
Als ich bei Tina ihren Bericht über Shapewear und Echtheit im Leben las, spürte ich schon beim Schreiben des Kommentars, dass ich gerne mehr übers Schummeln schreiben würde.
Denn eines ist uns ja allen bewusst, häufig wird geschummelt, über- oder untertrieben, bis die Schwarte kracht. Und dass uns das allen nicht wirklich guttut, ist für mich sonnenklar.

Schummeln- was ist erlaubt, wie viel würde ich Schummeln?
Um es klar vorwegzunehmen: ich schummle gar nicht bzw. allerhöchstens bei Dingen, die eine Bildoptik stören. An mir selbst ist das für mich ein sowohl hier auf dem Blog als auch in den Sozialen Medien ein absolutes No-Go.
Menschen, die das machen, bewegen sich für mich auf einem ganz schmalen Grat. Niht nur, indem sie andere täuschen, am Ende täuschen sie sich auch selbst. Ich erkenne mich (meistens) morgens im Spiegel, ich kenne meine Schwachstellen.
Ob ich die alle gut finde? Nö.
Ich möchte deutlich sagen, dass diese Dinge zunächst nur für mich gelten und jeder natürlich machen, schummeln und lassen kann, wie er möchte. Ich würde mir nur oft, auch von Firmen und Agenturen, wünschen, dass man darauf aufmerksam macht.
Denn das Reden von würdevoll altern und Bodypositivity wird nur dann Wahrheit, wenn es auch ernst gemeint ist und nicht nur als Hashtag verwendet wird..
Mir gefallen echte Menschen.
Auch aus diesem Grund habe ich damals meinen Blog gestartet, weil ich einfach das echte Leben abbilden wollte.
Doch ich möchte jetzt näher und in Anlehnung an Tinas schönen Beitrag verschiedene Aspekte des Schummelns beleuchten.

Wie ich meine Fotos bearbeite
Ich retuschiere durchaus mal ein Kabel oder eine Steckdose, denn bei mir gibt es nur wenige Orte, die aussehen wie ein Fernsehstudio. Auch Menschen, die nichts im Bild verloren haben, werden von mir retuschiert.
Außerdem wohne ich in Gefilden, in denen leider nicht immer die Sonne scheint, also helle ich auch einmal ein Foto auf oder intensiviere die Farben. Ringlichter sind bei Brillenträgern etwas schwierig.
Retuschiere ich an mir herum? Nein. Ich belüge euch und mich nicht. Hier gibt es 100 % Nicole.

Trage ich Shapewear?
Die Antwort ist so klar wie schlüssig: Nein. Natürlich habe ich diese vielversprechenden Dinge ausprobiert, bei der Probe ist es geblieben.
Ich fühle mich darin eingeengt, atemlos und habe die Erfahrung gemacht, dass es ja keine Schnittwear ist, sondern die geshapten Aspekte an anderer Stelle zum Vorschein kommen oder herauswollen.
Meine Ausnahme ist eine Radlerhose, die ich allerdings aus anderen Gründen trage: Gegen das Schwitzen unter dem Kleid oder Rock und als Sichtschutz beim Rad fahren und Tragen dieser Kleidungsstücke.

Tina beschreibt es sehr schön:
Wir müssen dringend lernen, dass körperliche Veränderungen, im Alter, bei Krankheiten, bei Gewichts Ab- und Zunahme, etc. völlig normal sind und wir uns dafür nicht rechtfertigen oder verstecken müssen. Wir sind alle individuell gebaut und das ist doch auch gut so. Wir sind alle schön, wir müssen uns nur selbst lieben. Ich weiß, das ist eine alte Leier, aber man kann es gar nicht oft genug sagen und auch ich muss es immer wieder verinnerlichen.😉
Ich verstecke mich nicht und Schummeln gilt nicht
In diesem Jahr bin ich 55 Jahre alt geworden und ich trage immer noch munter und gern ärmellose Kleidung, kürzere Röcke und Kleider und Shorts. Ich mag es angenehm dekolletiert und knöpfe meine Blusen nicht bis zum Kragen zu, es sei denn, es ist ein modisches Statement.
