LifestyleWas ich seit der Preissteigerung ändere

Was ich seit der Preissteigerung ändere

Es ist ja nicht erst seit gestern so, dass die Preise steigen und einem so manches Mal der Mund offenstehen bleibt. Und zwar sowohl während des Einkaufs als auch an der Kasse. Bevor ich euch erzähle, wie sich mein Verhalten geändert hat, muss ich wahrscheinlich kurz erzählen, wie ich das denn vorher gehandhabt habe. Darum drehen sich also die Montagsgedanken.

Preissteigerung nicht langsam, aber gewaltig

Als ich noch in der alten Heimat wohnte und (fast) immer mit dem Auto einkaufen fuhr, da habe ich den Sonderangebotsprospekt meines Supermarktes studiert, wichtige Angebote notiert und dann gekauft, was wir brauchten und was sich eben als Angebot lohnte.

Selten (außer beim Kaffee) war es wirklich lohnend, noch andere Supermärkte anzufahren, denn Benzin und Zeit machten das Ersparte nicht unbedingt wett.

Jogpant und Blumenwiese-Outfit der Woche

Bei Kleidung wurde ich reduzierter, was die Menge betraf. Wenn ich mir etwas kaufte, habe ich mich über Schnäppchen gefreut. Brauchte ich etwas, wurde es budgetpassend angeschafft. Und auch wenn das Geld bei manchen Dingen gereicht hätte, ich habe immer innere Grenzen. Das kennt ihr wahrscheinlich auch.

Irgendwann stiegen die Preise sowohl bei Grundnahrungsmitteln als auch bei Kleidung (weniger spürbar) an. Aber es erging mir noch so, dass ich es mit einem ‚Das muss ja auch mal sein‘ hinnahm.

Und dann passierten wahrscheinlich zu viele Dinge auf einmal, denn bei Lebensmitteln kam es für mich einem Raketenstart gleich. Ich möchte jetzt nicht erläutern, dass viele Dinge immer zu günstig waren. Aber für mich war die Verhältnismäßigkeit des Anstiegs ziemlich fragwürdig. Um euch ein Beispiel zu nennen: In meinem Supermarkt ist die Butter in einem Jahr um 80 ct. gestiegen. Und viele Verpackungen und deren Inhalt sind ja auch merklich geschrumpft.

Preissteigerung-Montagsgedanken

Nach dem Preisanstieg passen Verhältnisse für mich nicht mehr

Was mich betrübt ist, dass viele Verhältnisse einfach nicht mehr passen: Da kostet an manchen Orten ein T-Shirt 4,99€ und die Butter 2,89€. Ihr versteht, worauf ich hinausmöchte?

Wenn ich jetzt manches Mal, egal ob kleiner oder großer Einkauf, an der Kasse stehe, dann schlucke ich schon, wie das Geld sich plötzlich auf die Reise macht. Dass wir über Fleischpreise nachdenken müssen, ja, das finde ich auch. Das viele Sachen, so gern wir alle auch in ihren Genuss kommen, nicht immer zum wirklichen Preis angeboten werden und sich in diesem Bereich etwas tun muss, finde ich schon länger.

Aber bei Dingen wie Butter, Eiern und Nudeln, um eine kurze Auswahl zu nennen, da sollte man doch überlegen, dass es für jeden erwerbbar sein sollte.

Was mache ich anders seit dem Preisanstieg?

Da ich jetzt den großen Teil meiner Einkäufe zu Fuß erledige und wir drei Supermärkte und einen Wochenmarkt in Laufdistanz haben, schaue ich schon, wo ich die Sachen am günstigsten bekomme. Da ich ’nur‘ etwas mehr Zeit aufwenden muss, stückele ich das Ganze und kaufe dort, wo ich weiß, dass es günstiger ist, die einzelnen Dinge.

Lebensmittel und Waschmittel, die sich gut und länger bevorraten lassen und wenn der Platz es zuläßt, kaufe ich im Angebot.

