Kolumne,  Leben

Selbstmanagement- wie mehr Leichtigkeit gelingt

Die ersten zwei Wochen im Januar sind für mich immer eine komische Zeit. Emotional, persönlich. Das alte Jahr hängt mir noch nach, im Neuen bin ich noch nicht angekommen, die Dinge haben sich noch nicht festgezurrt. Ja, ein Hänger aus verschiedenen Gründen war dieses Mal auch noch dabei.

Das kommt vor, ich kann mich auch mal gut suhlen, aber dann geht es wieder los. Ich habe mich dann wieder einmal mit Selbstmanagement auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass es mir Leichtigkeit gibt, wenn ich mich mit mir, meinen Gedanken und meinem Tun und meinen Zielen auseinandersetze.

Warum ist Selbstmanagement wichtig?

Selbstmanagement- eigene Einteilung verleiht Leichtigkeit

Ich gebe zu, ich kann viele Dinge aufschieben, verschieben, mir von außen diktieren lassen. Aber am Besten komme ich klar, wenn ich weiß, ich habe meine Sachen selbst in der Hand. Und das geht sowohl im Job als auch im Alltag. Denn wie gut fühlt man sich, wenn man seine Geschicke kontrolliert?

Es hilft uns, selbstständiger und fokussierter zu sein und somit auch leichter. Denn wir allein wissen ja, was gut ist. Für uns.

Natürlich müssen wir unsere Sachen erledigen, manches kann auch nicht verändert werden, aber mit unserer Organisation, Motivation und Planung, die wir selber machen, klappt das auch gleich viel besser. Und leichter. #vielleichter2021

Was ist Selbstmanagement?

Die ausführliche Definition des sich selbst managen überlasse ich den Wissensplattformen. In Blogform verfasst, bedeutet Selbstmanagement, dass wir uns selbstständig sinnvolle und erreichbare Ziele setzen und diese dann einteilen und nach einem unserem Plan abarbeiten. Oder abhaken bzw. delegieren.

Das hilft, um motiviert und tätig zu bleiben und am Ende des Tages eine ganze Menge geschafft zu haben.

Wie betreibe ich Selbstmanagement?

Selbstmanagement- Tools, die dabei helfen

Ich habe für mich festgestellt, dass diese Form der Organisation mir mehr Freiheit und Leichtigkeit gibt, weil ich das Gefühl dabei habe, es selbst organisiert zu haben. Und meistens treffe ich dann auch bessere Entscheidungen oder bleibe bei mir.

  • Notizen

Zu Beginn des Tages notiere ich mir, was ich zu erledigen habe. Dabei versuche ich schon, es zu priorisieren:

  1. Was muss ich unbedingt erledigen?
  2. Was ist das Unangenehmste (das steht bei mir immer oben und wird zuerst erledigt, dann ist es weg)
  3. Was darf warten oder kann von jemand anderem erledigt werden? (Das ist das Schwierigste für mich, denn dabei kann ich mich prima selbst betrügen- deshalb ist die vorherige Priorisierung wichtig!)

Ihr seht, dann habe ich schon mal einen groben Überschlag über das, was zu tun ist, ich denke dann auch schon oft darüber nach, wie viel Zeit das ungefähr kostet, kosten darf. Ich fühle mich strukturiert und geplant und lege los. Mit Elan, denn ich habe mir das ja auf die Fahne geschrieben. Ja, das ist so ähnlich wie eine To-do-Liste, aber eine priorisierte und fokussierte. Nicht die irgendwann To-do-Liste.

  • Zeitblöcke

Für zeitintensive Dinge richte ich mir Zeitblöcke nach dem Pomodoro Prinzip ein. Wenn ich analog arbeite per Timer, am PC habe ich ein Add-on. Das erinnert mich dann daran, auch mal aufzustehen, eine kurze Pause zu machen. Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht, aber ich kann auch versinken.

So sitzt du nicht permanent an der einen Sache und kommst auch anderweitig in Bewegung. Außerdem erfrischt es den Geist.