Ich weiß, dass ich einen Bauch habe und ich unternehme auch eher nichts, um ihn loszuwerden. Gäbe es eine Sekundenformel, in der er verschwindet und die mir nichts verbietet, wäre ich vielleicht dabei.
So bin ich einfach ich: Ich verbiege mich nicht, ich lache zu laut und immer gerne und viel. Mein Essen ist nicht fancy, sondern lecker und ja, das entspricht vermutlich keinem Trend. Ich lasse nichts Operatives an mir verändern, es sei denn, es wäre aus gesundheitlichen Aspekten.

Ob das immer voller Selbstbewusstsein klappt? Natürlich nicht, ich laufe ja nicht mit Scheuklappen durch diese Welt.
Diese Entwicklung, über alles zu urteilen und dass nur optimiert und jung gut ist, finde ich gefährlich, nicht nur für uns, sondern auch für alle nachfolgenden Generationen. Wir predigen darüber, ganz wir selbst zu sein und reden dennoch von ständiger Optimierung.
Selbstliebe ist auch manchmal geschummelt
Wenn ich immer wieder über Selbstliebe und Selbstoptimierung lese, dann kommt mir manchmal der Gedanke, warum wir uns eigentlich nicht selbst lieben und meinen, uns ständig optimieren zu müssen?
Mal im Ernst: Ich möchte mich natürlich auch verbessern und bestimmte Dinge lernen. Aber ich werde doch den Teufel tun, ständig an mir herumoptimieren zu wollen. Denn das zeigt für mich ganz viel Unzufriedenheit.
Oft frage ich mich dann, wie wirklich kranke oder sonst eingeschränkte Menschen über solche Hypes denken?
Ich mag mich und ich versuche wirklich, mich immer wieder auf das zu konzentrieren, was ich wirklich an mir mag.

Schummeln beim Alter
Das ist etwas, was ich niemals verstehen werde: Warum können manche Menschen nicht zugeben oder sagen, wie alt sie sind? Nun frage ich niemanden explizit danach, genauso wenig, wie ich über Figuren oder ob jemand abgenommen hat, rede, aber wenn das Gespräch darauf kommt, dann muss man sich doch nicht zieren? Oder eine falsche Zahl sagen? Seinen Lebensweg gegangen zu sein, sich Herausforderungen gestellt zu haben und das Leben zu feiern, das ist doch toll.
Genauso, wie ich Sprüche wie 50 ist das neue 30 überhaupt nicht mag. Ich kenne 50-jährige, die aussehen und sich fühlen wie dreißig. Ich kenne aber auch 30-jährige, die sich geben wie 50.
Alter ist eine Zahl und jeder soll und darf so sein, wie er möchte, labeln muss ich das nicht.
Ich mag Menschen, die neugierig auf das Leben sind und bleiben, die offen und zugewandt sind, die Spaß haben. Das Alter spielt dabei für mich keine Rolle.

Schummeln bei Kleidung
Wie ihr wisst, bin ich (und bleibe ich) ein großer Fan der USA. Und bevor hier alle loslegen, was alles schlimm dort ist (das weiß ich), was mir sehr gefällt, ist der Umgang mit verschiedenen Körperformen und Typen.
Die meisten tragen ihre Kleidung selbstbewusst, egal, ob es eng anliegt, fließend oder weit ist. Dabei ist es völlig unerheblich, welche Figur die betreffende Person hat.
Übrigens sind dort oft auch die Instagram-Kanäle realistischer und dennoch sind sie erfolgreich.
Ich habe bei meinen Aufenthalten dort nie komische Blicke gesehen, aber sehr oft gehört, wie jemand zu einem anderen sagte, wie toll er/das Kleid/das Outfit/die Schuhe aussehen. Und das waren Menschen unterschiedlichster Körpertypen. Passiert euch das hier?