Frischere Lebensmittel bevorrate ich nicht mehr, bzw. kaufe die Mengen, die ich auch wirklich benötige. Habe ich früher noch einmal das eine oder andere Extra bei Obst und Gemüse gekauft, habe ich das jetzt reduziert. Denn oft wurde es gar nicht gegessen und das ist ziemlich ärgerlich.

Ich mache die Dusche jetzt wirklich beim Einseifen konsequent aus und predige das auch den Lang- und Vielduschern hier. Denn auch hier ist die Preissteigerung spürbar.

Bei Kleidung überlege ich noch genauer, auch wenn mir das manchmal sehr schwerfällt, gerade zur Zeit.

War der Preisanstieg nötig?

In einigen Bereichen war und wäre er das sicher. Aber längst nicht alle Begründungen leuchten mir ein oder dürfen dafür herhalten. Ich habe neulich bei einer Bekleidungskette gesehen, dass Preisschilder überklebt wurden, was ich komisch fand.

Dennoch hoffe und glaube ich, dass es sich nach einer gewissen Zeit wieder regulieren wird.

Wie empfindet ihr das? Macht ihr etwas anders? Wenn ja, was?

Give your life a glow,

Eure Nicole

34 Kommentare

  1. Hallo Nicole,
    Dein Wort in Gottes Ohr oder wie das Sprichwort heißt, ich glaube nicht, dass sich da irgendetwas regulieren wird von alleine.
    Allerdings gibt es Sachen, die ich nicht verstehe. Denn nach wie vor kann ich von Nürnberg nach Zadar (in Kroatien) für Hin- und Zurück für 26,– € ohne Gepäck fliegen. Bin da auch noch schneller als in Düsseldorf, kaufte mein Ticket schon Wochen vorher, bin einfach über 4 Stunden unterwegs und habe trotzdem 126,– € gezahlt. Keine Relation. Mit dem Auto habe ich es nicht ausgerechnet, aber da wäre ich sowieso nur wieder das Hindernis auf der linken Spur….
    Und ich frag mich, wo alle arbeitenden Menschen hin sind. Nicht in der Gastro, nicht am Flughafen, nirgends, einfach weg…
    Vielleicht kauft man durch die Preissteigerung bewusster. Wir, Du und ich und andere schon. Aber wahrscheinlich lange nicht alle, weil wie Du schreibst irgendwo dann doch wieder ein T-Shirt für 4,99 € angeboten wird.
    Ich habe an diesem Wochenende bewusst auf die Macadamia Nüsse für mein homemade Granola verzichtet, 6,99 € war schon eine Ansage, und dann noch nicht mal Bio…
    Liebe Grüße und gelassenes Einkaufen diese Woche
    Sigi

    • Die Sache mit den arbeitenden Menschen beschäftigt mich auch. Und auch, wenn ich ein Fass aufmache: Flüge und teilweise auch Reisen sind ein schwieriges Kapitel. Denn wenn wir uns da mal ernsthaft Gedanken machen über die Preisgestaltung, merken wir, dass da schon länger etwas ‚hakt‘, oder? Überlege mal: Dein Flug kostet ca. 4x so viel wie deinen nicht gekauften Macadamias- das passt auch nicht…

      Und nebenbei: Die hätte ich auch nicht genommen. Unser Käsehändler hatte vor jahren mal einen feinen Käse mit Walnuss-Guss. Den bietet er seit etwa drei jahren nicht mehr an, weil die Nüsse so teuer sind, dass er den Käse nicht mehr verkaufen würde..

      Ich bin sehr gespannt, wie sich alles entwickelt, aber mein Vertrauen ist da.

