruktur ab. Insgesamt finde ich kurze Haare bei Männern deutlich besser als lange.
Richtig lange Haare mag ich bei Männern nie, kinn- bis schulterlange Haare können durchaus ihren Charme haben, wenn die Haare schön kräftig – und gerne wellig bis lockig – sind.
Hast du bei Männern eine Vorliebe für eine bestimmte Haarfarbe?

Nicole: Es geht mir wie dir. Ich finde extrem kurze Schnitte sehen nur bei dunkleren Haaren gut aus. Und nur wenigen Männern stehen längere bis lange Haare.
Und extreme Blondierungen mag ich nicht.
Gepflegt gefällt mir. Aber das immer.
Nun zur letzten Frage:
Hast du Ticks bei der Haarpflege? Ich versuche zum Beispiel immer, meine Haare über Kopf zu waschen. Ich bilde mir ein, dass das Shampoo besser ausgespült wird und es mehr Volumen gibt.
Ines: Du kommst auf Fragen … Nein, ich habe genug Ticks bei anderen Sachen, meine Haare sind tickfrei :).
Nicole: 😂
Danke für deine haarigen Antworten. Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal und bin gespannt, was du dir ausgedacht hast.
Ines & Nicole reden über Haare
Jetzt haben wir über jedes einzelne Haarthema gesprochen, das uns beiden einfiel. Ich hoffe, euch hat der Talk gefallen. War etwas dabei, was euch überrascht hat? Habt ihr noch eine Frage offen?
Ich bin selbst gespannt, was Ines als nächstes Thema für uns auswählt.
Alles Liebe,
Eure Nicole






Danke für den inspirierenden Talk. Der Ausdruck von Ines „bettverlegen“ gefällt mir, und genau deswegen wasche ich ebenfalls täglich meine Haare. Und weil ich als einzige in der Familie feines, glattes Haar habe, fühlte ich mich stets sehr benachteiligt – also habe ich die früheren Starfriseure Deutschlands wie Gerhard Meir und Udo Walz aufgesucht auf der Suche nach dem Heiligen Gral der Friseurkunst. Irgendwann habe ich begriffen, dass ich eher eine Kurzhaarfrau bin und mache das Beste aus dem feinen Baby-Hair.
Ach ja, ich wechsele durchaus mal den Friseur, weil ich möchte, dass jemand, der mich nicht kennt, einen frischen Blick auf meine Frisur wirft. Man wird in der Hinsicht auch etwas blind sich selbst gegenüber.
Zu grau kann ich mich noch nicht durchringen, weil ich dann vermutlich sehr sehr unscheinbar wirken würde, aber auch, weil ich einen jüngeren Mann an meiner Seite habe (der mich aber mit jeder Haarfarbe gut finden würde)
Willkommen im Club derer, die bei der Verteilung nicht aufgepasst haben, räusper. Es ging mir genauso.
Ich finde deinen Mut, den Friseur zu wechseln, erstaunlich. Ich bin froh, dass ich in Bremen jemanden gefunden habe, dem ich zu 99,9% vertraue. Nur beim Pixie gehen seine und meine Meinung auseinander.
Deine Frisur mag ich sehr, sie sieht immer gut aus. Wahrscheinlich sehen wir uns selbst oft zu kritisch. Und ein solcher Mann, egal wie alt, ist immer Gold wert.
Liebe Grüße
Nicole
Danke für das Kompliment.
Was soll denn passieren beim Friseurwechsel? Wächst doch nach, oder man geht zur Korrektur reumütig zum Stammfriseur zurück.
Ach ja, ich quatsche durchaus Frauen mit tollen Kurzhaarschnitten an und frage, wer ihr Friseur ist. Da kenne ich nix.
Ich habe das Gefühl, meine Haare wachsen in Zeitlupe und darum wäre ich viele Wochen kreuzunglücklich. Mir gefällt sehr, wenn ich weiß, dass mein schneidendes Gegenüber mich und meine Vorlieben kennt und mir ggf. auch sagt, was eben nicht funktioniert.
Angesprochen wurde ich tatsächlich auch schon häufiger.