Ja, wenn ihr mich trefft.
Ich kenne Leute, die schneiden das Größenschild aus ihrer Kleidung, damit es niemand sieht. Ich mache das, wenn es kratzt.
Genauso, wie ich für meine täglichen Outfitfotos Kleidung am zweiten Tag oder wenn ich spät fotografiere, nicht noch einmal bügele. Warum? Weil es hier darum geht, echtes (Er)Leben zu zeigen. Würde ich euch Kleidung als Werbung präsentieren, wäre das anders.
Aber ich finde es eben auch wichtig zu zeigen, wie man wirklich aussieht.
Und ich liebe diese Szene aus eat, pray, Love mit Julia Roberts, weil es alles über das Schummeln sagt, was wir uns verinnerlichen sollten.
Das Problem ist nicht immer die Kleidergröße, es ist das, was die Hersteller uns versuchen, glauben zu machen. Und da ist wirklich Luft nach oben, wie ich bei einem Kleid feststellen durfte, das mir in keiner Größe passte und man beim Aufeinanderlegen auch sehen konnte, woran das liegt.
Genauso ein Schummeln ist übrigens auch: One size fits all (who are small).
Ich mag Menschen mit Ecken, Kanten und Rundungen
Wir müssen nicht alle gleich aussehen, wir müssen nicht alle dasselbe essen, wir müssen nicht alle denselben Lifestyle und dieselbe Meinung haben. Es ist ok, wenn wir anders ticken, solange es in keinem Bereich extremistisch ist. Das macht unsere Gesellschaft von allein bunt und bunter.
Ich mag Menschen, die etwas zu erzählen haben, die mehr sind als ihr Äußeres, die mich mit Ausstrahlung und gutem Bewusstsein faszinieren. Da sind die Figur und das Kaschieren derselben mir wirklich egal.
Wenn wir endlich dazu kommen, dass Bodypositivity kein bloßer Hashtag ist, wenn wir verschiedene Körpertypen (und unseren) so akzeptieren, wie sie sind, wenn Kleidergrößen echte Größen werden und wir akzeptieren, dass Veränderungen des Körpers und des Gesichtes nicht nur im Alter zum Leben dazugehören und sogar wünschenswert sind, dann wird das Schummeln hoffentlich immer überflüssiger und wir widmen uns mit Freude und einem Lächeln dem, was wichtig ist: dem Leben.

Schluss mit Schummeln, leben wir
Ich bin sehr gespannt, wie ihr über das Schummeln denkt, denn im Zeitalter der KI wird uns das sicher noch sehr häufig begegnen.
Schummelt ihr bei diesen Dingen? Wünscht ihr euch mehr Realität oder mögt ihr diese retuschierten Accounts und Menschen?
Alles Liebe,
Eure Nicole






Liebe Nicole,
ein toller Beitrag – ehrlich und on point. Kratzende Etiketten in der Kleidung sind furchtbar und werden von mir auch ohne Umschweife entfernt. Doch ich würde nie auf den Gedanken kommen, sie der Größe wegen rauszuschneiden.
Es ist ein spannendes Thema und oft sind in den Menschen (ich behaupte mal überwiegend Frauen) so tief drinnen Glaubensmuster verankert, die natürlich auch gesellschaftlich geprägt sind. Steckt doch schließlich eine ganze Industrie dahinter. Wir lernen schon früh, dass dies und das nicht stimmt an uns und es kaschiert oder weggeschummelt gehört.
Das mit der Shapewear fühle ich sehr. Hab ich auch ausprobiert und es hat mir die Luft zum atmen genommen. Genau wie du habe ich mich extrem eingeengt gefühlt. Probiert und für nicht notwendig befunden.