  • Tools
Selbstmanagement gelingt ganz leicht, wenn du es dir vornimmst

Ich nutze für meine Planung verschiedene Tools. Zum einen meinen Kalender Ein guter Plan, hierin halte ich meine To-dos, Termine und auch Ziele fest. Mein Smartphone ist meine klingelnde Erinnerung und wenn ich unterwegs bin mein Notizzettel. Dazu ein paar Bücher. Ich mag es analog und durchgestrichen, abgehakt und aufgeschrieben. Weil ich gerne schreibe ;). Wie ist das bei euch?

Eigene Prioritäten sind Selbstmanagement

Selbstmanagement- für mehr Leichtigkeit, Leidenschaft und Spaß

Beim Selbstmanagement ist das Schöne, dass du eigene Prioritäten schaffst bei den Dingen, die du selbst organisieren kannst. Das sorgt für viel mehr Leidenschaft, Leichtigkeit und Spaß.

Daran habe ich mich erinnert, als ich meinen emotionalen und organisatorischen Hänger hatte. Denn in diesem Jahr fiel mir die Rückkehr in den Alltag doch schwerer als sonst.

Wie organisiert ihr euch? Seid ihr schon in diesem Jahr angekommen?

Give your life a glow,

Eure Nicole

12 Comments

  • Fran

    Gratulation zu so viel Selbstmanagement! Das schaffe ich eher nicht.

    Beruflich ist das kein Problem. Da habe ich morgens meine Standardliste, aber die ist im Kopf. Im Laufe des Tages kommen drölfzig Punkte dazu, die werden auf der Schreibtischunterlage notiert. Und das ist nötig, damit ich keinen davon vergesse – es sind wirklich viele, kleine Dinge, die ich ohne sie aufzuschreiben tatsächlich vergessen würde. Allein nnachder Morgenkonferenz stehen normalerweise fünf bis zehn Punkte auf der Liste, die werden Stück für Stück abgestrichen. Und ehrlich gesagt priorisiere ich dabei gar nicht mehr nach angenehm oder unangenehm. Hauptsache, geschafft. Früher habe ich erstmal eine angenehme Aufgabe erledigt, dann eine unangenehme. Inzwischen habe ich nichtmal mehr Zeit, mir zu überlegen, was unangenehm sein könnte… hat auch Vorteile 🙂

    Privat habe ich meine Liste momentan im Kopf – und passe sie total flexibel an die Gegebenheiten an. So wie diese Woche. Da ich abends erst gegen acht zuhause war, habe ich das Saubermachen in der oberen Etage auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben…. Glücklicherweise ist das große Kind zu Besuch und blockiert das Gästezimmer. Ich könnte also da gar nicht saubermachen. Glück muss man haben 🙂 Immerhin habe ich die Wäsche trotzdem geschafft.

    Normalerweise halte ich mich an meine private To-do-Liste und notiere die in der Regel auch im Kalender. Im Moment eher nicht, ich mag mir nicht noch mehr Stress machen. Davon habe ich tagsüber reichlich, das ist genug. Abends ist relaxen angesagt. Vielleicht sollte ich chillen auf die To-do-Liste schreiben. Da könnte ich dann einen großen Haken machen.

    Liebe Grüße
    Fran

    • Nicole

      Liebe Fran,
      ich finde das klingt alles sehr nach Management. Du hast ja auch viel um zu tun und da ist chillen definitv ein wichtiger Punkt. Ich brauche diese Listen oft auch als Stütze: Aufgeschrieben ist gemerkt;).
      Außerdem ist es ja genau das, was es ausmacht: Jeder nach seinem System.
      Ich wünsche dir einen guten Start ins Wochenende.
      Liebe Grüße
      Nicole

