
Normalerweise habe ich am Ende des Juli ja immer ein Tränchen im Knopfloch, weil das zeitgleich auch bedeutet, dass ich ein großes Stück Sommer abgeben darf.
In diesem Juli stimmt das allerdings nur bedingt, denn zumindest die zwei Drittel des vergangenen Monats kann man in diesen Gefilden höchstens als Sommerchen bezeichnen, wenn auch die Temperaturschwankungen teilweise wahrlich extrem waren.
Das letzte Drittel war für mich Sommer vom Allerfeinsten, denn es war alles dabei, was ich so liebe: Meer, Strand, Pool, Urlaub, Zeit und Leichtigkeit.

Das Ende des Juli könnte der Beginn des echten Sommers sein
Dieser Monatsrückblick darf aufgrund der kleinen Sommerpause hier ein bisschen anders ausfallen als sonst. Dennoch gibt es natürlich viel, was erzählt und geteilt werden möchte. Die Rubrik der gelesenen Blogs fällt aus, denn das gehörte zur Pause auch dazu, dass ich damit pausiert habe.
Seid ihr also bereit?

Was ich alles gelesen habe im Juli
Durch den Urlaub kamen in diesem Monat eine Menge Bücher auf meine Liste:
- Letzte Chance, ein sehr gut zu lesendes Buch von Robin Alexander
- A taste of Cornwall
- Sommernächte unter dem Eiffelturm
- In tiefster Nacht von Harlan Coben
- Dunkelste Nacht von Karen Rose
- Glück ist ganz nach meinem Geschmack (werde ich hier noch vorstellen)
Diverse Zeitungen, Online-Nachrichten und Zeitschriften

Worüber ich mich gefreut habe
- Über ein sehr nettes Kennenlernen mehrerer Personen und dass der Smalltalk dann gar nicht mehr so small war.
- Über mehrfach erlebten, sehr guten Service
- Über eine Auszeit
- Dass Tina mir hartnäckig Sonne geschickt hat, hör nicht auf damit;)
- Über unseren Urlaub, der erholsam, schön und besonders war
- Über eine Rückmeldung aus einem Hotel auf meine (gute) Bewertung
- Über einen sehr netten Austausch
- Über den Uber Fahrer, der gewartet hat
- Dass der erste Urlaub unserer Tochter ganz allein wunderbar geklappt hat
- Dass Sieglinde ihren Lieblingsbloggern ein besonderes Souvenir aus dem Urlaub mitgebracht hat.

Was das Gedankenkarussell im Juli so bereithielt:
- Wie zögerlich ich oft bei Entscheidungen bin
- Wie sehr mir Dauergejammer und Schlechtreden auf die Nerven gehen
- Wie sehr ich südländische Leichtigkeit und Lebensfreude liebe
- Dass ich manchmal ganz viel möchte und es mir am Ende nicht zutraue
- Dass ich die Wo-Ist-Funktion des iPhones ganz schön schwierig finde
- Wie glücklich mich Sonne, Sand und Meer machen
- Dass ich mir das Urlaubsgefühl unbedingt bewahren möchte
Gelacht habe ich viel und auch über:
- Als ich mit Ines über Geiz sprach und ihr den Spruch meines Vaters erzählte: Hebben kommt von Spaan (Haben kommt vom Sparen) und sie sagte, dass Haben auch von Halten kommt
- Als ich ein Fenster in einem anderen Raum nicht vollständig geöffnet lassen wollte und mein Mann meinte, es wären gerade auch wieder zahlreiche Fassadenkletterer unterwegs
- Mit unserem Sohn beim UNO-Spielen
- Als mein Mann mich fragte, ob ich beim Friseur nur einen Kamm gekauft habe
- Und wie immer, beinahe täglich über meinen Mann
Was ich mich gefragt habe im Juli
- Wann diese Hetze wohl aufhört, ich kann da gar nicht gut mit umgehen. Außerdem nutzt sie IMMER den falschen.
- Wann die Menschen in Charterflugzeugen wohl mit dem Klatschen aufhören
- Warum man im Urlaub ständig eine Flunsch zieht, als wäre man dazu gezwungen worden, dort zu sein.
- Warum es hier keine Oregano Chips gibt
- Warum man mit High Heels zu einem Sommerfest erscheint, wo doch auf grasfreundliche Schuhe hingewiesen wird
- Warum ich nicht einfach mal mache