Aber es scheint auch einen Trend zu geben – immer mehr Frauen wollen sich nichts mehr vorschreiben lassen. Und ich sehe das bei ihnen in den 30ern genauso wie bei uns fiftys+, was mich natürlich mega freut.
Und jeder, der darüber spricht und aufmerksam macht, gibt den Anstoß in die richtige Richtung. Deshalb vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag.
Ich schicke dir liebe Grüße,
Britta.
Liebe Britta,
vielen Dank für deinen Kommentar. Es erschreckt mich immer wieder, wie viel Unechtes uns für echt verkauft wird, was ’normal‘ ist.
Das wollte ich auf diesem Blog nie. Und darum freue ich mich, wenn ich sehe, dass es da draußen ganz viele tolle Menschen gibt, die das auch fühlen.
Wir haben, so denke ich oft, diesen Auftrag auch für nachfolgende Generationen. Denn bei manchen Dingen wissen wir am Ende nie, was sie in der Langzeitwirkung auslösen können.
Liebe Grüße
Nicole
Was Menschen, die aufgrund etwa von Krankheiten eingeschränkt sind, dazu sagen, kann ich dir verraten, habe ich doch so jemanden an meiner Seite: Totales Unverständnis. Aber das wird einem wohl erst klar, wenn man in eine Situation ist, in der eine Krankheit etwas, was selbstverständlich war, etwa das Sehen, plötzlich einschränkt. Dann wirst du auf die Dinge zurückgeworfen, die wirklich zählen. Und darunter befinden sich weder Speckrollen noch Falten noch zu dünne Haare. Dann wünscht du dir genau eines: Die Welt um dich herum wieder so sehen zu können wir vor der Erkrankung. Mit allen Speckrollen, Falten und dünnen Haaren. So viel dazu.
Als ich damals anfing zu bloggen, war es auch mir ein Anliegen, mich mit allen Unzulänglichkeiten – und davon gibt es die eine oder andere – so zu zeigen, wie ich bin. Und ja, ich habe schonmal ein Bild aufgehellt. Viel mehr lassen meine Retuschefähigkeiten auch nicht zu. Ansonsten ist all das echt, was man auf meinem Blog sieht. Und das war mir wichtig. Bloggen war damals auch so etwas wie ein Gegenentwurf zu den hundertfach retuschierten Hochglanzfotos. Aber die „Szene“ hat sich dann recht schnell geändert und auf Blogfotos wurde eben auch hundertfach retuschiert, um it den Zeitschriftenfotos konkurrieren zu können – um Werbeverträge. Und damit wurde das Ziel, mit dem Blogs mal gestartet waren, konterkariert. ich fand es schade.
Genauso schade wie die Tatsache, dass zwar seit Jahren von allen Seiten Selbstliebe gepredigt wird, aber bevor wir das mit der Selbstliebe im Alter über 50 hinkriegen, gehen wir dann doch erstmal die Falten mit Botox behandeln lassen. Natürlich nur, um „frischer“ und „wacher“ auszusehen. Niemals, weil wir ein Problem mit den Falten haben. Oder mit dem Alter – ach herrje, wir doch nicht. Aber gleichzeitig rühmt man sich dann, die Beine einer 25-Jährigen zu haben? Oder immer mindestens fünf Jahre jünger geschätzt zu werden? Man flucht darüber, dass Frauen ab 50 ja so unbeachtet sind, tut aber gleichzeitig alles dafür, jünger auszusehen. Wo ist da die Logik? Damit zementiert die Frauen doch selbst das Grab, das sie sich gerade geschaufelt haben. Ich versteh das nicht. Und ja, mit den 60 habe ich tatsächlich auch gehadert. Nicht, weil ich nicht älter werden möchte. Oder wie sagte meine Schwester an meinem Geburtstag: 60 ist toll, denn die Alternative wäre, dass du tot bist. Was mich traurig macht, ist, dass die Zeit, die mir bleibt, immer kürzer wird. Und ich habe noch soooo viel vor!