  • Sigrid

    Hallo Nicole, ich bin tatsächlich schon in 2021 angekommen. Bei mir ist das fließend und ich hänge nicht sehr an gestern, auch wenn ich mich an viele Dinge gerne erinnere. Aber ich bin eher so der Typ: Neuer Tag, neues Glück…
    Selbstmanagement ist wichtig damit auch Me-Time übrigbleibt. Wenn ich Instagram und meinen Blog als Me-Time betrachte, dann ist mein Selbstmanagement gut, wenn nicht, dann grottenschlecht!
    Auf der Arbeit mache ich es wie Du, jeden Tag eine Liste nach einem bestimmten Schema und fahre gut damit. Erinnerungen brauche ich weder im Geschäft noch Privat. Ich kann mir relativ viel merken. Und jetzt kommt das “Aber”: Mit jedem Jahr kann ich mir weniger merken und das ärgert mich…
    Listen schreibe ich gerne und viele, aber eher, um mir etwas zu merken, das meiste, was ich händisch aufgeschrieben habe, bleibt im Gedächtnis und wenn nicht, weiß ich genau, wo ich es aufgeschrieben habe, muss die entsprechende Liste dann nur noch finden. Ich streiche nicht ab, ich zerreiße hinterher meine Zettel, aber nicht einmal durch, sondern klitzeklein. Manchmal muss ich die dann wieder zusammenpuzzeln.
    Das Unangehnehmste schiebe ich, werde ich ab morgen versuchen, nach oben zu setzen. Danke für den Tipp. Und beim Delegieren geht’s mir genauso wie Dir, schwierig. Lieber bin ich früh die erste und abends die letzte. Da weiß ich dann wenigstens auch wo meine Me-Time hängengeblieben ist. O.k. daran muss ich wirklich noch arbeiten. Werde am Wochenende mein Selbstmanagement mal überdenken und neu aufstellen, habe zu Weihnachten auch schöne Aufkleber zur Unterstützung für meinen Timer bekommen.
    Liebe Grüße und ich wünsche Dir jetzt schon ein schönes Wochenende
    Sigi

    • Nicole

      Liebe Sigi,
      ach, wie gut ich dich verstehe! Ärgern solltest du dich nicht, es kommt immer mehr dazu, deshalb kann man sich nicht alles merken. Damit tröste ich zumindest mich, haha.
      Ich freue mich, wenn ich dir ein bisschen Erleichterung Richtung Me-Time geben kann und wünsche dir, dass du sie dann auch für dich nutzen kannst.
      Ich muss die Listen sortieren, sonst zerreiße ich auch, wenn sie auf einem Zettel sind. Oder och trage um.
      Ich wünsche dir einen ruhigen Freitag und schicke dir liebste Grüße
      Nicole

  • Ines

    Im neuen Jahr bin ich am 1. Januar angekommen. Ich mag Weihnachten nicht und Silvester mit unserem Hund – es wurde natürlich trotz Verbot wie blöd geknallt – die Hölle und Pest zusammen. Ich bin dann einfach nur froh, wenn am 1. Januar beim Aufwachen der ganze Sch… hinter mir liegt und ich nach vorne schauen kann.

    Langfristige Notizen mache ich im Smartphone, Geschenkideenlisten zum Beispiel. Kurzfristige To Dos notiere ich auch lieber auf Papier und liebe das Durchstreichen nach dem Erledigen.

    • Nicole

      Liebe Ines,
      Ach Weihnachten… du weißt ja!
      Silvester ist für mich auch verzichtbar. Und mit Hund wahrscheinlich erst recht. Ich dachte früher immer, ich allein streiche gern durch. Ich mag das Gefühl, haha.
      Schön, dass es nicht so ist.
      Hab einen schönen Abend,
      Nicole

  • Michaela

    Liebe Nicole,
    ich versuche auch jeden Tag zuerst die unangenehmen Sachen, die oft etwas Überwindung kosten, zu erledigen. Ich verwende als Terminkalender eigentlich nur mein Handy und an der Tür hängt ein Zettel mit den “großen Zielen für das Jahr”, den ich nach und nach “abarbeite”. Es ist immer ein gutes Gefühl etwas ausstreichen zu können.
    Ansonsten versuche ich einen geregelten Tagesablauf zu haben, ich glaube das ist mit Kind auch wichtig. Leider kommt – neben gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Zeit mit Kind – oft die selbständige Arbeit etwas zu kurz. Aber die Zeit mit den Kleinen kommt halt auch nicht wieder.
    Liebe Grüße aus dem winterlichen Kärnten, Michaela

