
Diesen Beitrag schiebe ich schon gefühlte Ewigkeiten vor mir her, weil er durchaus persönlich ist. Nachdem ich aber immer wieder Fragen zum Meerbild und zur weißen Tür, den verschiedenen Balkonen, Türen und Böden bekomme, habe ich mich nun entschlossen, den Vorhang ein bisschen zu lüften.
Wie kann es also sein, dass ich für meine Outfits im Sommer auf verschiedenen Balkonen posiere, im Winter mal vor dem Meerbild und mal vor der weißen Tür stehe?

Weiße Tür oder Meerbild?
Es hat sich vor einiger Zeit ergeben, dass mein Mann auch an einem anderen Ort seinem Beruf nachgehen darf und kann. Da das nicht nur sporadisch, sondern regelmäßig unregelmäßig und immer für mehrere Tage der Fall ist, haben wir uns entschlossen, eine Wohnung zu mieten, um uns auch dort ein Zuhause zu schaffen. Das war uns wichtig, weil wir beide uns gerne wohlfühlen.
Ich liebe Reisen, Hotels und Hotelzimmer, aber bei der Häufigkeit unserer Aufenthalte dort verliert das seinen Reiz ein wenig, weil wir immer alle unsere Sachen hin- und herfahren müssten. Durch die Wohnung haben wir Kleidung und persönliche Gegenstände immer griffbereit.
Der Entschluss, dass ich ihn (fast) immer begleite, war davor schon gefällt worden, denn wir wollten beide keine Fernbeziehung (mehr) führen.
Das ist also der Grund, warum es verschiedene Hintergründe für meine Fotos gibt. Da ich mich ja immer noch nicht so richtig ‚traue‘, alleine draußen Fotos und Videos von mir zu machen. Das wird jetzt meine nächste Challenge, die wahrscheinlich nur ich komisch finde.


Wohin es uns getragen hat
Unser zweites Zuhause befindet sich in Berlin und das gefällt uns beiden sehr. Ich mag die Stadt, ich bin sehr gerne dort und in dieser Wohnung.
Es ist unsere erste Bleibe nach dem Auszug der Kinder und fühlt sich somit auch ein bisschen wie eine Paarwohnung an.
Jetzt, wo ihr es wisst, kann ich nun auch öfter ein bisschen aus und über die Hauptstadt schreiben.

Das Meerbild und das Zuhausegefühl
Das Meerbild vermittelt mir mein Gefühl, am Meer zu wohnen, darum hat mein Mann es mir geschenkt. Denn Berlin ist wirklich vieles, aber sicher nicht am Meer, es sei denn, man betrachtet den Wannsee als solchen. Tatsächlich schaue ich dieses Bild auch wirklich gerne an.
Ich fühle mich an beiden Orten, aber jeweils mit einem etwas anderen Gefühl, zu Hause. Berlin ist eine andere Form von Freiheit, Kreativität und Spirit, Bremen ist unser Ruhepol.
Ich bin traurig, wenn ich Bremen verlasse und auch aus Berlin reise ich immer mit einer Träne im Knopfloch ab. Ihr wisst ja, Abschied nehmen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen, das ist bei den beiden Lebensräumen auch nicht anders.

Ist das nur romantisch?
Was wirklich toll klingt und ich bin glücklich und sehr dankbar, dass sich diese Möglichkeit für uns bietet, birgt allerdings auch einige logistische Tücken. Beide Orte sind unterschiedlich eingerichtet, darum ist die anders ausgestattete und eingerichtete Küche manchmal eine Herausforderung für mich, wie ihr bei dem Apfelkuchen und den anderen Buns lesen konntet.
Zwei Wohnungen und Wäschekörbe wollen gleichwertig betreut werden, das heißt, es gibt hier immer einen An- und Abreisewahnsinn.