Ich bin froh, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der ganz andere Dinge als Optik wichtig waren. In der ich gelernt habe, auf die Menschen zu gucken und die Dinge zu sehen, die sie ausmachen. Und das ist in den seltensten Fällen das Aussehen. Es ist so viel mehr. Es sind Dinge wie ein großes Herz, ein wacher Verstand, es ist Humor, es ist Lebensfreude, es ist Toleranz und es sind noch tausend andere Dinge. Und wenn all das zusammenkommt, dann ist ein Mensch einfach nur schön. Egal, wie er aussieht. Und dann muss auch niemand mehr schummeln, weil er geliebt wird wie er ist.
Liebe Grüße
Fran
Der Spruch mit dem Tod könnte von mir stammen;).
Danke für deine ausführlichen Worte und dass wir da so auf einer Wellenlänge sind. Auch, was das Bloggen betrifft.
Menschliche Ansichten sowieso.
Mit dem Geburtstag sehe ich es auch so: Mich stört das Wissen, dass mir weniger Zeit bleibt als die, die war.
Liebe Grüße und Leben wir einfach
Nicole
Ich mag es gern echt und die Gründe für Bildoptimierung habe ich genau wie Du. Manchmal zu hell, oder die Farben nicht getroffen. Bin da auch kein Profi und könnte mich gar nicht groß anders zeigen als ich bin. Ich möchte doch, dass mich die Leute erkennen, wenn sie mich treffen.😂 Ich liebe es, wie Du Deine Welt zeigst, so ist es auch bei mir. Klar muss man nicht alles zeigen, es gibt auch Grenzen, aber darum geht es gar nicht. Freue mich, dass ich Dich angeregt habe, Einen Post zu schreiben, danke für den Link. Deine Fotos sind echt toll.
Ich musste bei eat pray love wirklich lachen, ich hatte genau diese Szene vermutet.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag, liebe Grüße Tina
Danke, dass ich die Anregung umsetzen durfte, das war eine schöne Inspiration.
Wir sind da auch wirklich gleich unterwegs und das freut mich sehr. Ich kannte und kenne den Film noch gar nicht. Aber diese Szene ist ein echtes Aha-Erlebnis, oder?
Liebe Grüße und einen schönen Abend,
Nicole
oh ja. ☺️ Der Film ist cool. Schau ihn ganz, wenn Du kannst. 😉
Ich wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina
Danke für den Tipp, ist auf meiner Liste in dieser Woche
Ganz liebe Grüße
Nicole
Blogs, die „unechte“ Frauen zeigen, lese ich nicht und auf Insta bin ich nicht. Meine Auswahl bei Blogs ist aber eh recht klein, daher kann ich hier freundlich-kritisch sein in der Auswahl.
Das ist bei mir wie bei FreundInnen, da bin ich auch für ehrlich und echt und lieber wenige.
Klar zeigt frau sich bei Fotos lieber im guten Licht. Aber ohne großes Schummeln, bitte.
Das erlebe ich bei Dir und das freut mich.
Auch, dass ich mit 74 noch nicht zu alt bin zum Hiersein und auch selbst zu bloggen. Das ist ein Geschenk.
KI zieht ja nun überall ein, auch wenn ich mich persönlich dagegen sträube. Ich bin gespannt, wie es die Bloggerinnen-Welt verändern wird. Auch meine kleine…
Herzlich,
Sieglinde
Und ich freue mich auch gerade sehr über deine schönen Worte. Da fühle ich mich direkt geehrt.
KI wird diese (Blogger) Welt noch einmal verändern, aber am Ende ist es das, was wir daraus machen, finde ich.
Ganz liebe Grüße
Nicole
Zu laut Lachen geht gar nicht! Und zusammen mit Dir erst recht nicht!
Ich mag deinen Fotostil heute besonders gerne leiden.
