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Welche sechs Moderegeln gelten hier?

Ü-30 Blogparade

Denke ich an meine Oma, fällt mir immer der Satz ein: Grün und Blau trägt die Sau. Das war eine ihrer Moderegeln, die ich schon im Alter von 9 Jahren massiv gebrochen habe. Mit einer sogenannten Karottenhose, haha.

Moderegeln, gibt es die überhaupt? Also in den Sozialen Medien und den einschlägigen Magazinen findet sich immer die eine oder andere. Darum ist das heute auch ein Thema der ü30-Blogparade.

 

Blogparade- Moderegeln habe ich welche?

Beachte ich Moderegeln?

Eines vorweg: Tina hat mich neulich scherzhaft darüber aufgeklärt, dass es keine Fashionpolizei gibt, haha. Ich gebe zu, das wusste ich auch schon vorher, aber jetzt bin ich sicher. Darum ist natürlich die Frage, ob ich Moderegeln beachte oder gar eigene aufgestellt habe?

Widmen wir uns also hier der Antwort und ich bin schon gespannt wie ein Flitzbogen, ob und welche die anderen haben.

Denn sogenannte Moderegeln gibt es durchaus einige:

  • keine Skinny oder Jeans über 50 (lautes Hahaha an dieser Stelle)
  • keine Streifen zu Karos (es lebe der Mustermix)
  • keine ärmellosen Tops über 50 (wenn man es selber mag, warum denn nicht)
  • Tasche, Schuhe und Gürtel müssen zusammenpassen (Für mich Unfug)
  • kein Gold und Silber mischen (dafür hat Cartier ziemlich viel Erfolg mit seinem Trinityschmuck)

Wie ich zur Mode kam

Bei mir ging das sehr früh los mit der Mode- bzw. Stilaffinität, allerdings konnte ich es anfangs nicht so ausleben, wie ich es gern gewollt hätte. Da hatte der Modepapst nämlich meine Mutter davor gesetzt.

Wir waren uns nicht immer einig, was sanft formuliert ist. Sehen wir von dem Ausreißer der oben erwähnten Karottenhose ab, ging es relativ früh los.

Blogparade- Moderegeln habe ich welche?

 

Nachdem einmal die Hälfte aller Mädchen in meiner Grundschulklasse einen kunterbunten Anorak eines großen Versandhauses getragen hatten, wurde mir klar, dass ich nicht wie alle aussehen möchte.

Im Teeniealter begann das, was auch heute noch mein Stil ist

Zunächst machte ich den Umweg über den Kleiderschrank meines Dads: seine Smokingjacke, seine Hemden und die Lederweste wuchsen an mir fest. Und ich fand mich super.

Meine große Rockliebe begann mit einem langen Jeansrock, den ich immer mit einer Spitzenstrumpfhose trug. Ihr seht, wirkliche Regeln gab es da nicht, oversized fand ich schon damals super.

Kurz: Ich habe den Stil verfeinert, aber der Kern blieb das, was mein Stilprofil auch sagt: Clean, modern, classic. Aber welchen Moderegeln folge ich?

Blogparade- Moderegeln habe ich welche?
Clean, classy, chic- der Stil und seine Moderegeln

Meine Moderegeln sind meine Regeln

Ich habe für mich ein paar Regeln aufgestellt, die allerdings auch nur für mich gelten. Ich schaue mir gern Stile und Outfits anderer Menschen an. Dabei kann ich Dinge an ihnen schön finden, die ich selbst nie anziehen würde.

Dabei geht es nie um Regeln, sondern immer nur, ob ich das Gesamtbild mag oder nicht mag. Ich urteile dabei auch (fast;)) nicht. Denn ich finde, wenn es heutzutage überhaupt möglich ist, seinen eigenen Stil zu entwickeln und ihn zu tragen, dann sagt das für mich auch viel über eine Person aus.

Nehmen wir Iris Apfel: Eine besondere Dame, die sich selbst ganz wunderbar inszenieren konnte. Ich mochte das sehr.

Darum würde ich für andere Menschen nie sagen, dass ich nur gut finde, wie sie sich kleiden, wenn sie meine Regeln befolgen.

Blogparade- Moderegeln habe ich welche?

Aber welche sechs Moderegeln gelten nun hier?

Regeln sind für mich nicht dazu da, um gebrochen zu werden. So viel vorweg, darum halte ich mich selbst gern und immer an meine.