      Liebe Grüße zu dir und eine dennoch leckere Woche,
      Nicole

      • Auf das Rechenbeispiel bin ich gar nicht gekommen. Danke dafür. Aber auch das 9 € Ticket ist ein No-go, irgendeiner muss am Ende auch das bezahlen. Viel, was es zu überdenken gilt.
        LG

        • Mein Standardsatz in einer anderen Zeit war: Wenn der Flug auf eine Ferieninsel weniger kostet als eine Taxifahrt zwischen Bremen und Bremerhaven, dann stimmt etwas nicht. So schön es auch ist zu sparen, es hängt immer eine Menge dran…
          Und ja, auch beim 9€ Ticket gebe ich dir Recht: Eine tolle Sache, aber es muss eben auch bezahlt werden.
          Was man an einigen Stellen senken sollte, muss an anderer Stelle überdacht werden.
          Liebe Grüße
          Nicole

  2. Danke für die Tipps! Ja, es stimmt, Lebensmittel waren bislang hierzulande vergleichsweise günstig. Andererseits zahlen wir Deutschen im internationalen Vergleich sehr hohe Preise für Mieten, Strom und Gas, und das wird sich noch steigern. Das macht mir Angst. Ob dieses Jahr ein Urlaub möglich ist, wissen wir daher nicht.

    • Ich gebe dir bei beidem Recht und da muss sich sicherlich auch etwas tun, denn irgendwie muss sich das Ganze am Ende ausgleichen. Angst habe ich noch keine, Furcht trifft es. Aber tief in mir ist auch ein Vertrauen, dass sich das Ganze wieder ‚ruckt‘
      Alles Liebe für dich
      Nicole

  3. Liebe Nicole,
    na das passt ja gerade gut zu meinen Gedanken und meinem Einkauf heute.
    Zum 30.6. laufen die Verträge mit den Molkereien aus und dann werden diese Produkte noch teurere. Wir, als mein Mann und ich haben heute auf Vorrat eingekauft. Butter und Milch hält sich und noch etwas was sich hält. Manche bzw. viele Dinge passen wirklich nicht in der Verhältnissmässigkeit des anstiegs was da jetzt gekommen ist. Da wir sehr ausserhalb wohnen und das nächste Geschäft egal ob nach rechts zum Ort oder nach links zu dem anderen Ort, es sind immer um die 6-7 km. Also bin ich auf das Auto angewiesen. Ich schaue, was wir brauchen, was im Prospekt im Angebot ist und dann wird am Samstag eingekauft. Auch haben wir uns angewöhnt unsere Wege zusammen zufassen und mit einem Auto zu fahren. Bei meinem Einkauf von heute, hätte ich vor 2 Monaten noch 30-40 Euro weniger gezahlt. Da ich über ein Jahr im Einzehandel neben meinem Hauptjob gearbeitet habe. Ich habe abends die Lebensmittelregale aufgefüllt, da kenne ich die Preise in und auswendig. Es macht mich traurig und teilweise auch wütend.

    Danke das Du das Thema angesprochen hast.

    Lg, Elke v. elkevoss.de

    • Liebe Elke,
      wütend macht es mich nicht, denn viele Dinge waren, und auch das muss man sagen, über Jahre einfach zu günstig. Daran haben wir uns gewöhnt. Dass das Ganze jetzt so massiv und auf vielen Feldern kommt, das beunruhigt finde ich.
      Aber ich vertraue, dass wir es schaffen. Und auch wenn der Weg (für viele) nicht immer leicht ist, ich behalte im Hinterkopf, warum das bei einigen Dingen so ist. Und darum ja, ich ändere etwas, ja es tut weh, aber wenn es am Ende an anderer Stelle hilft, dann ist das gut.

      Viele Grüße
      Nicole

  4. Hey, ja der Preisanstieg ist wirklich heftig!
    Ich habe Methoden, unter anderem „to good to go“ oder Fleischreduktion für mich entdeckt.
    Liebe Grüße!

  5. Die Preise für alles steigen, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Ich weiß nicht, wo das alles enden wird!
    Mein Mann macht normalerweise die Einkäufe für die Woche und er kauft nur das Nötigste ein, im Gegensatz zu mir, der immer etwas anderes kauft … Ansonsten geht unser ruhiges Leben wie gewohnt weiter.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Es ist in der Tat momentan ganz schön extrem, auch wenn es lange Zeit bei einigen Produkten auch xtrem günstig war. Ich hoffe, dass es sich irgendwann wieder etwas normalisiert.