Was ich gemacht habe
- An einem Webinar über Sichtbarkeit teilgenommen
- Ich hatte einige schöne Begegnungen
- Porto besucht
- Koffer gepackt
- mein Veröffentlichungstool gebucht
- Urlaub
- meinen Kleiderschrank zumindest für den Sommer neu strukturiert



Worüber ich mich gewundert habe in diesem wirren Juli
- Über diese Temperaturschwankungen
- Über den sehr guten Service bei Easyjet
- Über die wahnsinnige Motivation der Frauen bei der Fußball-EM, das war toll
- Über die Ehrlichkeit der Torhüterin
- Wie wirklich schön Porto doch ist
- Wie wahnsinnig tätig so ein Meer sein kann
- Wie oft ich stehenbleibe, Dinge genieße oder einfach wunderschön finde

Habe ich mich geärgert?
- Hier eher fremdgeschämt: Ein Taxifahrer fragte mich, ob sein Outfit (flotte Shorts, T-Shirt) angemessen sei. Als er meinen verständnislosen Blick sah, erzählte er mir, dass ein Fahrgast sich geweigert habe, wegen der Shorts und seiner Herkunft bei ihm mitzufahren. Das fand ich so schlimm..
- Über Ryanair, weil unser Koffer 600(!!) g zu schwer war. Wir durften entweder zahlen oder umpacken. Bitte versteht mich nicht falsch, ich akzeptiere diese Regeln. Aber 600g? Die wir dann in unserem Rucksack mitgenommen haben.
- Über mich selbst, als ich den Kaffee voreilig vom Mund weggezogen habe und er, ihr ahnt es, direkt auf meinem Shirt landete, auf das ich mich so gefreut hatte.
- Über dauerndes Rumgemäkel von Menschen, aber ich habe etwas gelernt und davon erfahrt ihr dann morgen.
- Darüber, dass ich mich an eine falsche Haltestelle gestellt und somit in die falsche Richtung gefahren bin. Diese Tatsache habe ich aber erst bemerkt, als schon acht Stationen gefahren waren. Das war der Grund, warum mein Mann das erste Mal bei einem Termin auf mich warten durfte.
Hat mich etwas traurig gemacht?
- Das Unglück in Texas hat mich tief bewegt
- Wie manche Dinge ausgeschlachtet werden
- Dass eigen erlebtes Unrecht offenbar schlimmer ist, als das, was man dann anderen Menschen selbst zuteilwerden lässt
Was ich mir im Juli angesehen habe
- Dep Q, eine sehr gut gemachte Serie, in die man erst einmal hineinfinden muss
- Departure, die 3. Staffel
- Saints and Sinners, ein guter Film
Gaumenschmaus
- Gegrilltes
- Kartoffelsalat dazu
- Griechisch
- neue Salate
- Eis
- Chicken Alfredo (soo gut)
- Resteverwertung




Was ich im Juli gelernt habe
- Was THOC ist: The House of Carmushka, ein mehrtägiges Event für Creator
- Wie Frappé zubereitet wird
- Was Clover auf Deutsch ist: Nelken, das Gewürz
- Was Laurel auf Deutsch bedeutet: Lorbeer
- Wie fröhlich es in einer Sardinenfabrik zugehen kann
- Dass Soda tatsächlich ein guter Fleckenentferner bei weißer Wäsche ist
- Dass es in ebenjener Sardinenfabrik nur zwei Menschen gibt, die das Rezept für die Tomatensauce kennen
- Dass ich mich auch nach einer Woche Urlaub am Nachmittag tunlichst eincremen sollte
- Dass unsere Bewässerungstöpfe einen guten Job machen
- Wie lecker Oregano Chips sind
- Dass mein Mückenspray aus Porto gut riecht und seinen Namen voll auslebt (und die Mücken dann dort stechen, wo ich nicht gesprüht habe).
- Wie sehr ich das Meer und den Sommer liebe und ihn hier vermisst habe (war eine Auffrischungslehre)

Was mich berührt hat
- Wie sehr Menschen sich mit ihrem Beruf identifizieren
- Die Aussage einer Kellnerin, ich würde so schön und frei lachen und so viel Liebe ausstrahlen
- Die Schönheit und Vielfalt der Natur
Mein Lied im Juli
Durch den Urlaub: Don’t stop me now und Freed from desire
Zitat des Juli
Die Liebe deines Lebens bist du
Mel Robbins
Bye By Juli- bis nächstes Jahr
Das war er also, mein Juli. Zu wenig Sommer für mich, viele Emotionen und schöne Momente und Eindrücke. Ein guter Monat? Ja, auch wenn die Kirsche auf der Sahne (noch) mehr Sommer gewesen wäre.
Nun bin ich sehr auf den August gespannt, der zumindest für mich, in Teilen auch spannend wird.