1. Ich trage immer, was mir gefällt

Natürlich besitze ich Anlasskleidung, die auch nur zu Anlässen getragen wird. Früher nannte man das Ballkleid oder für ‚gut‘.

Wenn ich Lust auf ein Kleid oder einen Rock habe, dann muss ich dafür nicht das Haus verlassen. Momentan verleidet mir das Wetter diese Lust gerade, weil ich keine Lust mehr auf blickdichte Strümpfe habe, aber Nylonstrümpfe eben nur im Notfall trage, weil die meistens dann nämlich einen erleiden und kaputtgehen.

Genauso ist es mit Blazern: Ich liebe diese Teile und trage sie auch einfach so. Auch zum Putzen, es sei denn, mir wird heiß dabei;).

Was ich damit sagen möchte ist, dass meine Kleidung oft auch meine Energie und Stimmung widerspiegelt. Ich ziehe mich gern gut an und das an jedem Tag. Wobei faule Tage dabei ausgenommen sind.

2. Meine Kleidung darf/muss bequem sein

Ich ziehe selten etwas an, das mich einengt. Weder bei Unter- noch bei Oberteilen. Ich brauche es bequem, das bedeutet ja nicht, dass es irgendwie abgewetzt ist. Ich mag es nicht, dauernd an Kleidung herumzuzuppeln. Da reichen schon die rutschenden Ärmel.

Der Bequemlichkeitsfaktor gilt übrigens und besonders auch für Schuhe.

3. Ich trage nie eng auf eng

Wenn ich eine Skinny Hose oder einen engeren Rock trage, dann lege ich Wert darauf, dass das Oberteil etwas fluffiger daherkommt. Erstens mag ich mich in ganz eng nicht so gern leiden, zweitens findet ich, dass dadurch ‚Spiel‘ ins Outfit kommt und es nicht so starr wirkt. Weit und weit passiert schon, allerdings finde ich komplette oversized Oversize Looks für mich zu viel.

4. Meine Outfits sind nie überladen

Ich mag es schlicht und clean. Das bedeutet nicht, dass ich keine Accessoires benutze oder mag. Aber drölfzigtausend Armbänder, ein volumiger, bunter Schal, riesige Chandalier Ohrringe und mehr, das ist für mich nichts. Besagte Iris Apfel verstand es super, sich zu kleiden. Ich würde nervös werden.

Meine Outfits bleiben eher schlicht und effortless (deutsch mühelos, aber Mühe gebe ich mir schon ;)). Mit einem kleinen Twist. Ich brauche diese ‚Ruhe‘ auch für mich.

5. Ich trage Stiefel nur mit blickdichten Strümpfen

Aus verschiedenen Gründen würde ich niemals barfuß in Stiefel treten oder mit Nylonstrümpfen. Für mich passt diese Leichtigkeit nicht zum Thema Stiefel und darum gefällt es mir nicht. Für mich gehört zum Stiefel eine Strumpfhose oder eine eingesteckte Hose.

6. Nur einen Blitzer

Ihr wisst, dass ich meine Blusen gern weiter offen trage, sodass im Winter ein Top blitzt und im Sommer vielleicht auch mal ein schöner BH. Aber subtil und nicht mit lautem Hallo. Zusätzlich achte ich dann darauf, dass es im Unterteil ruhiger wird (kein tiefer Schlitz oder zu kurzer Rock). Darum gibt es nur das eine oder das andere.

Meine Moderegeln für meine Zufriedenheit

Jetzt kennt ihr meine Moderegeln. Wie immer freuen sich die ü30-Blogger, wenn ihr auch bei ihnen vorbei klickt.

 

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Könnt ihr euch mit meinen Regeln identifizieren? Und noch wichtiger: Habt ihr Fashionregeln? Ich bin sehr gespannt.

 

Alles Liebe,

Eure Nicole

 

 

 

 

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24 Kommentare

  1. Ja, die Aussage von Grün mit Blau … kenne ich auch noch allzu gut aus meiner Kindheit. Zum Glück ist in der Mode in den letzten Jahren vieles viel lockerer geworden. Ich finde es schön und auch richtig, dass wir uns keine Moderegeln aufzwingen lassen und wie Du es auch ganz passend sagst, nur das tragen, was uns gefällt. Mir geht es genauso wie Dir, dass ich mir gerne Stile und Outfits anderer Menschen ansehe. Das muss nicht unbedingt meinen eigenen Geschmack treffen, aber an der anderen Person mag ich diesen Look leiden.
    Liebe Nicole, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    LG
    Ari

    1. Liebe Ari,
      das ist mein Verständnis von Mode. Nicht alles muss, aber es darf an anderen toll aussehen. Und wir es auch so wahrnehmen.
      Ich freue mich gerade auch in der Mode immer über Individualität.
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
      Nicole

  2. Liebe Nicole,
    dass du einmal ein Fashionrebell warst, kann ich gar nicht glauben. Deine Outfitssehen immer sehr stimmig und geschmackvoll aus. Deine Regeln stellst du auf und deshalb passen sie auch zu dir.

