
Das Seelenglück in dieser Woche wurde auch von ein paar kurzen Sommerausbrüchen bestimmt. Und von den kleinen, aber feinen Dingen, einem Wiedersehen und ja, auch der beginnende Herbst hat seinen Anteil daran.
Ich war selbst überrascht, dass er tatsächlich hier gleich in der ersten Woche auftaucht, aber man muss die Feste und das Seelenglück feiern, wie sie fallen.
Darum nehme ich euch in dieser Woche mit durch einen Abstecher in den Sommer, zu einem Geburtstag ohne große Feier, zu den kleinen Freuden des Lebens und zu einem Wiedersehen.

Seelenglück ist ganzjährig – da kann auch Herbst sein
Für mich sind Jahreszeiten kalendarisch und nicht meteorologisch. Darum ist es jetzt offiziell: Der Herbst ist da. Und jedes Mal, wenn ich diesen Satz sage, dann denke ich daran, dass unsere Tochter früher im Kindergarten immer voller Inbrunst dieses Lied geträllert hat.
Ich trällere jetzt nicht gerade, weil Herbst ist, ich würde auch lieber im Sommer bleiben. Aber es lässt sich nicht verleugnen, dass auch der Herbst – zum Glück – schöne Momente hat. Auch wenn sich das erste Seelenglück gänzlich davon abhebt.
Ein kleiner Abstecher in den Sommer
Der Gatte hatte einen besonderen Geburtstag zu feiern und alles, was er eben nicht wollte, war feiern. Da der Tag der Tage relativ günstig lag, hat er die gesamte Familie zu einem Wochenende am Gardasee eingeladen. Und da war: Sommer. Und das war ausgesprochen fein. Denn die Temperaturen waren sommerlich milde, die Sonne lachte dem Geburtstagsoldie freundlich zu und ich, ich war im Seelenglück.

Familienzeit – erst ruckte es und dann wurde gelacht
Mit dieser Reise verbunden war dann natürlich Familienzeit. Alle waren da und nachdem sich das Gebilde zurechtgeruckelt hatte, hatten wir eine wirklich lustige Zeit. Mit alten Anekdoten, neuen Geschichten und Schnick Schnack Schnack. Und UNO, denn das Spiel scheint sich zum Familienmitglied entwickelt zu haben.

Der Duft des Herbstes
Aus dem Sommer heraus wurde ich erst einmal in den echten Herbst in Berlin katapultiert. Es regnete bei Ankunft, aber dann hatte Petrus tatsächlich ein Einsehen. Als ich an diesem Tag vom Markt kam, war das Wetter zwar kühler, das Licht aber phantastisch und es roch so würzig nach Herbst, das ich – wieder einmal- von einer Welle der Dankbarkeit und Freude geflutet wurde.

Ein (oder mehrere) Honigkekse
Die Zeit des regelmäßigen Cappuccinos am Nachmittag ist wieder angebrochen. Und ich brauche einen Snack dazu. Dieser Honigkeks ruft zwar auch Herbst, aber er legt sich so sanft auf die Zunge, dass es einfach schön ist. Und danach rasen die Finger wie von selbst über die Tasten.

Ein Wiedersehen beim Vietnamesen
Bedingt durch die Sommerpause haben wir uns über zwei Monate nicht gesehen und ja, es fehlt etwas in meinem Leben. Sie fehlt da. Denn sie ist, das habe ich hier schon oft gesagt, einer der lebensbejahendsten Menschen, die ich kenne. Man kann mit ihr über alles reden und sie verbreitet so eine natürlich Zuneigung, dass es herzerwärmend ist.
Unser Wiedersehen war also schön und der letzte offizielle Sommertag hat alles gegeben, sodass ich meine besondere Limonade, diesen besonderen Menschen und das köstliche Essen auch noch draußen genießen konnte. Seelenglück potenziert.

Ein Shot-Mitbringsel
Mein Mann ist eine Frühstücksmann und er bereitet es liebend gerne zu. Inklusive frisch gepresstem Saft. An diesem Tag reichte die Zeit dafür nicht und er hat mir einen Ingwer Shot mitgebracht. Weil er der Meinung war, ich bräuchte Vitamine.
Den Matcha darin vergessen wir, die Schärfe des Ingwers sorgte dafür, dass ich mich wie ein aufgezogenes Duracell Häschen fühlte.

Herbst auf dem Ku’damm
Kennt ihr das, wenn ihr einfach nur entspannte Fröhlichkeit spürt? Ich war nach der Sommerpause nach einem kurzen Spaziergang auf dem Ku’damm unterwegs, habe das obligatorische Foto der Gedächtniskirche für meine Freundin gemacht, meine Shops abgelaufen und es war einfach der schönste erste Herbsttag. Wenn er so bleibt, biete ich ihm meine Freundschaft an.

Der erste Tee
Klar, trinke ich ab und an auch im Sommer Tee. Aber irgendwie ist das für mich ein Synonym für Herbst. Und so habe ich die erste Zubereitung, trotz ‚Nur-Teebeutel‘ ein bisschen zelebriert und für mich offiziell die Jahreszeit begrüßt. Willkommen geheißen möchte ich es nicht nennen;).

Leberkäse – Soulfood
Beim Gang über den Wochenmarkt lachte mich der Leberkäse an und er gehört auch für mich zum Herbst. In Bremen essen wir es mit Kartoffelbrei und Spiegelei. An diesem Abend war ich faul, also gab es Salzkartoffeln und ein Senfherz dazu.
Das hat mich fröhlich schmausen lassen und ich gebe zu, dass die kulinarischen Genüsse des Herbstes mir schon sehr zusagen.

Seelenglück im Übergang
Jetzt ist es also Herbst, das Seelenglück wird herbstlich und ich hoffe, dass ich bald eine erste Kastanie hier erwähnen darf. Diese Woche war besonders und besonders schön. Diese kleinen Dinge finde ich so wichtig und ich finde es so wichtig, dass wir sie immer wieder wahrnehmen und festhalten. Egal, was für Stürme da sonst so toben.
Was hat euch in dieser Woche Herz und Seele gewärmt ?
Alles Liebe,
Eure Nicole