Zwei Beautyschubladen, zwei Kleiderschränke
Ich habe das meiste meiner Beautyutensilien doppelt, der Kleiderschrank der Homebase ist praller gefüllt als der der Homiebase. Das versuche ich gerade ein wenig auszugleichen, um in beide ein Gleichgewicht zu bringen und überall Lieblingssachen zu haben. Die Lieblingssachen und neue Kleidung bleiben oft an der Homebase, weil ich immer denke, dass ich dort häufiger bin. Nicht selten kommt es vor, dass ich ein Stück gerne am anderen Ort habe. Komplizierter ist es momentan noch mit Schuhen.
Doppelte Ladekabel, Stifte und andere Kleinigkeiten, versuche ich an beiden Orten zu beherbergen.
Dennoch reist immer auch ein Koffer mit uns an und ab, denn es gibt wahrlich immer etwas hin- und herzutransportieren.

Wie mir das Leben gefällt
Ich und auch wir habe(n) mich/uns inzwischen sehr gut eingelebt und finden es, wie oben erwähnt, toll, dass sich uns diese Möglichkeit bietet. Verbunden ist das eben auch mit großer Dankbarkeit, es so leben zu können und zu dürfen. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung dort ist es aber nicht so einfach Anschluss zu finden, das ist jedoch in Ordnung für mich. Bestimmte Routinen gibt es an beiden Orten, einige unterscheiden sich, andere fahren mit.
Was besser werden darf
Ich möchte viel mehr erleben und machen vor Ort, aber ich bin eben auch gerne zu Hause, arbeite viel am Blog und denke dann oft: Das machst du einfach nächstes Mal. Denn anders als ein Tourist weiß ich ja, dass ich regelmäßig immer wiederkehre.




Meerbild oder weiße Tür?
Nun seid ihr in das ‚Geheimnis‘ der Hintergründe eingeweiht und ich fühle mich tatsächlich jetzt auch ein bisschen freier, denn nun kann ich offener über den jeweiligen Ort schreiben.
Was sagt ihr zu dieser Auflösung?
Alles Liebe,
Eure Nicole