Liebe Grüße
Nicole
Haare sind ein endloses Thema, auch wenn sie kurz sind :-) In mir kamen gerade einige Erinnerungen hoch, was ich im Laufe meines Lebens so mit meinen Haaren angestellt habe – und das war viel. Sehr viel. Farbexperimente in alle Richtungen – nur schwarzhaarig war ich nie. Ansonsten ist von weißblond bis hin zu allen Rotschattierungen wirklich alles dabei. Und dann von lang auf kurz, wieder zurück zu lang, dann viele Jahre kurz, nun züchte ich gerade. Und die eine oder andere Dauerwelle war natürlich auch dabei – ist sie im Moment ja auch. Und was so spießig klingt, macht mich gerade sehr glücklich, denn ansonsten hätte ich den Versuch, sie wachsen zu lassen, längst abgebrochen. Und wer weiß, vielleicht erreiche ich ja den angestrebten Endpunkt mit irgendwas zwischen kinn- und schulterlang plus Wellen.
Was aber wirklich nervt ist die Zeit, die die Locken fressen. Damit die so sitzen wie sie wollen, ist täglich 20 Minuten Fönen angesagt… das nervt schon ein bisschen, wenn man gewohnt ist, mit dem Handtuch durchzurubbeln und fertig.
Liebe Grüße
Fran
Oh wow, du züchtest? Ich bin sehr gespannt darauf. Das wird dich als Typ sicher verändern. Deine kurzen Haare möchte ich sehr. Auf das lange bin ich jetzt freudig aufgeregt. Ich hätte nicht gedacht, dass du so lange stylst. Das dauert länger als bei mir😂
Ich finde es sehr interessant, dass ihr alle so viel Farbexperimente hattet, da war ich sehr brav.
Viel Erfolg bei der Züchtung: Halte durch
Liebe Grüße
Nicole
Haarige Experimente hat wohl jede(r) hinter sich. Wobei di Frauen womöglich mehr experimentieren. Pumucklrot war mal das Schlimmste, was ich mir angetan habe. Und früher die Dauerwellen, auch Hubschrauberlandeplatz genannt. Eure Frisuren gefallen mir beide.
Liebe Grüße
Sabine
Danke, ich war bei Farbe sehr zurückhaltend, aber sonst habe ich mir vieles gewünscht und ebenso vieles ausprobiert. Heutzutage sind einige Männer sehr experimentierfreudig, ist mir aufgefallen.
Aber das finde ich ok, wenn es denn gut aussieht.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie du in Pumucklrot aussiehst. Aber ich glaube, es lebt eine Punkerseele in dir.
Liebe Grüße
Nicole
Liebe Nicole,
Darf ich fragen, welches gelartige Wachs du benutzt ?
Ich bin auf der Suche, da meine Haare nach der Chemotherapie jetzt so flusenartig sind.
Liebe Grüße
Barbara
Natürlich darfst du das fragen, liebe Barbara:
Das ist mein Gelwachs und ich mag sowohl die Entnahme, die Anwendung als auch das Auskämmen.
Es wäre toll, wenn es auch für deine Haare etwas tut.
Alles Liebe für dich und pass gut auf dich auf
Nicole
Besonders spannend finde ich die fotografische Frisurenreise. Ich finde, ihr habt beide das passende für euch gefunden. Irgendwann hat man das meiste durch und die eigenen haarigen Gegebenheiten akzeptiert, so dass nur noch wenig Anreiz für Änderungen da ist. Mir geht es mit den kurzen Haaren wie Ines – ich mag das Gefühl und das es so pflegeleicht ist. Ich brauche gar keine Haarprodukte mehr und wenn ich packe, ist auch kein Kamm dabei – zum Leidwesen meines Mannes… Hätte ich mehr und dickere Haare, würde ich sie allerdings gerne richtig lang tragen – als Metal-Fan können kurze Haar manchmal echt frustrierend sein. Aber man nimmt was man hat und macht das beste draus. Immerhin hab ich für keine Frisur je so viele (oder überhaupt) Komplimente bekommen, wie für die jetzige.
Liebe Grüße!
Du siehst auch super aus. Ich traue mich an diese, deine Kürze nicht heran. Ich habe Angst, dass es braucht wieder zu wachsen bis ich 80 bin.
Ich würde die Lockenpracht immer noch nehmen, aber das wird nichts mehr. Immer, wenn ich Fotos von meinem gut geföhnten und füllig aussehenden Bob sehe, bin ich gedanklich bei: Das könnte mal wieder.