    Herzliche Grüße, Heike

  3. Stiefelreißverschlüsse und dünne Strumpfhosen vertragen sich auch nicht sooo gut.
    Tatsächlich finde ich, es kommt ein bisschen auf die Optik der Stiefel an, ob ich sie mit „dünnen“ Strumpfhosen leiden kann.

    Mir geht s ganz ähnlich wie Dir. Üppigen Schmuck finde ich bei anderen oft sehr schön, ich selbst bin da immer zurückhaltender. Auch wenn einem das eine oder andere gut stehen WÜRDE, kann es gut sein, dass man sich damit nicht WOHL fühlt.
    Wie Du schreibst. Sich wohlfühlen ist das allerwichtigste.
    BG Sunny

    1. Gut, ich vertrage mich generell mit dieser Art Strumpfhosen nicht so gut, haha. Aber du hast Recht, das wäre ein weiterer Punkt.
      Ebenso wie mit dem Rest deiner Worte.
      Liebe Grüße
      Nicole

  4. Liebe Nicole,
    Deine Regeln sind ja für Dich erstellt und passen daher auch so. Ich würde sagen, für die meisten wären diese Regeln auch leicht einzuhalten. Wichtig ist, daß man das trägt, in dem man sich wohl fühlt. Wenn ich etwas Besonderes ausdrücken möchte kann ich das ja stilmässig auch machen, ja nachdem ob ich auffallen möchte oder nicht.
    Und die alten Moderegeln kann man getroßt in den Modemüll entsorgen.
    Meisten trage ich zu Stiefeln auch blickdichte Strumpfhosen oder Wollstrumpfhosen. Wenn es wärmer wird aber auch mal nur Nylonstrumpfhosen.
    Alles Liebe und eine gute Zeit
    Violetta

    1. Ja, du hast es genau richtig verstanden. Denn nur weil ich etwas nicht mag oder mache, heißt das nicht, dass es mir an anderen nicht gefallen würde.
      Ich hatte nämlich in meiner Schule damals eine Gruftie (sagt man das heute noch?), die sah so toll, gepflegt und besonders aus, aber für mich war das dennoch keine Stilrichtung.

      Alles Liebe und dir viel Freude mit deinem Stil
      Nicole

  5. Und es gibt sie doch, die Fashion-Polizei! Die steht nämlich in Form deiner selbst vor deinem Schrank und macht einen auf Türsteher für alles, was kneift und zwickt oder sonst irgendwie nicht passt 😉
    Es wäre wirklich langweilig, wenn alle dieselben Regeln befolgen würden! Ich mag mir das gar nicht vorstellen, wie alle modisch gleichgeschaltet rumlaufen würden. Man muss ja nicht alles schön finden und trotzdem ist es spannend, auf welche Kombinationen und Ideen die Menschen so kommen. Iris Apfel ist in der Hinsicht wirklich ein Unikat und hat ihre Lust an Mode vorbildlich ausgelebt. Damit hat sie bestimmt einige ermutigt, mehr auszuprobieren und wird uns allen immer positiv in Erinnerung bleiben.
    Blau-Grüne Grüße 😉

    1. Nee, ich bin nicht polizeilich mit mir vor dem Schrank. Eher mütterlich-streng, haha.
      Es ist tatsächlich so, man muss nicht alles schön finden. Aber es gibt auch Sachen, an anderen schön finde, aber selber niemals so tragen wurde.
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
      Nicole