Schummeln mache ich nicht bei diesen Dingen. Es ist wie bei allem im Blog bei mir: Was du siehst, ist echt. Aber du siehst nicht alles.
Ich sehe schon zu, da die in meinen Augen schönste Version von mir zu zeigen. Wer Fotos von mir machen darf, kennt meine Vorstellung davon.
Deshalb gibt es von mir zum Beispiel keine Fotos in Kleidung, die einen Tag an mir zum Knittern Zeit hatte. Im realen Leben gehört das dazu, auf Fotos mag ich das nicht. Ein Grund dafür ist, dass ich ein gebranntes Kind bin bei Bilderstiebstahl im Netz. Ich habe mal Bilder in den Blog gestellt, auf denen ich unfrisiert und ungeschminkt war. Ausgerechnet die tauchten dann als Profilbilder auf einem fremden Profil in den Socials auf – wie schon viele andere Bilder von mir. Ich habe gerne die Kontrolle über meinen Außenauftritt und deshalb sehe ich zu, dass das, was im Netz landet, überall zu sehen ein dürfte – auch aus dem Kontext gerissen. Zerknautschte Klamotten gehören zu der Realität, die ich real auch nicht schön finde. Ich kann sie nicht immer verhindern, muss sie aber auch nicht zusätzlich fotografisch manifestieren.
Ich lese keine Blogs von deutlich retuschierten Menschen. Bei dem Wunsch nach noch mehr Realität bin ich vorsichtig. Das geht für mich dann irgendwann in Richtung too much informationen. Ich mag zum Beispiel keine Fotos von abgegessenen Tellern sehen und natürlich fabriziere ich die Teller selbst jeden Tag. Sie gehören aber dem, was nicht im Netz zu sehen ist.
Wünsche dir besten Sommergenuss in dieser sonnigen Woche!
Ja, ich weiß, was du meinst. Hier sieht und liest man auch nicht alles. Aber bei den Outfits bin ich etwas lockerer, weil ich das ja jeden Tag mache und dann jedes Mal zu bügeln…
Ich finde ja auch immer noch, dass man sehen kann, ob es etwas alltäglich geknautscht oder ungebügelt ist.
Hab eine schöne Woche.
Liebe Grüße
Nicole
Das finde ich auch – ob etwas mal gebügelt war, sehe ich zum Beispiel meistens an den Säumen.
Ist ein bisschen wie mit Hautpflege;)
Liebe Nicole,
Punkt.
Deinen Worten nichts hinzuzufügen hat
Marie (32 J, 54kg auf 1,82m)
😉
Und sendet applaudierende Grüße!!👏🏻👏🏻👏🏻
Danke, das freut mich, ich verbeuge mich tief und wünsche dir eine schöne Woche.
Liebe Grüße
Nicole
Shapewear gehört für mich zu den ganz furchtbaren Folterinstrumenten, die ich mir niemals antun würde – soviel Selbstliebe muss sein. Was ich retuschieren würde, sind Pickel – die sind ja nur temporär und gehören nicht zu mir. Muttermale oder Narben hingegen schon, genauso wie Falten. Wobei letzteres ja im zarten Altern von 47 noch nicht so ausgeprägt ist – ich muss schon immer rechnen und hab´s wieder versemmelt – fast 47, das ist einfach so unwichtig. Nur das mit den kratzenden Etiketten ist echt ein Problem. Wenn ich was nachkaufen will, weiß ich nämlich nicht mehr, in welcher Größe ich das brauche.
Auf jeden Fall ist „echt“ nicht nur viel sympathischer und charismatischer sondern auch viel entspannter!
Liebe Grüße!
Ich fühle das mit dem Etikett, ich hatte neulich dieses Happening. da sich Kleiderzuschnitte und Größenbenennungen aber ähnlich häufig ändern wie das Wetter, ist anprobieren eh eine ganz gute Idee.
Ansonsten surfen wir da auf einer Welle.
Liebe Grüße und eine genussvolle Woche
Nicole