Wie war dein Juli? Hast du den Sommer vermisst?
Alles Liebe,
Eure Nicole






Was für ein wundervolles Kompliment – vergiss das nie!
Das mit der Bahn in die falsche Richtung kenne ich auch. Und wir waren sogar zu zweit aber so sehr in unser Gespräch vertieft, dass wir auch erst kurz vor der Endhaltestelle gemerkt haben, dass uns vorm Fenster gar nichts bekannt vorkommt 😄. Und dann haben wir auch schon mal die Haltestelle verpasst, sind an der Ausfahrt vorbei gerauscht, …
Den Sommer hab ich schmerzlich vermisst und war glücklich über jeden kurzen Besuch. Jetzt freue ich mich riesig, dass wir noch einige schöne Tage bekommen und genieße sogar das Blumen gießen.
Liebe Grüße!
Es ist erleichternd, dass es nicht nur mir so ergangen ist.
Ich danke dir, tatsächlich versuche ich es wirklich zu verinnerlichen.
Wir genießen hoffentlich noch ganz viel Sommer, durch bin ich noch lange nicht..
Liebe Grüße
Nicole
Was für ein buntes, wildes und schönes persönliches Potpourri für den Juli!
Ich habe wie du festgestellt, dass man beim Reisen sehr viel erleben und wahrnehmen kann.
Deine Lacher über Kletterer und Kamm haben auch mich erreicht. Herrlich! 😃😂
Bei unseren Flügen hat niemand geklatscht. Vielleicht warmes jeweils zu früh oder zu spät am Tag😅 Gefehlt hat mir jedenfalls nichts😇
Die Regelungen der Fluggesellschaften und auf den Flughäfen sind teilweise krass. Ich bin froh, dass miir nach langer Flugabstinenz nichts Dramatisches passiert ist. Das Koffergewicht passte immer.
Schade finde ich auch, dass manche Menschen es immer schaffen, ihr eigenes Unglück so hervorzuheben, dass sie als Opfer–Gewinner hervorgehen. Das Bestreben verstehe ich nicht. Aber ich kenne es leider auch von anderen.
Ich freue mich auf jeden Fall sehr mit dir auf den August. Augen und Antennen sind auf Empfang.
Liebe Grüße
Heike
Wie schön, dass ich dich ein bisschen mitnehmen und erheitern konnte, das macht mich glücklich.
Witzigerweise passt unser Gepäck sonst immer. Allerdings durfte ich vor gefühlt hundert Jahren schon einmal auspacken.
Mit allem anderen gebe ich dir genauso recht und nun genießen wir den August und seinen Sommer, den er im Gepäck hat. Und der darf auch Übergepäck haben 😉
Liebe Grüße
Nicole
Oh ja, im Juli hat mir der Sommer auch gefehlt. Ok, war nicht ganz so tragisch, weil ich eine ganze Weile krank war – und da war mir das Wetter herzlich egal. Aber als es dann wieder ok war, wäre mir ein bisschen mehr Sommer schon lieb gewesen. Aber was der Juli nicht hielt, verspricht ja nun der August und das ist auch absolut ok so :-)
Die Wo-ist-Funktion mag ich nicht. Und daher darf mich auch niemand tracken. Es geht mich genausowenig an, wo meine Mitmenschen sind wie es sie angeht, wo ich gerade bin. Punkt. Und die Menschen, die, wenn sie im Urlaub sind, verkniffen gucken, sind mir regelmäßig ein Rätsel. Aber sie werden schon ihre Gründe haben – sonst würden sie ja glücklich gucken :-) Zu guter Letzt: Einfach mal machen übe ich auch noch. Aber ich werde immer besser darin!
Liebe Grüße
Fran
Wenn du das ultimative Einfach mal machen Rezept hast, bitte ich um unbedingte Teilhabe.
Ich mag die Wo-Funktion auch nicht, wäre unsere Tochter in diesem besonderen Fall nicht mit diesem Wunsch gekommen, ich wäre niemals auf die Idee gekommen. Jetzt ist alles wieder aus und das ist auch ganz prima so.
Ich kenne aber durchaus Menschen, für die das zum Leben dazugehört.
