
Als ich gestern zu meinem Mann sagte, dass dieses Seelenglück ziemlich exakt ein halbes Jahr vor Weihnachten erscheint, da meinte er, dass wir ja noch gar keinen Weihnachtsbaum bestellt haben. Was er nicht ahnt: Er ist bestellt.
In dieser Woche jedoch bin ich noch einmal neu erwacht, denn der Sommer ist endlich da. Und ja, es ist warm, aber es ist eben auch einfach schön. Die seichte Luft, Shorts bis zum Abend, jackenfrei. All das ist schon Seelenglück.

Das Seelenglück auf der Hälfte des Jahres
Ich bin ja, bei allem Glow, den ich immer suche, sehe und finde, ein sehr emotionaler Mensch. Und diese Woche hat mich, wieder einmal, dezent gefordert. Aber: Hey, da draußen (und drinnen und im Herzen) ist Sommer und das ist einfach nur großartig. Und wenn ihr denkt, dass das Seelenglück damit zu Ende ist, muss ich euch enttäuschen und einladen, bitte und gerne weiterzulesen.
In dieser Woche habe ich zwei stereotype Gedanken (einen teile ich gleich) ausgelöscht und den Sommer genossen. Was das mit dem Seelenglück macht?
Kiel und ein Eis
Ich war das erste Mal ‚richtig‘ in Kiel und da wohnt ja auch Sabine. Also habe ich spontan beschlossen, sie zu fragen, ob sie Lust auf ein Treffen hat. Und sie hatte. Dass sie mich zeitgleich getroffen und mit einem so köstlichen Eisbecher zusammengebracht hat, das war schon klasse. Ein Tag mit Seelenglück, denn ich habe mich über ihre Zeit gefreut und sie ist immer sehr erfrischend (auch ohne Eis übrigens)

Grillen mit dem ‚typischen‘ Salat
Während wir ja in der letzten Woche ein großes Salatexperiment gewagt haben, sind wir an diesem Wochenende wieder zum Bewährtem auf Wunsch eines Familienmitglieds zurückgekehrt.
Das selbstgebackene Fladenbrot dazu war allerdings neu und ausgesprochen lecker. Und der Abend mit 2/3 Kindern und dem Fußballsieg haben den Tag rundgemacht.


Der Smartphone Engel
Ich hatte es auf Instagram schon erzählt, mein Mann hat auf dem Weg zum Bahnhof sein Smartphone verloren. Das war ziemlich aufregend, denn in solchen Momenten merkt man wieder einmal, wie viel Leben auf diesem Gerät ist und wie abhängig man auch ist.
Als ich es anrief, weil er dachte, es wäre zuhause, ging ein fremder Mensch ans Telefon. Er hatte es gerade gefunden und es mir dann auch noch zum Bahnhof gebracht. Das zeigt wieder einmal, dass diese Welt noch nicht verloren ist und das ist einfach schön.
Und nebenbei: Wir haben keine gegenseitige Ortung, weil wir das immer schräg fanden.

Ein lauer Sommerabend in Berlin
Viele Abende mit echter Freizeit haben wir hier nicht, in dieser Woche sollten es, auch aufgrund früherer Anreise, zwei werden. Hier ist Nummer 1: Ein Spaziergang durch unseren Kiez, ein Eis in der Hand und diese Wolke. Zusammen mit dem Rest ist das echtes, gefühltes Seelenglück.

Mein Outdoor Büro
Unser kleiner Balkon in der Hauptstadt hat ganztägig Schatten und das liebe ich sehr, weil ich mein Leben, inklusive des Bloggens quasi nach draußen verlegen kann. Und das habe ich diese Woche zur Gänze genutzt und es wird mir in der nächsten Woche fehlen, denn in Bremen ist die Terrasse sonniger, aber dadurch eben nicht immer zum Schreiben geeignet.

Shorts all day und meine Hummerarmbänder
Wenn ich von morgens bis abends in Shorts oder leichten Kleidern unterwegs sein kann, dann muss das einfach hierher. Ich liebe dieses leichte Sein. Und dazu dann noch meine Sommerarmbänder von Petra (Werbung aus dem Herzen) mit dem knuffigen Hummer (ich habe auch Kirschen!), das macht Sommerlaune im Look.

Chicken Shawarma- manchmal muss es so etwas sein
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber im Sommer ist mir öfter nach salzigem Essen oder Fastfood. Als ich an diesem Abend von einer Besorgung zurückkam, hatte ich keine Lust, mir noch etwas zu essen zu kochen und dann lachte mich unser Shawarma Laden in der Nachbarschaft an. Und so gab es an diesem Abend eben das und mit der Soßenempfehlung des Verkäufers war es ein perfektes Abendessen.

Erdbeeren zum Vernaschen
In diesem Jahr finde ich Erdbeeren besonders lecker. Als mein Gemüsehändler hier auf dem Berliner Wochenmarkt meinte, das seien die besten, habe ich freundlich wohlwollend genickt. Als ich sie dann verspeist habe, da wusste ich, dass er absolut recht hatte. Es waren die bisher besten in diesem Jahr und ich habe diese Extraportion Sommer mehr als genossen. Seelenglück in saftig rot.

Ein Essen im Foodhimmel (Nummer 2 der freien Abende)
Vier Bremer in Berlin und unsere Freunde wollten unbedingt in dieses sehr hippe und gehypte japanische Restaurant. Meine stereotype Einstellung: Da ist bestimmt alles roh und sushi. Schon bei der Reservierung war ich höchst skeptisch, weil es ein sehr dunkles Restaurant ist. Nun, was soll ich sagen? Es war göttlich. Vom Service bis zu den Empfehlungen des Kellners und unsere Gespräche, es war ein gelungener Abend inklusive angehängtem Barbesuch mit Außentisch. Etwas, das wir viel zu wenig machen. Ich liebe entspannte Treffen, bei denen alles und jeder er selbst ist. Und habt ihr zum Nachtisch schon einmal Chicorée mit Yuzusorbet gegessen? Ich auch nicht. Aber es war richtig gut.
Was lernen wir daraus? Seelenglück wird, wenn man über seine Vorurteile hüpft und einfach mal probiert.

Das Seelenglück in der Halbzeit des Jahres
Das war sie also, die 26. Woche eines bisher turbulenten, aber ebenso schönem 2026. Wenn ich hier ein Fazit ziehen müsste: Das Jahr war (und ist) emotional aufwühlend, spannend, lehrreich, freundlich, interessant, bietet Neues und Bewährtes und hat mehr Glow als No.
Wie war deine Woche und wie würde dein Fazit aussehen?
Alles Liebe und ein schönes Sommerwochende,
Eure Nicole