ich schließe mich mal Tina an – ich hätte das tatsächlich nicht gemerkt, wenn du nix gesagt hättest. Ok, der neue Balkon hat mich kurz irritiert, aber das hätte ja auch der einer Freundin sein können. Eure Entscheidung für eine Zweitwohnung kann ich gut verstehen – ewig im Hotel zu übernachten ist bei regelmäßigen Terminen halt doof. Meine Freundin und ihr Mann habe sich genauso entschieden – da ist es halt Hamburg und Berlin. Wobei meist ihr Mann pendelt, sie nur an Homeoffice-Tagen.
Für mich wär das nix, fürchte ich. Berlin ist schön, ich besuche meinen Bruder, der da lebt, gern. Aber auf Dauer möchte ich eher ungern dort leben – in mir schlägt scheinbar doch das Herz eines Dorfkindes ;-) Und zwei Kleiderschränke würden mich restlos überfordern – da wäre an Standort A immer genau das, was ich an Standort B gern tragen würde…
Liebe Grüße
Fran
Ich habe das A und B Gefühl auch manchmal, zumal ein Kleiderschrank (der in Bremen) deutlich besser bestückt ist. Aber mittlerweile mag ich das, nur habe ich in Berlin dann oft den Eindruck, es sei zu wenig. Was aber in real betrachtet, ein bisschen Luxusgejammer ist.
Mir gefällt die Situation so, wie sie gerade ist, zumal ich an beiden Orten aus unterschiedlichen Gründen immer ein bisschen Abschiedsschmerz habe.
Liebe Grüße zu dir
Nicole
Hey,
ich mag das Meerbild sehr gern. Wahrscheinlich liegt es an meiner generellen Liebe zum Meer :).
Liebe Grüße!
Das ist auch der Grund, warum ich es so liebe.
Liebe Grüße
Nicole
Ohhhh, wie spannend, das nun zu erfahren, liebe Nicole! Berlin als zweites Zuhause klingt großartig, da gibt es sicher noch viele Geschichten zu erzählen. ;) Dein Meerbild finde ich klasse – so ein kleiner Anker im Alltag. Ich freu mich schon auf deine Berlin-Eindrücke! Berlin ist übrigens nur eine Zugstunde von meinem Wohnort entfernt, vielleicht können wir uns dort ja mal auf einen Kaffee treffen?
Liebe Grüße,
Claudia
Vielen Dank, liebe Claudia. Wer weiß, vielleicht klappt es tatsächlich eines Tages mit dem Kaffee?
Liebe Grüße
Nicole
Was für ein beneidenswertes Leben. Als bekennender Hauptstadt-Fan finde ich so einen regelmäßigen Wechsel super. Und das mit dem noch fehlenden Anschluss fände ich persönlich gar nicht so schlimm. Zuhause in Bremen hast du Dein stabiles Netzwerk, und es kann cool sein, anonym in einer Stadt zunächst alles nacheinander in Ruhe zu entdecken. Kontakte ergeben sich irgendwann von selbst mit der offenen und freundlichen Ausstrahlung, die Du hast.
Ja, mit dem Anschluss bin ich bei dir, es fehlt mir nur manchmal. Ich genieße diesen Wechsel auch sehr. Und ich danke dir für dieses wunderschöne Kompliment.
Liebe Grüße
Nicole
Schön, dass du das Geheimnis gelüftet hast. Jetzt bloggt es sich bestimmt viel freier. Ich kann das gut nachvollziehen. Ein Hotel würde mir auf Dauer auch nicht gefallen. Du solltest dennoch mehr unternehmen und nicht so viel verschieben. Dann gibt es halt einen Blogbeitrag weniger die Woche – oder zwei.
Liebe Grüße
Sabine
Im Grunde hast du recht. Ich denke, ich werde das jetzt auch mehr umsetzen.
Danke fürs Begleiten und Mitfreuen.
Liebe Grüße
Nicole
Mir geht es wie Tina, ich bin einfach davon ausgegangen, dass du beides in einer Wohnung hast. Wobei ich das Meerbild schon immer anschwärme, die Aussicht würde mir auch gefallen.
Das Pendeln zwischen zwei Wohnungen stelle ich mir abwechslungsreich vor aber alles doppelt zu haben, würde mich stressen. Und dann noch die doppelte Haushaltsführung – nee, lieber nicht 😉😬. Bin doch so schon ein Putzmuffel obwohl ich es gerne sauber habe. Wie es klingt, habt ihr euch gut arrangiert und nehmt das Beste aus der Situation für euch mit. Ich bin gespannt, was du nun zukünftig auch ortsbezogen berichtest.
Liebe Grüße!
Den Putzmuffel unterschreibe ich, das ist hier auch so. Mich würde es tatsächlich mehr stressen, alles immer hin uns herzuschleppen. Auch wenn es immer etwas gibt.
Liebe Grüße zu dir
Nicole