      Hab einen schöne Tag und liebe Grüße
      Nicole

  6. Liebe Nicole, ich habe auch vieles an meinem Einkaufsverhalten geändert.
    Einkauf findet nur einmal in der Woche statt! Die Vorratshaltung wird konsequent miteinbezogen und siehe da: Wenn man meint, es fehlt eine Zutat, kann auch eine andere als Ersatz herhalten. Frau muss sich nur trauen.
    Obst und Gemüse lose und nur soviel, wie ich brauche. Scheint erst mal teurer, als die „günstigere“ Großpackung, aber wenn man die dann zur Hälfte entsorgen muss!??
    Ich versuche, wirklich nichts mehr wegzuwerfen, sondern lieber öfter ein Resteessen zu veranstalten.
    Meine Einkäufe im Unverpacktladen zeigen mir auch, daß ich von vielen Dingen keine 500g benötige, sondern Kleinmengen völlig ausreichen.
    In diesem Sinne, liebste Grüße.
    Conny

    • Das ist das, was mir am unverpackt Laden so gefällt. Dass wirklich nur gekauft wird, was man benötigt und man sehr schnell lernen kann, dass auch kleinere Mengen gut ausreichen (und ersetzt werden können!). Ich habe das hier noch nicht praktiziert, aber der Gedanke ist ein schöner.

      Früher habe ich tatsächlich zur Vorratshaltung geneigt und oft ist dabei auch etwas überfällig geworden.. Das ist jetzt anders und mein Mann hält hier immer zur Resteverwertung an.

      Liebste Grüße zu drir, liebe Conny,
      Nicole

    • Hallo Conny,

      einen unverpackt Laden, denn hätte ich auch gern bei uns.
      Das wäre perfekt für mich. Aber bei uns gibt es das leider nicht.

      LG, Elke

  7. Definitv. Wenn jemand das Geld und die Dreistigkeit besitzt Essen weg zu werfen ist es zu billig. Das ist es ja auch. Und das weiß man schon lange. Oder hätte es wissen können.
    Mir geht es wie Tina. Oder wie es auch schon meine Eltern in den 70ern und 80ern hielten. Gutes Geld für gutes Essen. Ich kann kochen. Und meist schmeckt es mir zu Hause eh besser, als im Durchschnittsrestaurant.
    BG Sunny

    • Ich gehe gern mal essen.. Ich gestehe.
      Aber ansonsten gebe ich dir Recht: Dennoch ist hier schon vorgekommen, dass ich Essen wegwerfen musste.
      Allerdings wird das kontinuierlich besser.
      Viele Grüße
      Nicole

  8. Zum Glück leben wir noch nicht gänzlich in einer Planwirtschaft, aber die aktuellen Steuerungsmechanismen unserer Regierung halte ich für mehr als fragwürdig.
    In einer halbwegs freien Marktwirtschaft, ergibt sich der Preis aus Angebot und Nachfrage. Damit das ganze etwas nebulöser wird, sitzen natürlich noch der Staat und die Aktionäre dazwischen. Ich sage nur Shareholder Value. Und das ist seit 30 Jahren ein Thema. Ich habe darüber und die Konzentration im Einzelhandel meine Facharbeit geschrieben.
    Die Inflation hat sich schon Anfang 2019 abgezeichnet. Da kann weder Corona, noch unsere Regierung, noch Fridays for Future, noch der Putin was dafür. Eher die Amis, die seit längerem fleißig Geld drucken, ohne einen Gegenwert zu haben.
    Und ja. Ich würde sagen, die Preise steigen. Im April habe ich 250 € weniger für Lebensmittel bezahlt, als im Mai. Und im Juni werden es wohl auch mindestens 250 € mehr werden, als im Mai. Das ist krass. Denn ich habe NIX anderes gekauft, wie sonst auch.
    Wie ich aktuell damit umgehe? Gar nicht. Denn ich kaufe eh immer nur das, was sein muss.
    BG Sunny