Dann aber kommt die Erinnerung, wie lange es hält und zack bleiben wir bei dem, was ist.
Liebe Grüße und Danke für deine lieben Komplimente
Nicole
Kurze Haare – langer Talk ;)
Wenn ich Nicoles Beschreibungen ihrer Haare und Frisuren-Reise so lese, dann sind wir wohl mit denselben haarigen Voraussetzungen zur Welt gekommen. Ich warte auch noch immer darauf, dass sich grau oder besser weiß zeigt. Meine Oma, der ich sehr ähnlich sehe, hatte eine tolle strahlend weiße Farbe, die würde ich lassen. Aktuell werde ich aber immer noch nur dunkler. Dem rückt meine Haarfee des Vertrauens mit liebevoll gemalten Strähnchen zu Leibe.
Was Friseur angeht, bin ich extrem heikel. Ich kann es nicht gut haben, wenn jemand an meinem Kopf rumfummelt. Friseurbesuche stünden bei mir absolut nicht an der Spitze der Dinge, die ich gerne tue. Zum Glück ist eine wirklich gute Freundin Friseurmeisterin und außer ihr war in den letzten 30 Jahren niemand anders mehr an meinen Haaren.
haarige Grüße an Euch beide
Britta
Ich musste tatsächlich grinsen, liebe Britta. Da hast du großes Glück, dass du so jemanden hast.
Mir gefiel schon immer alles, was mit (relativer) Beauty zu tun hat: Also Kosmetikerin und Friseur. Lange konnte ich mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die das nicht mögen 🤭
Ich schicke dir frisch gekämmte Grüße zurück,
Nicole
Da bleibt wohl keine haarige Frage mehr offen. 😁 Sehr unterhaltsam zu lesen. Was man so im Laufe des Lebens alles mit seinen Haaren anstellt.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina
Vielen Dank, liebe Tina. Ich hatte ja ein bisschen gehofft, dass es noch Fragen gibt 😅🫠
Hab auch du einen richtig schönen Tag.
Liebe Grüße
Nicole
Ich habe noch eine Frage: Wo fällt dein Scheitel von Natur aus hin und lässt du ihm den Willen oder wechselt das?
Er fällt so, wie er ist. Und wird nicht zurück gequält. Das habe ich früher für mehr Stand am Ansatz gemacht, heute ist das nicht mehr notwendig.
Kurz ist euer Austausch nun wirklich nicht😅 Aber bei vielen Aussagen und Erfahrungen fühle ich mich erinnert an Haarsünden, Fehler, Pannen….So kann ich heute bei einigen Fotos von mir kaum glauben, auf welche Farbexperimente ich mich schon einlassen habe in meiner Vergangenheit ☺️
Das klingt ja spannend. Bei Farbe war ich nie so experimentierfreudig, bei einigen Schnitten schon.
Ich freue mich sehr, dass dir der Talk gefallen hat.
Liebe Grüße
Nicole
Liebe Nicole,
liebe Ines,
ich habe an Frisuren schon viel ausprobiert, aber seit 10 Jahren habe ich fast immer die gleiche Frisur. Klassischer Bob oder Longbob mit Pony.
Ich hatte mal Muster ins kurze Haar rasieren lassen, meistens rötliche Haare aber immer Farbe oder Tönung im Haar. Früher trug ich lange einen ganz kurzen Pixie.
Haarspray konnte ich nicht leiden und Schaumfestiger habe ich auch dann gelassen. Ich habe Naturwellen.
Heute nur Haarseife und alle 5 Wochen schneiden. Seit 12/24 keine Farbe mehr und ich fühle mich befreit. Mir ist ein gut geschnittener Haarschnitt sehr wichtig. Gerade als Brillenträgerin.
Cooles Thema
Alle fünf Wochen ist ein Traum, liebe Sibille. Mit Haarspray, stehe ich mittlerweile auch auf Kriegsfuss. Naturwellen sind so beneidenswert und toll, da braucht es wahrscheinlich auch gar nicht mehr.
Ich versuche mir gerade, deine wilde Phase bei den Haaren vorzustellen.
Liebe Grüße und ich freue mich, dass dir das Thema gefällt
Nicole
Ja, das war sie in jedem Fall, eine wilde Reise. Auch für die Nerven meiner Eltern.
Ich finde es cool. Aber als Eltern ist das sehr, sagen wir, spannend.