Zum Glück bist du wieder genesen und das wird hoffentlich mit ganz viel Sommer honoriert.
Liebe Grüße
Nicole
Hm, ein ultimatives Rezept gibt es wohl nicht. Aber „einfach mal machen“ hat für mich ganz viel mit Vertrauen zu tun, und zwar Vertrauen in mich selbst und die Welt. Ich habe das tatsächlich in der Therapie gelernt. War ich früher mal diejenige, die vor dem „machen“ drölfzig mal darüber nachgedacht hat, welche Konsequenzen das wohl haben könnte und wie man denen dann begegnen kann (übrigens lustigerweise nur, wenn es um meinen privaten Kram ging, beruflich war ich eher das Gegenteil), tu ich das heute kaum noch. Ich vertrau einfach darauf, dass es klappt. Und falls nicht, habe ich was dazugelernt. Und siehe da: In 99 Prozent klappt es.
Das klingt auf jeden Fall gut bei dir. Ich darf ruhig auch öfter so denken, aber das kommt bestimmt, haha.
Die Einstellung ist auf jeden Fall super.
Liebe Grüße
Nicole
Na die Sonne dürfte angekommen sein. 😁💕 Du hast allerhand erlebt und einen schönen Urlaub am Meer verbracht. Das ist doch schonmal richtig gut. Ich habe auch etwas gegen Gemecker und Gejammere im Urlaub und Undankbarkeit kann ich auch nicht ausstehen. Finde das ganz schlimm.
Auch das Verhalten eines Fahrgasts , hätte mich auch fremdgeschämt.
Schön dass Du auch immer wieder lachen kannst und auch über Dich selbst. Ich liebe das.
Freut mich dass Du wieder zurück bist.😁
Ich wünsche Dir einen schönen August und einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina
Ich freue mich, dass du dich freust. danke.
Wir sind uns in sehr vielen Dingen ziemlich ähnlich, das mag ich sehr.
Hab einen tollen Dienstag und danke für die Sonne, die du schickst und ausstrahlst
Liebe Grüße
Nicole
Warum bist du bei Entscheidungen oft so zögerlich? Woran hakt es beim Zutrauen? Was würdest du konkret gerade tun, wo dir was fehlt fürs Entscheiden oder Zutrauen? Antwort gerne persönlich :).
Hast du und/oder andere Familienmitglieder die Wo-Ist-Funktion freigegeben? Geht auch über Google oder WhatsApp. Ich nicht.
Dass du so viel Liebe ausstrahlst, ist ein zauberhaftes Kompliment. Und es stimmt!
Dein Juli erscheint mir extrem gefüllt mit Reisen, Sonne und Emotionen. Meiner war mit recht gleichmäßig verteilten Terminen jnd guten Entscheidung bestückt und kam mir vor wie drei Monate in einem. Der Juli hörte gefühlt gar nicht auf.
Mit der heute beginnenden Sommerwoche dürftest du zufrieden sein. Wünsche dir besten Genuss und einen guten Start in die Woche!
Zu 1) Die Antwort ist, dass ich mir selber manchmal im Weg stehe, weil ich hin und her denke. Und beim Zutrauen fehlt mir manchmal das Bewusst sein, dass ich es können könnte. Wird aber besser.
Zu2) Unsere Tochter hatte die Wo-ist-Funktion während ihres Urlaubes für mich freigegeben, sie fühlte sich ein bisschen sicherer damit. Für den Zweck war es ok, sonst möchte ich es nicht. Weder für mich noch für andere. Denn es ist immer Neugier und ‚Überwachung‘ dabei. Das gefällt mir nicht.
Danke, dass du zustimmst, mich macht das sehr glücklich.
Mein Juli war komprimiert genau so vor, wie du ihn beschreibst. Mir war er zu kurz und dir offenbar zu lang. Aber am Ende, so lese ich es heraus, war er ein langer, aber guter Monat für dich. Das zählt.
Ja, das Wetter macht mich ein Stück weit glücklicher, auch wenn der Tag mit der ungeliebten Aufgabe von Hausputz begann.
Liebe Grüße und eine schöne Woche für dich. Danke für die Wünsche, bei dir sind sie, den Sommer betreffend, besonders.
Nicole