    • So mache ich das hier auch. Und ich teile deine Meinung, dass viele Dinge zu günstig sind. Darum versuche ich ein bisschen zu variieren und zu sparen.
      Liebe Grüße
      Nicole

  9. Viel geändert hat sich hier bisher nicht. Die Preissteigerungen hauen dort, wo ich bevorzugt kaufe, aber auch nicht so rein. Und ehrlich gesagt: Ein Stück Biobutter für gut drei Euro reicht hier vier Wochen. Da fällt die Steigerung nicht wirklich ins Gewicht.

    Mein Lebensmitteleinkauf besteht zu 70 Prozent aus Obst, Gemüse und veganen Produkten. Da sind die jüngsten Preissteigerungen nur teilweise angekommen bzw. sie waren auch vorher schon teuer. Weggeworfen wird hier so gut wie nichts. Darauf achtet das kochende Kind sehr penibel, allerdings schon lange. Fleisch kaufe ich alle Jubeljahre mal – da fällt Bioqualität dann ebenso wenig ins Gewicht wie bei Butter.

    Kleidung kaufe ich ausgewählt. Wenn mir etwas gefällt und die Qualität stimmt, dann zahle ich auch einen höheren Preis gern. Und was das Heizen angeht: Niedrigenergiehaus mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und energetischer Schnickschnack bis dorthinaus dank der Tatsache, dass das hier ein Projekt der internationalen Bauausstellung ist und ich bin heilfroh darüber. Klar steigen auch da die Preise, aber nicht so brutal wie andernorts.

    Was mir durchaus bewusst ist: Wir sind sehr privilegiert. Frieren werde ich nicht müssen und gesunde Ernährung ist für mich auch bezahlbar. Im Gegenzug gehe ich allerdings kaum noch essen. Die Qualität, die ich gern hätte, bekomme ich nur in wenigen Restaurants und die werden weiterhin ein Event bleiben. Reisen allerdings werde ich, solange es irgendwie geht.
    Liebe Grüße
    Fran

    • Deiner Beschreibung kann ich mich anschließen und mein Mann würde dein Kind lieben, der ist genauso, was Essen wegwerfen angeht. Aber es ist schon abgefärbt…
      Und ja, wir sind priviligiert. Sehr.

      Liebe Grüße
      Nicole

  10. Liebe Nicole, ja man merkt es schon. Tatsächlich habe ich bisher nicht an meinem Einkaufsverhalten geändert. Klar eher unnötige Lebensmittel kann ich jetzt schon einsparen. Ansonsten habe ich eh immer mehr bezahlt, weil Bio, oder Premium, oder vegan oder einfach besser. Lieber Qualität statt Quantität. Ich gehe 1x die Woche in den Edeka in unserem Vorort und nicht zum Discounter. Das bleibt auch so. Ich kaufe grade weniger oft Blumen, oder einen Strauß und teile ihn mit Sarah, statt 2 Sträuße. Klar wir gehen weniger oft aus als früher. oder trinken im eigenen Garten einen Cocktail, Wein o.ä. statt in einem Lokal. Netflix statt Kino. Dieses Jahr kaufen wir auch mal Eis, oder machen es selbst, statt Eisdiele. Dort nervt mich das lange anstehen hier bei uns, da mache ich den Eisbecher selbst. Im Restaurant esse ich nur Hauptgang und gehe in der Nähe essen, statt ewig zu fahren.
    Für Familien mit wenig Einkommen ist es sicher nicht leicht.
    Liebe Grüße Tina

    • Liebe Tina,
      ein paar Stellschrauben hast du auch gedreht und das finde ich auch ok.
      Manchmal reicht ja schon, dass wir es uns bewusst machen. Denn so mache ich es auch.
      Und das hilft schon.
      Ich wünsche dir eine schöne Woche, ganz liebe grüße zu dir,
      Nicole

  11. Na klar sehe ich die Gründe in der Gastro, denn die haben ja auch höhere Einkaufspreise für alles vom Lebensmittel bis zum Mindestlohn. Aber die Preissteigerungen sind da gerade noch krasser als im Supermarkt. Vielleicht im voraus, um nicht jede Woche neue Karten zu drucken … Leichter macht es, aber ein Restaurantbesuch wird damit dann immer verzichtbar, so schade ich das auch finde. Wir gehen weiter Essen, aber es wird weniger werden.