Ich bin doof.🤭 Ist mir nie aufgefallen. Dachte das ist beides in eurer großzügigen Wohnung, eine Tür, das Bild. Tatsächlich finde ich es spannend, Berlin als Metropole und Hauptstadt schon irgendwie cool. Bremen stelle ich mir ruhiger vor. Klar, ich hätte wohl immer etwas was mir hier fehlt und ich da hätte. Aber Du scheinst das ja gut zu meistern. 😁 Ich freu mich über alles was bei Dir noch so kommt. Hier und dort.😁 Mir geht es wie Ines, mit zwischen den Zeilen Anspielungen tue ich mich schwer. 😂
Ich wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina
Ja, ich komme zwischen den Zeilen auch immer nur schwer zurecht, weil ich so viel hineinlese 🤭.
Du bist nicht doof, so ein Quatsch. Ich habe ja auch gedacht, man würde nichts merken 😅.
Danke für deine lieben Worte.
Hab einen schönen Dienstag und ganz liebe Grüße
Nicole
Liebe Nicole, danke fürs Teilen. Ich habe mich auch schon gefragt, wie die Orte/Hintergründe zusammenpassen in einer Wohnung 😀
Ich mag Berlin sehr, meine jüngste Tochter lebt dort. Wie schön, dass ihr die Möglichkeit habt, dort und in Bremen zu leben. Wenn es auch logistisch nicht so einfach ist.
Herzliche Grüße
Brigitte
Vielen Dank, liebe Brigitte. Ja, Berlin ist besonders. Es ist schön, dass es dir auch so gefällt und du dann offenbar auch öfter dort bist.
Liebe Grüße und eine schöne Woche,
Nicole
Sehr schön finde ich, dass du dich für die öffentliche Auflösung des Geheimnisses entschieden hast. Ich rate als Leserin ungern zwischen den Zeilen und mag keine Andeutungen. Diese Offenheit finde ich viel schöner.
Ich verstehe, dass ihr euch für zwei Wohnungen entschieden habt, denn es ist beides ein Teil Zuhause. Klar hat das eine Kehrseite in Zeiten von Wohnungsnot, die es fast überall gibt, aber ihr braucht auch zu Messezeiten und Reisesaison eine Unterkunft und wollt dann kein „ausgebucht“ hören. Leider lässt sich beruflich nicht immer alles optimal abbilden.
Super finde ich, dass ihr immer mit der Bahn pendelt und nicht über die Autobahn jagt, obwohl die Bahn schon viele ungebuchte Abenteuer für euch im Gepäck hatte.
Und natürlich liebe ich das Meerbild!
Am liebsten würde ich ja beide Kleiderschränke mal sehen :).
Sonnige Grüße
Ines
Auf den Kleiderschrank wirst du warten müssen, bis ich zufrieden bin 😅. Wir haben die Situation wirklich lange und wohldurchdacht und es ist so einfach die beste Lösung. Auch aus den von dir genannten Gründen.
In der Summe ist die Bahn besser als ihr Ruf, was nicht bedeutet, dass es nicht noch viel Luft nach oben gäbe. Aber liest du, außer bei mir, mal, dass es super geklappt hat?
Liebe Grüße
Nicole
Ja, lese ich – aber nur bei Leuten, die sehr viel fahren, die dann feiern, dass es ausnahmsweise mal geklappt hat. Die Bahn hat wirklich einen sehr schlechten Ruf. So schlecht kann sie gar nicht sein ;).
Es klappt öfter, als man denkt. Aber das sage ich nie laut. Dann nämlich nicht 😂🤭
Beides sind wahrlich gute „Hintergründe“!
Es ist doch toll, dass Du diese Möglichkeiten hast. Berlin ist ja für uns inzwischen auch immer mal wieder ein Ort, an den wir hindenken oder auch hinfahren, seit unser Enkel dort wohnt. Leider haben wir keine Wohnung dort. Das wäre super. Aus Gründen wohnen wir immer im Hotel oder einer FeWo und am liebsten wohnen wir in Potsdam :-))
Berlin ist riesig und vor Jahren sind immer einmal im Jahr einige Tage nach Berlin zu Kultur und Weltstadt-Feeling.
Aber mit dem Älterwerden ist das Interesse an Weltstadt nicht mehr so groß. In Potsdam waren wir schon so oft in Urlauben, das ist schon heimatlicher für uns.
Und nun bist Du also oft in Berlin. Und hast sogar eine Wohnung dort. Das klingt sehr gut!
Auch wenn ich mir all das Drumherum durchaus anspruchsvoll vorstellen kann. Und dass ein Koffer immer mitreist, ist klar… Aber zum Glück hast Du nicht nur einen Koffer in Berlin…
Schön, dass Du nun öfters daher berichten wirst.
Herzlich,
Sieglinde
Danke für deine wohligen Worte. Es stimmt, diese Stadt ist große, toll und auch fordernd.
Aber wir sind dankbar, diese Möglichkeit zu haben und genießen diese Zeit.
Liebste Grüße
Nicole