    • Nicole

      Hallo liebe Michaela,
      Aus Erfahrung sage ich dir: Zweimal umdrehen und der Kleine ist ein Großer 😉. Wenn du es kannst, genieße eure Zeit in vollen Zügen. Und ja, wir hatten auch zum Großteil auch einen geregelten Tagesablauf, das hilft wirklich.
      Schön, wie du deine Pläne ‚abarbeitest‘.
      Hab einen schönen Abend, bis bald und liebste Grüße
      Nicole

  • Sieglinde Graf

    Deine Planer sind sehr ansprechend und für Dich nützlich und angenehm in der Anwendung.
    Ich bin da inzwischen minimalistischer.
    Auch wenn das letzte Jahr einem wirklich noch ein wenig in den Knochen steckt, wenn Du ein Geschäft hast, musst Du immer im voraus planen. Die Sommerware wird im Winter eingekauft und und umgekehrt… Also bin ich natürlich voll in 2021 angekommen, schon seit Monaten kann man eigentlich sagen.
    Zum Glück habe ich inzwischen viel Routine in Vielem und die ist auch mein bester Freund beim Selbstmanagement. Ich kann gut einschätzen, wie lange ich für etwas brauche, bzw. welchen Vorlauf manches benötigt und auch Corona Lockdowns usw. lassen sich mit gelassener Routine nervenschonender überstehen.
    Tatsächlich habe ich nur einen kleinen persönlichen Kalender für die Tasche und einen Wandkalender für den Shop.
    Das sind meine Eckpunkte. Im persönlichen stehen derzeit wenige Termine… im geschäftlichen einige mehr, aber auch weniger als in “normalen” Jahren.
    Ohne diese beiden Kalender würde ich mich jedoch sehr unbehaust fühlen. Sie sind meine Begleiter und (Gedächtnis-)Stütze und geben mir Sicherheit.
    Ich vergesse selten etwas, aber wenn ist es auch nicht so schlimm. Das habe ich im Leben gelernt, dass es Schlimmeres gibt… das macht in gewisser Weise auch frei und leicht.
    Herzlich grüßt Sieglinde

    • Nicole

      Liebe Sieglinde,
      ich mag auch einfach das Gefühl zu schreiben. Und meist ist es so: Ist es geschrieben, ist es im Kopf. Nur bei manchen Terminen ist vergessen schlimm.
      Ich mag es, wie du es handhabst und kann mir vorstellen, dass sehr viel Organisatorisches und zu Planendes an eurem geschäft hängt.Ich mag Routinen auch sehr, sie geben, wie du sagst, Sicherheit.
      Deshalb wünsche ich dir ganz viel geplante Sicherheit.
      Alles Liebe,
      Nicole

  • Wonderful Fifty

    Liebe Nicole, Selbstmanagement und Leichtigkeit ist eine wunderbare Kombination, denn eine gute Organisation trägt auch zu einem angenehmen und halbwegs stressfreien Arbeiten bei. Ich finde es schön, dass du für dich mit deinen Planern damit eine gute Möglichkeit gefunden hast. Bei mir ist es ein einfacher Handkalender, der quasi mein „Hirn“ ist – ich habe die wesentlichen Termine auch auf dem Smartphone, aber irgendwie liebe ich hier einfach auch das analoge. Ansonsten bin ich ganz rasch ins neue Jahr geschlittert – die ersten Wochen sind bei uns generell immer sehr arbeitsintensiv, sodass sowieso keine Gewöhnungsphase gegeben ist.
    Genieße einen wunderbaren Tag mit viel Sonnenschein und alles Liebe Gesa

    • Nicole

      Liebe Gesa,
      ich finde ja auch, dass bei den Tools die Mischung die gute Sache ist. Ich kritzle (also schreibe, ähäm) mit Vorliebe in meinem Kalender.
      Dass du schon mit neuem Elan im neuen Jahr angekommen bist, ist schön.
      Ich freue mich auf das neue Jahr mit dir.
      Alles Liebe (den Sonnenschein und Schnee nehme ich, und dann Sommer)
      Nicole

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