    • Ja, so ergeht es mir auch. ich hoffe und wünsche mir, dass das(vernünftige) Gleichgewicht sich wiederfinden wird.

      Liebe Grüße
      Nicole

  12. Einen sehr bewussten Umgang mit den Preissteigerungen hast Du, liebe Nicole.
    Nachdem mein Mann sehr gern Lebensmittel einkaufen geht, ist es mir gar noch nicht so sehr aufgefallen, was sich da alles so verändert hat. (In Dänemark war es eh teuer, da sind wir das schon gewohnt.) Er hat bisher nicht viel drüber erzählt und im Bioladen waren die Preise eh immer etwas gehobener und angepasst an die wirklichen Kosten der Produzenten.
    Das ist es ja, was nun so „überraschend“ kommt, dass die Preise bei den Produzenten von den großen Lebensmittel-Ketten so gedrückt wurden und wahrscheinlich auch noch werden. Sprich die Bauern bekommen am wenigsten davon ab bzw. Subventionen werden in viele Bereiche gegeben, die eher contraproduktiv sind. Da muss auf jeden Fall auch eine Reform her. In keinem anderen westeuropäischen Land waren die Lebensmittel so billig wie bei uns. Dass sich aber auch Geringverdiener gute Grundnahrungsmittel leisten können sollen, das finde ich auch.
    Viel zu tun für die Politik!
    Im umgekehrten Fall erlebe ich es bei meinem Shop so, dass auch alles teurer im Einkauf geworden ist. Wie weit kann und muss ich dies an die KundInnen weitergeben? Ich halte es derzeit so, dass ich Verkäufe aus Lagerhaltung so lange wie möglich zum alten Preis weitergebe. Die Konkurrenz hat schon erhöht. Dass wir nachziehen müssen, wird kommen. Gefällt mir gar nicht! Die KundInnen halten sich eh zurück und vielen ergeht es so, dass Sparmöglichkeiten geprüft werden à la: Brauche ich dieses schöne Teil wirklich??
    Mich eingeschlossen.
    In der Wärmepumpen-Branche müsste man sein!! 🙂
    Ein gute Woche wünscht herzlich,
    Sieglinde

    • Bei meinem Mann ist es ähnlich wie bei deinem. Wahrscheinlich ‚herrscht‘ da mehr Sachlichkeit. Aber bei der Butter hat selbst er neulich geschluckt.
      Ich kann mir vorstellen, dass es für dich schwierig ist zu kalkulieren. Aber ich finde deine jetzige Vorgehensweise sehr schlüssig und nachvollziehbar. Auch für deine Kunden. Und wenn es so ist, dann kauft man auch gern ein schönes Teil, dessen bin ich mir sicher.

      Es sind nicht nur Lebensmittel, die hier oft zu günstig waren, es gibt auch andere Bereiche, finde ich. Und arum ist eine Anpassung auch teilweise in Ordnung.

      Mir gefällt deine Einstellung sehr.