  6. Ich finde es interessant, welche Stilregeln jeder so für sich selbst gefunden hat. Das mit dem Wohlfühlen, nicht „eng auf eng“, Kleidung muss bequem sein, gilt auch für mich. Witzig finde ich so manche Moderegel der letzten Jahre und Jahrzehnte, da bin ich wirklich froh, dass wir nicht mehr in den 50ern leben (nicht nur aus dem Grund!) :-)
    Iris Apfel ist mein Stilvorbild fürs gepflegt-exzentrische Altern. Sie hat wirklich vorgemacht, wie es gehen kann! Allerdings war sie ja wohl die Queen der „Überladenheit“. Ich mag’s ja, Exzentrik im Alter ist für mich auf alle Fälle eine Option :-)))!
    Schöne, ruhige, harmonische Looks zeigst du da!
    Liebe Grüße, Maren

    1. Ich mag diese Überladenheit bei mit nicht, an anderen Menschen kann das toll aussehen. Interessant ist in der Tat, welche Regeln wir uns auch selber setzen.
      Ja, Fortschritt hat auch viele Vorteile.
      Vielen Dank für deine lieben Worte.
      Liebe Grüße
      Nicole

  7. Kleidung kann nicht nur den persönlichen Stil und die Persönlichkeit eines Menschen widerspiegeln, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Stimmung beeinflussen. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder seinen eigenen Stil findet und sich wohlfühlt. Man sieht, dass du deinen eigenen Stil gefunden hast, dass du deine persönlichen Moderegeln hast und damit zufrieden bist – das ist es, was zählt! :)
    Liebe Grüße, schönes Wochenende!
    Claudia

  8. Da sagst du etwas sehr wichtiges, „für die eigene Zufriedenheit“ Das ist nämlich wirklich DIE Regel. Dein Style beruhigt mich auch ☺️ und inspiriert mich zu ruhigen Looks. Ist das nicht schön ?!
    Herzliche Grüße Tina

  9. Vieles kann ich unterschreiben. Zum Beispiel niemals zwei knallenge Sache zusammen tragen. Das ging noch als ich gertenschlank war. Heute würde es wie Wurstpelle aussehen. Insofern finde ich es sehr interessant, wie unterschiedlich persönliche Regeln sein können. Bei Grün und Blau musste ich ebenfalls schmunzeln.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Für haben zwei enge Sachen zusammen nicht ausschließlich mit der Figur zu tun, aber auch.
      Witzig, dass wir das Grün und Blau Zitat unabhängig voneinander verwendet haben. Ein bisschen Bloggertelepathie 😉
      Liebe Grüße
      Nicole

  10. Habe gerade mal wieder einen Blick in Dein Profil geworfen. Finde ich gut, dass Du es aktuell hältst. Gelacht habe ich da über Dein „dezentes Pink“. Was bitte ist ein dezentes Pink? Jetzt sag mir bitte nicht, dass Du Dein Sommerkleid in Pink, was ich an der Elbe live gesehen habe, als dezentes Pink einstufst. Oder ist das für Dich Fuchsia? Das wäre dann natürlich niemals ein Pink ;).

    Interessant finde ich generell das unterschiedliche Gefühl für „dezent“. Das fällt mir immer wieder auf – nicht nur bei Dir, auch bei anderen Menschen – Bloggern und im wahren Leben. Was für den einen dezent ist, haut den anderen schon um – von Düften bis Farben oder die Menge an Accessoires. Am Ende ist das Wort dafür egal – Hauptsache, es gefällt dem_derjenigen.

    Weiter viel Freude am Feinschliff und der immerwährenden zeitgemäßen Anpassung Deines individuellen Stils wünscht Dir
    Ines

    1. Ich muss lachen gerade, wegen des dezenten Pink. Also: Meine neue Strickjacke ist dezentes Pink, mein Kleid ist KNALLpink, ohne Neon zu sein 😂😂.
      Unsere Einschätzung von dezent dürfte sich ähneln, glaube ich. Bei Düften dachte ich das bis vor Kurzem 😉

      Ich schleife gerne fein und bleibe doch auch bei mir.

      Liebe Grüße
      Nicole

  11. Guten Morgen, der Spruch mit Grün und Blau fällt mir zu diesem Thema auch immer ein. Wie eng man früher alles sah, auch beim Kombinieren von Farben. Gut das es nun viel legerer geworden ist und wir alles ohne Vorurteile tragen können. Gerade auch der Mustermix ist etwas das ich eine Zeit lang rauf und runter getragen hatte.

    Viele liebe Grüße

    1. Ich finde es auch gut, dass sich hier neue, schöne und auch interessante Freiheiten aufgetan haben.
      Denn Mode ist neben Mode auch Ausdruck von Persönlichkeit und Spaß.

      Liebe Grüße
      Nicole

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