      Hab eine schöne Woche und liebe Grüße
      Nicole

  13. Ist hier ähnlich. Ich kaufe tatsächlich nicht mehr viel nebenbei. Das wird die Wirtschaft wohl langfristig zu spüren bekommen. Denn auch ich bin der Meinung, dass die Preise zum Teil nicht gerechtfertigt sind. Umso verwunderter bin ich, dass die Menschen zurzeit in Massen in den Urlaub fliegen. Irgendwie passt das alles nicht zusammen.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Vielleicht verlagert es sich auch irgendwann. Ich persönlich empfinde es wie du, mir gefallen absolute Dumpingpreise, auch wenn ich mich selber über Schnäppchen freue, gar nicht. Das darf ausgewogener werden.
      Liebe Grüße und eine schöne Woche
      Nicole

  14. Wir haben schon immer an vier Stellen eingekauft – Discounter jede Woche Supermarkt/Drogerie ab und an und Wochenmarkt jede Woche. Dabei schaue ich, Grundkram im Discounter zu kaufen und nicht teurer in der Drogerie. Klopapier und Küchenrolle zum Beispiel.

    Es gibt Sachen, bei denen ich auf den Preis und nach Angeboten schaue, Joghurt für den Mann zum Beispiel, der Berge davon vertilgt. Dann gibt es Sachen, bei denen ich zwar den Preis kenne, sie aber unabhängig vom Preis kaufe, weil ich einfach haben möchte, Butter zum Beispiel. Das fällt der Preis pro Verwendung bisher nicht ins Gewicht, weil ein Paket bestimmt 1 Monat hält. Außerdem habe ich schon immer darauf geachtet, möglichst alle Lebensmittel aufzubrauchen.

    Hier ist es soweit gekommen, dass ich einige Sachen nicht mehr nur kaufe, wenn wir sie brauchen, wenn sie da sind. Ich habe so oft vor leeren Regalen gestanden, dass ich die Nase voll davon habe, und im Keller anfange, zu horten. Nervt mich auch, aber weniger, als wenn die Sachen aus sind. Neulich habe ich Waschmittel, Haushaltsreiniger und Staubsaugerbeutel und -Filter für ein Jahr im voraus bestellt. Habe nämlich keine Lust, dafür in ein paar Wochen auch das doppelte zu bezahlen.

    In einem der beiden von uns frequentierten Lokale wurde in dieser Woche mein Putensteak (220g aus deutscher Freilandhaltung mit Beilagen) von 14,90 Eur auf 18,90 Eur erhöht. Ich habe dann Nudeln gegessen. Aber wie ich damit mittelfristig umgehen werde, weiß ich noch nicht.

    Im Moment haben die Preissteigerungen ein Niveau, das wir uns leisten können, weil wir nur zu zweit sind. Aber wenn das so weiter geht, wird es auch Einschränkungen geben.

    Zum Gassparen werden wir im Herbst/Winter einem Raum nicht mehr beheizen und die Heizung kühler stellen. Aber die Rechnung wird dennoch krass werden. Ich bin heilfroh, da nicht alleine vor zu stehen.

    Herzlichen Grüße
    Ines

    • Ich halte und sehe es wie du. Nur fällt es mir viel stärker auf als noch vor einigen Monaten. Wie wir das mit dem Heizen handhaben werden, weiß ich noch nicht. Etwas kühler vielleicht, aber ich muss mich zu Hause wohl fühlen. Das bedeutet nicht, dass ich im Winter barfuß und in Shorts laufen muss, aber ich möchte im Sitzen nicht frieren. Da bin ich also auch gespannt.

      Das größte Problem ist, dass vieles immer zu günstig war (und teilweise noch ist) und es darum jetzt so reinhaut.

      Ich glaube in der Tat, dass die kochende Gastronomie es gerade mit am Schwersten hat: gute Qualität, gutes Personal, gestiegene Energie- und Lebensmittelkosten, es ist verständlich, wenn auch schmerzhaft, dass sie das irgendwie weitergeben müssen. Da sehe ich die Gründe, vielleicht macht es dir das auch leichter? Auch wenn es wehtut.

      Liebe Grüße und eine schöne Woche,
      Nicole

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Autor

Nicole

Life with a glow ist mein Lifestyle Blog, in dem ich über das Leben ü40/ü50 schreibe. Spaß, Freude und Neugier sind niemals eine Frage des Alters sondern der Einstellung. Ich freue mich auf euch!

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